Als ESG Manager bei Redington verantworten Sie die Nachhaltigkeitsagenda der gesamten Gruppe – von der mehrjährigen Roadmap über Richtlinien und Governance-Strukturen bis zum jährlichen Berichtszyklus. Dazu gehören die Leitung von Wesentlichkeitsanalysen, die Koordination von ESG-Rating-Einreichungen bei Anbietern wie EcoVadis und CDP, die Entwicklung von Business Cases für Dekarbonisierungs- und Ressourceneffizienzprojekte sowie die Verankerung von Nachhaltigkeit in Kapitalallokation und Entscheidungsprozessen. Sie koordinieren ein funktionsübergreifendes Netzwerk aus Finanzen, Einkauf, Betrieb, Recht und Kommunikation und bauen die zugrunde liegenden Datensysteme weiter aus.
Die Rolle ist wichtig, weil Redington als Technologiedistributor in mehr als 40 Märkten eine zentrale Position einnimmt. Emissionen in der Lieferkette, verantwortungsvolle Beschaffung und glaubwürdige Berichterstattung entscheiden zunehmend darüber, ob Zugang zu Finanzierungen und Markenpartnerschaften besteht. Hier bietet sich die Möglichkeit, das Vertrauen von Investoren, Kreditgebern und Kunden in die ESG-Funktion zu stärken, statt lediglich Anforderungen abzuhaken – auch durch die Prüfung geeigneter Sustainable-Finance-Strukturen.
Die Position passt zu jemandem, der bereits ESG-Arbeitsbereiche auf Unternehmensebene geleitet hat, sich sicher mit BRSR, GRI und IFRS S1/S2 auskennt und gern regulatorische Vorgaben und Stakeholder-Erwartungen in praxisnahe Programme übersetzt, die von den Führungskräften tatsächlich umgesetzt werden.
Job-FAQs
Was sind die wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten in dieser Position?
Diese Position ist im Kern das Herzstück der ESG-Agenda von Redington. Im Arbeitsalltag setzt der Manager die Strategie in umsetzbare Programme um: Er pflegt die konzernweite Roadmap, führt Wesentlichkeitsanalysen und Peer-Benchmarkings durch, bereitet Unterlagen für den Vorstand vor und hält einen anspruchsvollen Berichtszeitplan ein – mit BRSR, Nachhaltigkeitsberichterstattung und der Ausrichtung an GRI, IFRS S1/S2, CDP und weiteren Standards. Im Bereich ESG-Ratings verantwortet die Person die Einreichungen bei EcoVadis und CDP und vor allem die anschließenden Verbesserungspläne, mit denen auf kritisches Feedback reagiert wird.
Langfristig erstreckt sich der Aufgabenbereich auch darauf, wie der Konzern investiert. Der Manager entwickelt Business Cases für Dekarbonisierung, erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz und beziffert dabei Investitionen, Einsparungen, Amortisationszeiten und Emissionswirkungen. Außerdem identifiziert die Person gemeinsam mit Banken und Partnern Möglichkeiten für grüne und nachhaltige Finanzierungen und verfolgt neue Klima- und Finanzmarktregulierungen in den Märkten, in denen Redington tätig ist.
Hinzu kommt ein ausgeprägter Schwerpunkt auf Programmmanagement und Befähigung: Die Person leitet bereichsübergreifende ESG-Arbeitsgruppen, coacht Teammitglieder und stärkt schrittweise Datensysteme, Dashboards und automatisierte Workflows, damit die Berichterstattung schneller, besser prüfbar und weniger von manueller Arbeit abhängig wird.
Zentrale Lernmöglichkeiten in dieser Position
Die Einblicke und Erfahrungen sind für eine Position auf Manager-Ebene ungewöhnlich breit gefächert. Da Redington in mehr als 40 Märkten und mit zahlreichen Tochtergesellschaften tätig ist, dürfte die erfolgreiche Person umfassende praktische Erfahrung mit der ESG-Compliance in mehreren Rechtsräumen sammeln. Dazu gehört zu verstehen, wie BRSR-Anforderungen mit globalen Standards wie GRI und IFRS S1/S2 zusammenspielen und wie verschiedene Märkte Klimaberichtspflichten schrittweise einführen.
Fachlich bietet die Position intensive praktische Einblicke in nachhaltige Finanzierung: Business Cases entwickeln, mit Banken über nachhaltigkeitsbezogene Finanzierungsinstrumente sprechen und Emissionsdaten mit Finanzkennzahlen verknüpfen. Die Verantwortung für Einreichungen bei EcoVadis und CDP sowie für Feedbackschleifen und Maßnahmen zum Schließen identifizierter Lücken vermittelt Kompetenzen, die sich auf große Unternehmen unterschiedlichster Branchen übertragen lassen.
