Diese Position verbindet zwei Aufgabenbereiche, die bei PRODINGER zusammengeführt werden sollen: das Lieferantenmanagement und den Ausbau der Nachhaltigkeitsarbeit. Sie bewerten und klassifizieren Lieferanten, führen Audits und Reviews durch, verfolgen Verbesserungen und bauen parallel ESG-Kennzahlen und Berichte auf.
Das hat einen konkreten Bezug zum Geschäft: PRODINGER ist ein Vollsortimenter für Transportverpackungen mit über 8.000 Lagerartikeln. Der Einkauf dieser Waren prägt den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens. Wer die Lieferkette transparenter macht und Anforderungen an CO₂, Materialien und Zertifizierungen durchsetzt, bewirkt mehr als nur eine bessere Berichterstattung. Laut Anzeige wurde die Stelle neu konzipiert und bietet Gestaltungsspielraum – es gibt also kein fertiges System, das lediglich verwaltet werden muss.
Diese Position passt zu jemandem, der Lieferantenentwicklung und Nachhaltigkeit nicht als getrennte Disziplinen betrachtet, sondern Freude daran hat, ein Bewertungssystem von den Kennzahlen bis zum Audit selbst aufzubauen und dabei mit Einkauf, Qualität und Vertrieb zusammenzuarbeiten.
Job-FAQs
Was sind die wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten in dieser Position?
Die Rolle umfasst zwei eng miteinander verknüpfte Bereiche: das Lieferantenmanagement und den Ausbau der Nachhaltigkeits- und ESG-Aktivitäten. Im Mittelpunkt steht der Aufbau und die Weiterentwicklung eines professionellen Systems zur Lieferantenbewertung. Dazu werden die Lieferantenleistung in den Bereichen Qualität, Liefertreue, Service, Nachhaltigkeit und Prozessstabilität gemessen, Klassifizierungen abgeleitet und geeignete Strategien entwickelt.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die gezielte Weiterentwicklung der Lieferanten. Lieferantengespräche, Reviews und Audits werden geplant, durchgeführt und begleitet. Zudem werden Korrektur- und Verbesserungsmaßnahmen angestoßen und auf ihre Wirksamkeit überprüft. Lieferantenentwicklungsprogramme sollen Qualität, Leistung und Zusammenarbeit verbessern. Außerdem stellt die Rolle sicher, dass Compliance-, Nachhaltigkeits- und ESG-Anforderungen entlang der Lieferkette eingehalten werden.
Langfristig geht es um die ESG-Strategie des Unternehmens: um die Festlegung von Zielen und KPIs, Governance-Strukturen, Daten zu CO₂-Emissionen, Materialien und Zertifizierungen sowie aussagekräftige Berichte für Management und Fachbereiche. Hinzu kommen die Zusammenarbeit mit Einkauf, Vertrieb und Lieferanten an nachhaltigen Produkt- und Verpackungslösungen, die Unterstützung bei Kundenanfragen zur Transparenz der Lieferkette sowie die Entwicklung von Standards und Schulungskonzepten. Auch die Digitalisierung der Lieferantenprozesse gehört zum Aufgabenbereich.
Welche wichtigen Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten bietet diese Position?
Die Position vereint zwei Bereiche, die selten in einer Funktion zusammenkommen: Lieferantenmanagement und Nachhaltigkeit. Sie lernen, wie ein Lieferantenbewertungssystem von der Definition der Kennzahlen bis hin zur Klassifizierung und den daraus abgeleiteten Maßnahmen aufgebaut wird. Dazu gehört, Leistung in den Bereichen Qualität, Liefertreue, Service und Prozessstabilität zu messen und die Ergebnisse in Lieferantengesprächen und Audits zu vertreten.
