Referent der Geschäftsführung für Nachhaltigkeit und ESG

Rostocker Fracht- und Fischereihafen GmbH • Deutschland • Added on Oct 14, 2026
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Sie übertragen die Anforderungen von ESRS und CSRD in belastbare Reportingprozesse, koordinieren die Datenerhebung und -validierung und stellen sicher, dass die Nachhaltigkeitsberichterstattung des Hafens termingerecht erstellt wird. Gleichzeitig gestalten Sie die übergreifende Nachhaltigkeitsstrategie mit und treiben sie voran, steuern bereichsübergreifende Projekte und behalten gesetzliche Anforderungen sowie Förderprogramme im Blick.

Die Position ist direkt bei der Geschäftsführung eines öffentlichen Hafenbetriebs angesiedelt. Nachhaltigkeit ist damit kein Randthema, sondern fließt in Governance und Risikomanagement ein und prägt mit, wie sich der Hafen für die Zukunft aufstellt. Wer ESG in einer realen Infrastrukturorganisation mit öffentlichem Auftrag verankern möchte, findet hier die Möglichkeit, nah an Entscheidungen mitzuwirken.

Die Position passt zu jemandem, der strukturiertes Arbeiten im Reporting oder in der Prüfung mit Neugier verbindet, gern in einer kleinen, operativ geprägten Organisation bereichsübergreifend arbeitet und die Nachhaltigkeitsagenda gemeinsam mit den Verantwortlichen des Hafens weiterentwickelt.

Job-FAQs

Was sind die zentralen Aufgaben und Verantwortlichkeiten dieser Position?

In dieser Position sind Sie im Bereich Nachhaltigkeit und ESG die rechte Hand der Geschäftsführung. Im Mittelpunkt steht, die Pflichten des Unternehmens nach ESRS und CSRD in die Praxis umzusetzen: Sie richten verlässliche Berichtsprozesse ein und betreuen diese, koordinieren die Erhebung, Aufbereitung und Validierung von Daten und stellen sicher, dass die Angaben in der Nachhaltigkeitserklärung einer Prüfung standhalten. Über die Berichterstattung hinaus wirken Sie an der Weiterentwicklung und Umsetzung der übergreifenden Nachhaltigkeitsstrategie des Hafens mit und überführen übergeordnete Ziele in konkrete Projekte und Meilensteine. Ein erheblicher Teil der Arbeit ist bereichsübergreifend. Sie steuern Arbeitsgruppen und Projekte, die den operativen Betrieb, die Immobilienentwicklung und das Kühlhausgeschäft betreffen, und behalten zugleich nachhaltigkeitsbezogene gesetzliche Anforderungen sowie Auflagen aus Genehmigungen im Blick. Da auch die Finanzierung von Projekten zum Aufgabenbereich gehört, können Sie an der Vorbereitung und Begleitung von Anträgen auf öffentliche Fördermittel sowie an der Einhaltung entsprechender Auflagen mitwirken. Als kommunales Unternehmen legt die Gesellschaft besonderen Wert auf Governance. Sie unterstützen das Risikomanagement und das interne Kontrollsystem, wirken an risikoorientierten Prüfungen und Sonderprüfungen der Internen Revision mit und erstellen Berichte, Analysen und Entscheidungsvorlagen für die Geschäftsführung, Gesellschafter und Konzerngesellschaften.

Wichtige Lernmöglichkeiten in dieser Position

Das größte Lernfeld dürfte die vertiefte praktische Anwendung der CSRD- und ESRS-Berichterstattung in einem nicht börsennotierten kommunalen Unternehmen sein. Diese Kombination ist vergleichsweise selten: Sie lernen, die europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung auf einen Hafenbetrieb zu übertragen und Datenprozesse von Grund auf aufzubauen, statt auf eine etablierte Konzernberichterstattung zurückzugreifen. Darüber hinaus erhalten Sie umfassende Einblicke in Corporate Governance, Interne Revision, Compliance und Risikomanagement – Bereiche, die in mittelständischen Organisationen zunehmend eng mit ESG verzahnt sind. Die direkte Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung sowie mit Gesellschaftern und Konzerngesellschaften stärkt Ihre Fähigkeit, entscheidungsreife Unterlagen zu verfassen und Nachhaltigkeit nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell und rechtlich zu vermitteln. Im Nachhaltigkeitsbereich können Sie außerdem Erfahrungen mit Förderprogrammen und umweltbezogenen Genehmigungsauflagen sammeln und so Ihre Kompetenzen in der öffentlichen Förderung, der regulatorischen Beobachtung und der Abstimmung mit Stakeholdern ausbauen. Da die Organisation klein ist, erleben Sie möglicherweise den gesamten Prozess von der Strategieentwicklung bis zur Umsetzung – eine wertvolle Erfahrung für künftige Führungsaufgaben.