Auch digitale Kompetenzen und Datenanalyse spielen eine wichtige Rolle. In der Stellenbeschreibung werden Power BI, Workflow-Automatisierung und der verantwortungsvolle Einsatz generativer KI genannt. So kann die Person ein besonderes Profil entwickeln, das ESG-Fachwissen mit Kompetenz im Umgang mit Daten und Berichtssystemen verbindet – eine Kombination, die bei multinationalen Unternehmen zunehmend gefragt ist.
Wie sieht das ideale Kandidatenprofil aus (Erfahrung, Kompetenzen)?
Redington erwartet etwa fünf bis sieben Jahre zunehmend verantwortungsvolle Erfahrung im ESG-Bereich, idealerweise sowohl in der Nachhaltigkeit eines Unternehmens als auch in der Beratung. Wichtig ist, dass die Person einen unternehmensweiten Arbeitsbereich eigenständig verantwortet hat, statt lediglich daran mitzuwirken. Erwartet wird ein Bachelor- oder Masterabschluss in Nachhaltigkeit, Umweltmanagement, Finanzen, Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft oder Ingenieurwesen. Ein finanzwirtschaftlicher Hintergrund ist angesichts der Aufgaben rund um nachhaltige Finanzierung und Business Cases besonders vorteilhaft.
Fachlich sollte die Person mit ESG-Strategie, BRSR, GRI, IFRS S1/S2, Klima- und Emissionsbilanzierung, ESG-Ratings und einschlägigen ISO-Managementsystemen vertraut sein. Ebenso wichtig sind kaufmännisches Verständnis und Finanzkompetenz – also die Fähigkeit, Amortisationszeiten zu modellieren, Wertschöpfung zu beziffern und einen Business Case zu verfassen, der auch für einen CFO überzeugend ist. Sehr gute Excel- und PowerPoint-Kenntnisse sind Voraussetzung; Power BI, Automatisierungstools und unternehmensweite ESG-Plattformen sind von Vorteil.
Da die Position eine enge Abstimmung mit Finanzen, Personal, Einkauf, Betrieb, Recht und Kommunikation erfordert, ist auch zwischenmenschliches Geschick gefragt. Ideal ist eine überzeugende kommunizierende Person, die Führungskräfte auch ohne formale Weisungsbefugnis einbinden, jüngere Teammitglieder coachen und mehrere Projekte, Budgets und Abhängigkeiten parallel voranbringen kann.
Tipps, um sich hervorzuheben und erfolgreich zu bewerben
Da es sich um eine konzernweite Position in einem Distributionsunternehmen handelt, sollten besonders überzeugende Bewerbungen Umfang und Eigenverantwortung belegen – nicht nur die Beteiligung an Projekten. Zählen Sie nicht einfach Standards auf, mit denen Sie gearbeitet haben, sondern nennen Sie konkrete Ergebnisse: Welche Berichtszyklen haben Sie geleitet? Welche ESG-Ratings konnten Sie verbessern und um wie viel? Welche Emissions- oder Kosteneinsparungen hat ein von Ihnen entwickelter Business Case tatsächlich erzielt? Die Führung von Redington möchte sehen, dass Sie über Tochtergesellschaften und Märkte hinweg arbeiten können. Heben Sie daher Erfahrungen in mehreren Ländern oder Konzerngesellschaften ausdrücklich hervor.
Richten Sie Ihr Anschreiben auf den konkreten Kontext von Redington aus: ein Unternehmen für Technologiedistribution und -lösungen mit einem weitreichenden Netz an Vertriebspartnern. Erläutern Sie, welche Bedeutung Lieferkettenemissionen, verantwortungsvolle Beschaffung und ESG-Erwartungen der Kunden in der Distribution haben und wie Sie gegenüber Investoren und Kreditgebern glaubwürdige Offenlegungen sicherstellen würden. Wenn Sie neben globalen Standards auch BRSR erwähnen, zeigen Sie, dass Sie die indischen regulatorischen Rahmenbedingungen verstehen – ein wichtiger Aspekt für einen Konzern mit Hauptsitz in Chennai.