Im Bereich Nachhaltigkeit geht es um den Aufbau einer ESG-Strategie mit Zielen, KPIs und Governance-Strukturen sowie um Datenstrukturen für CO₂-Emissionen, Materialien und Zertifizierungen. Sie lernen regulatorische Anforderungen entlang der Lieferkette kennen und erfahren, wie daraus Berichte für Management und Fachbereiche erstellt werden. So sammeln Sie praktische Erfahrung in der ESG-Berichterstattung – einer gefragten Kompetenz.
Zudem gewinnen Sie Einblicke über den eigenen Funktionsbereich hinaus: in die Zusammenarbeit mit Einkauf, Qualitätsmanagement, Logistik und Vertrieb sowie in die Entwicklung nachhaltiger Verpackungslösungen. Als Verpackungsgroßhändler mit mehr als 8.000 Lagerartikeln bietet PRODINGER ein breites Lernfeld – von Folien und Kartonagen bis hin zu Lebensmittelverpackungen. Auch die Digitalisierung von Lieferantenprozessen gehört zur Aufgabe und stärkt Ihre Prozesskompetenz.
Wie sieht das ideale Profil aus (Erfahrung und Kompetenzen)?
Gesucht wird ein Profil, das Lieferantenmanagement und Nachhaltigkeit zusammen denkt. Formal wird eine abgeschlossene kaufmännische oder technische Ausbildung genannt, idealerweise mit Weiterbildung oder Studium in Einkauf, Supply Chain Management, Qualitätsmanagement, Nachhaltigkeitsmanagement oder Betriebswirtschaft. Wichtiger als der Abschluss ist die Berufserfahrung im Lieferantenmanagement, Einkauf, Qualitätsmanagement oder Nachhaltigkeitsmanagement.
Auf der fachlichen Seite zählen analytisches Denken, eine strukturierte und datenbasierte Arbeitsweise sowie Erfahrung mit Kennzahlen, ERP-Systemen und MS Excel. Wer schon Lieferantenbewertungen, Klassifizierungen oder Audits verantwortet hat, bringt die passende Grundlage mit. Kenntnisse im Umfeld von Verpackungen, Beschaffungsmärkten, Großhandel oder Lieferkettenmanagement sind ein Vorteil, aber nicht zwingend.
Auf der persönlichen Seite fallen drei Anforderungen auf: Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsvermögen gegenüber Lieferanten, Freude daran, neue Strukturen und Prozesse aufzubauen, und Kommunikationsstärke gegenüber sehr unterschiedlichen Partnern. Wer ESG- oder Nachhaltigkeitsregulatorik entlang der Lieferkette schon bearbeitet hat, kann das Interesse daran direkt belegen, das die Stellenanzeige ausdrücklich voraussetzt.
Tipps, um sich von anderen Bewerbern abzuheben und erfolgreich zu bewerben
Das Profil fragt eine Doppelkompetenz ab: Lieferantenmanagement und Nachhaltigkeit. In der Bewerbung sollten Sie genau diese Schnittmenge belegen, etwa durch ein Lieferantenbewertungssystem, das Sie aufgebaut oder weiterentwickelt haben, und parallel durch ein ESG- oder CO₂-Datenprojekt, das Sie verantwortet haben. Beide Themen im Lebenslauf sichtbar zu machen, unterscheidet Sie von Bewerbern, die nur den Einkauf oder nur die Nachhaltigkeit abdecken.
Arbeiten Sie mit konkreten Zahlen: Wie viele Lieferanten haben Sie bewertet? Welche Kennzahlen eingeführt, welche Audits durchgeführt und welche Verbesserungen messbar erzielt? PRODINGER sucht jemanden, der neue Strukturen aufbaut. Der Nachweis, dass Sie das bereits getan haben, zählt daher mehr als ein langer Titel.
Bereiten Sie sich im Gespräch auf typische Fragen aus der Verpackungsbranche vor: Wie lässt sich der Nachhaltigkeitsbeitrag eines Lieferanten bewerten? Wie gehen Sie mit Lieferanten um, die keine ESG-Daten bereitstellen können? Welche Vorschriften sind relevant? Zeigen Sie außerdem Interesse am Großhandel und an Beschaffungsmärkten, denn das Unternehmen nennt Branchenkenntnisse ausdrücklich als Vorteil.
Auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit im Unternehmen dürfte sich diese Stelle konzentrieren?
Der Nachhaltigkeitsanteil dieser Stelle liegt fast vollständig in der Lieferkette. Im Mittelpunkt stehen die Lieferanten und die Frage, wie sich ihre Nachhaltigkeitsleistung messen, klassifizieren und verbessern lässt. Dazu gehört die Überwachung von Compliance-, Nachhaltigkeits- und ESG-Anforderungen, die in der Anzeige ausdrücklich als Aufgabe genannt wird. Ein klarer Schwerpunkt liegt außerdem auf regulatorischen Anforderungen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Lieferkette und Compliance.
Bei den Daten geht es um den Aufbau und die Pflege von ESG-Datenstrukturen, etwa zu CO₂-Emissionen, Materialien, Zertifizierungen und weiteren Nachhaltigkeitskennzahlen. Diese Daten bilden die Grundlage für Kennzahlenauswertungen und Berichte für Management und Fachbereiche. Sie sind die operative Basis für eine spätere Nachhaltigkeitsberichterstattung – und damit der Bereich, in dem das Unternehmen am unmittelbarsten von dieser Stelle profitiert.
Ein zweiter Schwerpunkt betrifft das Produkt selbst. Gemeinsam mit Einkauf, Vertrieb und Lieferanten entwickelt die Rolle nachhaltige Produkt- und Verpackungslösungen. Da PRODINGER ein Vollsortimenter für Transportverpackungen ist und nach eigenen Angaben nachhaltige Verpackungen zum Angebot zählen, berührt diese Aufgabe unmittelbar das Kerngeschäft. Die Stelle kann damit sowohl ESG-Standards im Einkauf als auch die Nachhaltigkeitsanforderungen der Kunden bedienen.
Vor welchen zentralen Herausforderungen könnte jemand in dieser Position stehen?
Die größte Herausforderung dürfte darin bestehen, Strukturen erst aufzubauen. Die Anzeige betont wiederholt Aufgaben wie Aufbau, Weiterentwicklung und Gestaltung. Das deutet darauf hin, dass es noch kein fertiges Lieferantenbewertungssystem und keine etablierte ESG-Datenstruktur gibt. Wer aus einer Organisation kommt, in der diese Prozesse bereits laufen, muss sich auf Pionierarbeit mit vielen offenen Fragen einstellen.
Die zweite Herausforderung ist die Datenlage. Lieferanten stellen ESG-Informationen oft unvollständig, in unterschiedlichen Formaten und mit Verzögerung bereit. Eine belastbare CO₂- und Nachhaltigkeitsberichterstattung setzt voraus, dass die Lieferanten mitziehen – und genau dabei kann es zu Reibungen kommen. Verhandlungsgeschick und Geduld sind hier stärker gefragt als reine Analysefähigkeit.
Drittens gilt es, zwei unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen: Qualitätsdenken im Einkauf und Nachhaltigkeitsdenken im ESG-Bereich folgen unterschiedlichen Zeitlogiken und Erfolgskriterien. Die Rolle muss beiden gerecht werden und gegenüber Management, Fachbereichen und Kunden konsistent argumentieren. Bei Kundenanfragen zur Transparenz der Lieferkette trägt die Position außerdem Verantwortung nach außen, sodass Fehler schnell sichtbar werden.
Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?
Ein großer Teil des Arbeitstags dürfte am Bildschirm stattfinden: Kennzahlen zur Lieferantenleistung pflegen, ESG-Daten prüfen, Auswertungen für Berichte erstellen und die Datenqualität hinterfragen. Als Werkzeuge nennt die Anzeige ERP-Systeme und Excel. Dazu kommen Abstimmungen mit Einkauf und Qualitätsmanagement, um Bewertungen, Klassifizierungen und Maßnahmen zu koordinieren.