Wie sieht das ideale Kandidatenprofil aus (Erfahrung und Kompetenzen)?

Die Ausschreibung deutet auf ein vielseitiges Profil hin: ein Hochschulabschluss in Wirtschaft, Nachhaltigkeit, Umweltwissenschaften, öffentlicher Verwaltung oder Ingenieurwesen, ergänzt durch Kenntnisse in Corporate Governance und vor allem zu den Anforderungen von CSRD und ESRS. Gesucht wird offenbar jemand, der sich sicher zwischen regulatorischen Vorgaben und operativer Praxis bewegt und beides auch fachfremden Personen verständlich vermitteln kann. Erfahrung in der Internen Revision, Compliance oder im Risikomanagement wird ausdrücklich verlangt. Das zeigt, dass neben dem Interesse an Nachhaltigkeit auch Gründlichkeit, Nachweisbarkeit und konsequentes Prozessdenken wichtig sind. Wer bereits an der Nachhaltigkeitsberichterstattung mitgewirkt hat – auch in einer unterstützenden Rolle –, dürfte im Vorteil sein, insbesondere mit Kenntnissen in der Datenvalidierung und internen Kontrolllogik. Auch die persönlichen Fähigkeiten zählen. In einem kleinen kommunalen Unternehmen müssen Sie Kolleginnen und Kollegen für Themen gewinnen, die nicht zu deren Kernaufgaben gehören, und mit Gesellschaftern und Konzerngesellschaften zusammenarbeiten – oft ohne Weisungsbefugnis. Gute Microsoft-365-Kenntnisse werden vorausgesetzt. Entscheidend dürfte jedoch sein, unklare Aufgaben zu strukturieren, Entscheidungen zu dokumentieren und sich in einem Umfeld mit Nähe zum öffentlichen Sektor souverän auf Deutsch auszudrücken.

So heben Sie sich ab und bewerben sich erfolgreich

Da das Unternehmen klein ist und die Position direkt an die Geschäftsführung berichtet, sollte Ihre Bewerbung wie eine Entscheidungsvorlage wirken: klar, strukturiert und faktenbasiert. Stellen Sie Ihre konkreten Berührungspunkte mit CSRD und ESRS in den Vordergrund: Mit welchen Standards haben Sie gearbeitet? Welche Datenprozesse haben Sie aufgebaut oder validiert? Zu welchen Berichten haben Sie beigetragen? Wenn Ihre Erfahrung aus der Internen Revision, Compliance oder dem Risikomanagement stammt, erklären Sie ausdrücklich, wie sie sich auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung übertragen lässt – überlassen Sie diese Schlussfolgerung nicht der Personalabteilung. Gehen Sie auch auf Governance ein. In der Ausschreibung werden Corporate Governance, Interne Revision und das interne Kontrollsystem genannt. Das spricht dafür, dass eine Person gesucht wird, die Kontrollumgebungen versteht und sich nicht ausschließlich mit Umweltthemen beschäftigt. Mit einem Anschreiben, in dem Sie skizzieren, wie Sie einen verlässlichen Berichtsprozess für einen kommunalen Hafen aufsetzen würden – einschließlich Datenverantwortung, Validierung und Dokumentation –, heben Sie sich deutlich stärker ab als mit allgemeiner Begeisterung für Nachhaltigkeit. Gefragt sind außerdem Ihre Gehaltsvorstellung und Ihr frühestmöglicher Eintrittstermin. Nennen Sie daher beides. Zeigen Sie auch, dass Sie sich mit den beiden Geschäftsfeldern des Hafens auskennen: dem Hafenbetrieb einschließlich Kühlhausgeschäft und der Immobilienentwicklung. Erläutern Sie, warum Sie gerade diese Kombination anspricht. Interesse an Infrastruktur im öffentlichen Interesse und sichere Deutschkenntnisse sind ebenfalls wichtig.