Bereiten Sie sich für Vorstellungsgespräche darauf vor, eine Wesentlichkeitsanalyse und einen Maßnahmenplan zur Schließung von Lücken bei ESG-Ratings detailliert zu erläutern. Seien Sie außerdem darauf vorbereitet, über nachhaltige Finanzierungsmodelle und die Entwicklung eines Business Case zur Dekarbonisierung zu sprechen. Ein kurzes, konkretes Beispiel dafür, wie Sie mit Datenplattformen oder Automatisierung die Qualität der ESG-Berichterstattung verbessert haben, hebt Sie von Kandidatinnen und Kandidaten ab, die sich vor allem auf ihre schriftliche Darstellung verlassen.
Auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit des Unternehmens dürfte sich diese Position konzentrieren?
Im Mittelpunkt stehen ESG-Governance und Berichterstattung im gesamten Redington-Konzern und seinen Tochtergesellschaften. Dazu gehören BRSR und umfassendere Nachhaltigkeitsangaben, die Ausrichtung an GRI und IFRS S1/S2 sowie das ESG-Rating-Umfeld – insbesondere EcoVadis und CDP, bei denen die Glaubwürdigkeit des Konzerns gegenüber Kunden und Investoren zunehmend auf dem Prüfstand steht. Ein erheblicher Teil der Arbeit dürfte auf Datenqualität, die Vorbereitung auf Prüfungen und die Stärkung der Kontrollen hinter den veröffentlichten Kennzahlen entfallen.
Im Umweltbereich liegt der Schwerpunkt auf Dekarbonisierung und Ressourceneffizienz: erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und Emissionsmanagement. Dazu kommen Business Cases, die Investitionen, Einsparungen und Emissionswirkungen beziffern. Angesichts des Distributionsmodells von Redington dürften Scope-3-Emissionen und Emissionen entlang der Lieferkette eine wichtige Rolle spielen, ebenso wie Möglichkeiten für nachhaltige Finanzierungen, etwa nachhaltigkeitsbezogene Finanzierungsinstrumente von Banken.
Soziale und Governance-Aspekte fließen in die bereichsübergreifenden Programme ein – Einkauf, Personal, Betrieb und Recht tragen alle zur ESG-Leistung bei. Der Manager sorgt im Grunde dafür, dass die öffentlichen Aussagen des Konzerns in mehr als 40 Märkten belegbar, einheitlich und belastbar sind. Das ist ebenso eine Governance-Aufgabe wie eine ökologische.
Vor welchen zentralen Herausforderungen könnte jemand in dieser Position stehen?
Die größte Herausforderung dürfte darin bestehen, ohne direkte Weisungsbefugnis Einfluss zu nehmen. Die Position ist darauf angewiesen, dass Kolleginnen und Kollegen aus Finanzen, Personal, Einkauf, Betrieb, Recht und IT Daten liefern und Maßnahmen umsetzen, für die sie nicht allein verantwortlich sind – und das oft unter dem Druck eigener Fristen. Diese Beteiligten dauerhaft einzubinden und bei Verzögerungen überzeugend zu eskalieren, stellt das Stakeholder-Management kontinuierlich auf die Probe.
Eine zweite Herausforderung ist das Spannungsfeld zwischen Anspruch und Belegbarkeit. Redington ist in mehr als 40 Märkten tätig und verfügt über eine komplexe Tochtergesellschaftsstruktur. Das erschwert einheitliche und prüfbare Daten erheblich. Der Manager muss Ratings und Berichterstattung verbessern, ohne Aussagen zu übertreiben, und zugleich Anforderungen von Standards wie BRSR, GRI und IFRS S1/S2 erfüllen, die dieselben zugrunde liegenden Daten jeweils aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten.
Drittens gilt es, Prioritäten zu setzen. Dekarbonisierung, nachhaltige Finanzierung, Ratings, Prüfungsvorbereitung und digitale Befähigung konkurrieren um die begrenzten Kapazitäten desselben Teams. Business Cases zu entwickeln, die der Prüfung durch die Finanzabteilung standhalten, und Initiativen realistisch auf den Geschäftszyklus des Konzerns abzustimmen, wird eine dauerhafte Balanceaufgabe sein.
Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?
Ein typischer Arbeitstag dürfte sich zwischen interner Abstimmung und analytischer Arbeit aufteilen. Am Vormittag könnte eine bereichsübergreifende ESG-Arbeitsgruppe zusammenkommen – etwa mit der Finanzabteilung zur Abstimmung von Daten für den BRSR-Berichtszyklus, mit dem Einkauf zur Einbindung von Lieferanten oder mit der Rechtsabteilung zur Formulierung von Offenlegungen. Anschließend könnte Zeit für die Prüfung von Emissionsdaten oder die Überarbeitung einer Einreichung bei EcoVadis oder CDP anstehen. Regelmäßige Dokumentenarbeit gehört ebenfalls dazu: Unterlagen für Vorstand und Geschäftsleitung, Richtlinienaktualisierungen und Nachweispakete für Prüfungen.