Regelmäßig stehen Gespräche mit Lieferanten, Reviews oder Audits an – je nach Phase vor Ort oder remote. Dabei werden Leistungen besprochen, Abweichungen geklärt und Verbesserungsmaßnahmen vereinbart. Anschließend gilt es, die Umsetzung nachzuverfolgen: Wer liefert was bis wann, und zeigt die Maßnahme tatsächlich Wirkung? Parallel müssen Anfragen aus dem Vertrieb oder direkt von Kunden zu Nachhaltigkeit, ESG und Transparenz der Lieferkette beantwortet werden.
Da die Anzeige den Aufbau von Strukturen und Prozessen betont, gehören auch konzeptionelle Aufgaben dazu: Standards, Leitfäden oder Schulungskonzepte für Fachbereiche entwickeln und Nachhaltigkeitsinitiativen gemeinsam mit internen Teams und Lieferanten vorantreiben. Der Alltag dürfte von einer Mischung aus Analyse, Kommunikation und Aufbauarbeit geprägt sein, mit Schwankungen je nach Audit- und Berichtszeitplan.
Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Position?
Die Position wird als Schlüsselrolle mit hoher strategischer Bedeutung beschrieben. Das deutet auf einen Bereich hin, der im Unternehmen noch nicht vollständig aufgebaut ist. Wer die Lieferantenbewertung und ESG-Datenstrukturen von Grund auf etabliert, prägt die Standards, nach denen später alle arbeiten. Solche Aufbauleistungen eröffnen erfahrungsgemäß besonders sichtbare Karrierewege, zumal die Ergebnisse direkt an die Geschäftsführung berichtet werden.
Fachlich kann sich die Rolle in zwei Richtungen entwickeln: hin zu mehr Verantwortung im Lieferanten- und Qualitätsmanagement oder zu einer stärkeren Spezialisierung auf Nachhaltigkeits- und ESG-Management. Bei einem Großhändler mit internationalen Lieferanten bieten sich beide Wege an, etwa in eine erweiterte Einkaufsleitung oder in eine eigenständige Nachhaltigkeitsfunktion.
Das Unternehmen nennt Weiterbildungsangebote, Schulungen und Coachings sowie Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Gruppe. Bei mehreren Standorten und über 500 Mitarbeitenden sind auch Wechsel in Einkauf, Logistik oder Vertrieb denkbar – vorausgesetzt, Sie bauen von dieser Rolle aus ein internes Netzwerk auf.
Wichtige Ansprechpartner, mit denen Sie in dieser Position zusammenarbeiten
Intern sind Einkauf und Qualitätsmanagement die engsten Partner, da die Lieferantenbewertung beide Bereiche berührt. Hinzu kommen Logistik, Vertrieb und weitere Fachbereiche, mit denen Nachhaltigkeitsinitiativen und nachhaltige Verpackungslösungen abgestimmt werden. Das Management erhält die von dieser Rolle erstellten Kennzahlen und Berichte und ist damit regelmäßig sowohl Adressat als auch Gesprächspartner.
Extern stehen nationale und internationale Lieferanten im Mittelpunkt. Der Austausch reicht von Gesprächen und Reviews über Audits bis hin zur Nachverfolgung von Korrektur- und Verbesserungsmaßnahmen. Dabei geht es sowohl um Steuerung als auch um Partnerschaft: Anforderungen müssen durchgesetzt werden, gleichzeitig sollen die Lieferanten gemeinsam mit PRODINGER nachhaltiger werden.
Hinzu kommen Kunden mit Fragen zu Nachhaltigkeit, ESG und Lieferkettentransparenz, für die die Rolle Antworten vorbereitet. Je nach Organisation können auch Zertifizierungsstellen, Auditdienstleister oder Nachhaltigkeitsnetzwerke beteiligt sein. Die Position bildet damit eine Schnittstelle zwischen Einkauf, Vertrieb und Lieferkette.
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