Auf welche Nachhaltigkeitsthemen des Unternehmens dürfte sich die Position konzentrieren?

Der Schwerpunkt der Position liegt auf Berichterstattung und Governance: Sie setzen die ESRS-Anforderungen um, sorgen für belastbare Berichtsprozesse und koordinieren die Daten für die Nachhaltigkeitserklärung. Im Fokus stehen daher weniger die direkte Umsetzung von Dekarbonisierungsprojekten als vielmehr die Messbarkeit, Prüfbarkeit und transparente Kommunikation der Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung des Unternehmens. Der Hafenkontext lässt dennoch auf wichtige Themen schließen, mit denen Sie sich voraussichtlich befassen: Energieverbrauch im Hafenbetrieb und in der Kühllagerung, Emissionen aus dem Güterumschlag und Transport, Flächen- und Wassernutzung bei der Immobilienentwicklung sowie möglicherweise Auswirkungen des Hafenbetriebs auf Biodiversität und Lärmbelastung. Aufgrund der öffentlichen Trägerschaft können auch soziale Themen wie Arbeitssicherheit, Weiterbildung und Beziehungen zum Umfeld relevant sein. Governance ist im Profil ausdrücklich genannt – darunter Corporate Governance, internes Kontrollsystem und Risikomanagement. Wahrscheinlich helfen Sie dabei, Nachhaltigkeitsrisiken in das übergreifende Risikomanagement des Unternehmens und die Erwartungen der Gesellschafter einzubinden. Förderprojekte mit Nachhaltigkeitsbezug schaffen eine weitere Verbindung zwischen Strategie, externer Finanzierung und öffentlicher Rechenschaftspflicht.

Vor welchen Herausforderungen könnte jemand in dieser Position stehen?

Eine wahrscheinliche Herausforderung sind die Daten. In Hafenbetrieben und der Immobilienwirtschaft liegen Nachhaltigkeitsdaten selten zentral und übersichtlich vor. Die Erhebung, Aufbereitung und Validierung über verschiedene Abteilungen hinweg zu koordinieren, kann daher Geduld, Fingerspitzengefühl und zunächst provisorische Abläufe erfordern, bevor sich ein systematischer Prozess etabliert. In einem kleinen Unternehmen mit schlanker Personaldecke haben Kolleginnen und Kollegen möglicherweise nur begrenzte Zeit, um Berichtsanforderungen zu priorisieren. Eine weitere Herausforderung ist die Verbindung von Governance und Nachhaltigkeit. Sie müssen den hohen Anforderungen der Internen Revision und des Risikomanagements gerecht werden und gleichzeitig eine noch in der Entwicklung befindliche Strategie voranbringen. Regulatorische Pflichten mit strategischen Ambitionen auszubalancieren – und abzuwägen, wann es sinnvoll ist, Veränderungen voranzutreiben oder erst einmal zu festigen –, dürfte eine wiederkehrende Aufgabe sein. Schließlich können Abstimmungen mit Gesellschaftern und Konzerngesellschaften im kommunalen Umfeld längere Entscheidungswege und mehrere Genehmigungsstufen mit sich bringen. Einfluss ohne formale Weisungsbefugnis aufzubauen und Projekte über verschiedene Geschäftsbereiche hinweg voranzubringen, kann ebenso anspruchsvoll sein wie die fachliche ESG-Arbeit selbst.

Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?