Zur Wochenmitte stehen häufig Projektbesprechungen an. Der Manager könnte mit dem Betrieb einen Business Case für erneuerbare Energien oder Energieeffizienz prüfen, die Annahmen mit der Finanzabteilung abgleichen und gemeinsam mit Treasury oder Bankpartnern nachhaltige Finanzierungsmöglichkeiten sondieren. Ad-hoc-Anfragen der Führungskräfte – etwa zu einem Peer-Benchmark, einer regulatorischen Änderung oder einem ESG-Fragebogen eines Kunden – kommen zusätzlich auf und erfordern schnelle, gut belegte Antworten.
Der Arbeitsalltag ist sehr abwechslungsreich. Vor Berichtsfristen liegt der Schwerpunkt stark auf Datenvalidierung sowie auf Schreib- und Überarbeitungsrunden. In anderen Phasen geht es eher um Strategie, Wesentlichkeitsanalysen, Coaching von Teammitgliedern und die Verbesserung von Dashboards und automatisierten Workflows. Gelegentliche Reisen zu Tochtergesellschaften oder Standorten sind ebenfalls denkbar.
Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Position?
Diese Position ist zentral in einer gruppenweiten Funktion angesiedelt und bietet dadurch unmittelbare Einblicke für Mitglieder der Geschäftsleitung und des Aufsichtsrats. Wer Berichtszyklen erfolgreich steuert, Bewertungen verbessert und tragfähige Sustainable-Finance-Strukturen etabliert, kann sich als überzeugende Nachfolge für eine Leitung ESG oder die Position des Chief Sustainability Officer empfehlen – bei Redington oder einem anderen Unternehmen.
Über den nächsten Karriereschritt hinaus bietet die Rolle vielseitig übertragbare Erfahrungen: mit Nachhaltigkeitsberichterstattung in mehreren Märkten, ESG-Ratings und Prüfungen, der finanziellen Modellierung von Nachhaltigkeitsinvestitionen sowie der funktionsübergreifenden Leitung von Programmen. Genau solche Qualifikationen suchen multinationale Unternehmen und Finanzinstitute bei erfahrenen ESG-Fachkräften.
Der Auftrag zur digitalen Weiterentwicklung eröffnet zusätzliche, oft unterschätzte Entwicklungsmöglichkeiten. Wer ESG-Datenplattformen, Power-BI-Dashboards und den verantwortungsvollen Einsatz KI-gestützter Analysen wirklich beherrscht, verfügt über ein seltenes Profil an der Schnittstelle von Technik, Finanzen und Strategie. Das eröffnet auch Wechselmöglichkeiten in Sustainable Finance, Risikomanagement oder die Leitung von ESG-Technologiebereichen.
Wichtige Stakeholder, mit denen Sie zusammenarbeiten
Intern dürfte die Führungskraft am engsten mit den Teams für Finanzen, Recht und Sekretariat zusammenarbeiten. Sie verantworten die Zahlen und Offenlegungspflichten für BRSR und die Geschäftsberichterstattung. Hinzu kommen Einkauf und Lieferkette, deren Lieferantendaten für Scope 3 und Aussagen zur verantwortungsvollen Beschaffung entscheidend sind. HR und Betrieb sind für soziale Kennzahlen und Effizienzprojekte an den Standorten wichtig; IT und Kommunikation unterstützen jeweils die Datenplattformen und die externe Kommunikation.
Regelmäßige Gespräche sind auch mit der Geschäftsleitung und gelegentlich dem Aufsichtsrat zu erwarten. Die Position verantwortet ausdrücklich Unterlagen für Führungsebene und Aufsichtsrat – klare Präsentationen und die Fähigkeit, Annahmen überzeugend zu begründen, sind daher unerlässlich. Auch die Verantwortlichen der Tochtergesellschaften und Geschäftsbereiche in den mehr als 40 Märkten von Redington sind wichtige Ansprechpartner, denn sie setzen die Gruppenprioritäten vor Ort um.
Zu den externen Stakeholdern gehören Banken und Finanzinstitute im Zusammenhang mit Sustainable-Finance-Strukturen, ESG-Ratingagenturen wie EcoVadis und CDP, Prüfungsdienstleister sowie Organisationen, deren Rahmenwerke die Berichterstattung prägen. Auch Markenpartner und wichtige Kunden können ESG-Fragebögen und Erwartungen einbringen. Damit wird die Führungskraft zu einer wichtigen Ansprechperson für die Nachhaltigkeitsbilanz der gesamten Gruppe.
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