Ein typischer Arbeitstag dürfte eine Mischung aus Analyse und Koordination sein. Vielleicht beginnen Sie damit, Datenlieferungen oder offene Fragen von Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen Betrieb, Immobilien oder Finanzen zu prüfen und die Informationen anschließend so aufzubereiten, dass sie für das Reporting verwendet werden können. Ein Teil des Tages könnte außerdem dafür vorgesehen sein, ESRS-Anforderungen auszulegen und in praxisnahe Anleitungen oder Vorlagen für die Datenliefernden zu übertragen. Auch Besprechungen spielen eine wichtige Rolle: Projekttreffen oder Sitzungen von Arbeitsgruppen zu Nachhaltigkeitsinitiativen, der Austausch mit der Geschäftsführung sowie die Abstimmung mit Anteilseignern oder Konzerngesellschaften. Hinzu kommt möglicherweise die Beobachtung regulatorischer Entwicklungen – etwa die Prüfung gesetzlicher Anforderungen, von Genehmigungsauflagen oder Förderrichtlinien – und die Dokumentation der Ergebnisse für interne Kontrollen oder Audits. Daneben gehört auch das Verfassen von Berichten, Analysen und Entscheidungsvorlagen für die Geschäftsführung dazu. In ruhigeren Phasen kann der Schwerpunkt stärker auf der Strategieentwicklung und Projektsteuerung liegen. Je näher die Reporting-Fristen rücken, desto datenintensiver und termingebundener wird die Arbeit – mit mehr Validierungs- und Prüfschleifen.

Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Position?

Der unmittelbarste Entwicklungsschritt besteht darin, sich als anerkannte Fachkraft für CSRD und ESRS im Bereich öffentlicher Infrastruktur zu etablieren. Mit zunehmenden und strengeren Berichtspflichten ist diese Expertise gefragt. Wer Prozesse von Anfang an mitaufgebaut hat, kann damit auch bei späteren Bewerbungen bei größeren Häfen, Verkehrsunternehmen, Kommunen oder Beratungen punkten. Der direkte Kontakt zur Geschäftsführung und zu den Anteilseignern bietet eine für eine Position auf mittlerer Ebene ungewöhnlich hohe Sichtbarkeit. Bei überzeugender Leistung können Sie sich in Richtung Governance, Risikomanagement oder Nachhaltigkeitsleitung weiterentwickeln – möglicherweise auch, indem die Funktion mit wachsender ESG-Reife des Unternehmens weiter ausgebaut wird. Aufgrund der Überschneidungen mit den Aufgaben sind ebenso Wechsel in die interne Revision, Compliance oder Strategie denkbar. Zudem können Sie die Position selbst mitgestalten. In kleineren Organisationen ist der Aufgabenbereich einer Referentenstelle häufig flexibel. Wer bei Strategie, Förderprojekten oder bereichsübergreifenden Programmen Initiative zeigt, kann zusätzliche Verantwortung übernehmen und die eigene Entwicklung beschleunigen.

Mit welchen wichtigen Stakeholdern werden Sie voraussichtlich zusammenarbeiten?

Am engsten arbeiten Sie mit der Geschäftsführung zusammen, denn die Position ist ausdrücklich als Referent der Geschäftsführung angelegt. Dazu gehören regelmäßige Abstimmungen, die Vorbereitung von Entscheidungsvorlagen und die verständliche Aufbereitung von Nachhaltigkeitsthemen für die Leitungsebene. Häufiger Kontakt besteht auch zu Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Geschäftsbereichen des Hafens – Hafenbetrieb, Kühllager sowie Immobilien und Entwicklung –, die Daten bereitstellen und Projekte umsetzen. Auf externer Seite nennt die Stellenbeschreibung Anteilseigner und Konzerngesellschaften als wichtige Ansprechpartner. Mit ihnen stimmen Sie sich zu Reporting, Governance und gegebenenfalls Förderthemen ab. Auch Wirtschaftsprüfer und die interne Revision sind relevante Stakeholder, insbesondere angesichts des Schwerpunkts auf risikoorientierten Prüfungen und dem internen Kontrollsystem. Je nach Projekt haben Sie zudem mit Förderstellen oder Behörden zu tun, die für Genehmigungen und Umweltauflagen zuständig sind. Die Zusammenarbeit gestaltet sich je nach Gegenüber unterschiedlich: Mit der Geschäftsführung arbeiten Sie beratend und analytisch, mit den operativen Teams koordinierend und bisweilen überzeugend, mit Anteilseignern und Prüfern formell und faktenbasiert. Diese Vielfalt macht einen Teil des Reizes der Position aus.

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