Die Stelle ist im ESG-Team für Umwelt und Klimawandel der Gruppo Florence angesiedelt. Die italienische Plattform entwickelt und produziert Prêt-à-porter-, Lederwaren- und Schuhkollektionen für Luxusmarken. Im Arbeitsalltag verantwortet die Fachkraft die Dekarbonisierungsarbeit des Konzerns: Sie erfasst Prozesse, identifiziert Hebel zur Emissionsminderung, steuert die Validierung der SBTi-Ziele und unterstützt die Standorte bei der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen. Hinzu kommen Projekte zur Kreislaufwirtschaft, die Optimierung von Ausschuss und Recycling, die Einhaltung der Abfallvorschriften an den Standorten sowie die Unterstützung von Markenkunden bei eigenen Anliegen zu CO₂-Bilanz und Kreislaufwirtschaft.
Die Arbeit ist vor allem operativ ausgerichtet. In der Textil- und Luxusproduktion fallen Energiebedarf und Materialabfälle an; diese Stelle überführt die Klimaziele des Konzerns in konkrete Maßnahmen an den Standorten. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit technischen Ansprechpersonen, externen Beratungen und dem Arbeitsschutz, damit sich Energieanlagen und Abfallsysteme tatsächlich verändern – statt nur darüber zu berichten.
Die Stelle passt zu einer Person mit drei bis fünf Jahren Berufserfahrung in den Bereichen ökologische Nachhaltigkeit, Energiemanagement oder Kreislaufwirtschaft. Sie sollte mit den italienischen Abfallvorschriften vertraut sein, sehr gut Englisch sprechen und Projekte über mehrere Produktionsstandorte hinweg koordinieren können, ohne die Menschen aus dem Blick zu verlieren, die die Maßnahmen im Alltag umsetzen.
Job-FAQs
Was sind die wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten in dieser Position?
Als Climate Change Specialist verantworten Sie das Dekarbonisierungsprogramm der Gruppe. Dazu analysieren Sie Prozesse, identifizieren Hebel zur Emissionssenkung und arbeiten mit externen Beratern an einer Gap-Analyse im Hinblick auf die von der SBTi validierten Energieziele. Sie betreuen das SBTi-Portal und erfüllen dessen Anforderungen. Außerdem sind Sie die technische Ansprechperson für Kontakte und Techniker an den Standorten, wenn Energieanlagen geplant und gebaut werden, und setzen gemeinsam mit der Health-&-Safety-Abteilung Maßnahmen zur Energieeffizienz an den Unternehmensstandorten um.
Im Bereich Kreislaufwirtschaft recherchieren, entwickeln und realisieren Sie entsprechende Projekte. Dabei liegt der Schwerpunkt darauf, das Ausschussmanagement zu optimieren und das Recyclingpotenzial zu erhöhen. Gemeinsam mit Lieferanten, Kunden und Partnern suchen Sie nach innovativen Möglichkeiten zur Materialverwertung. Auch das Abfallmanagement gehört zu Ihren Kernaufgaben: Sie koordinieren die regulatorischen Pflichten und treiben Verbesserungen an den einzelnen Standorten voran.
Zudem unterstützen Sie die Kunden der Gruppe – Luxusmarken – bei speziellen Projekten zu Kreislaufwirtschaft und CO₂-Bilanz. Insgesamt koordinieren und realisieren Sie Maßnahmen, die die Umweltbelastung verringern, die Nachhaltigkeitsleistung verbessern und sicherstellen, dass die Gruppe ihre gesetzlichen Pflichten sowie ihre Ziele für die Energiewende und Kreislaufwirtschaft erfüllt.
Welche wichtigen Lernmöglichkeiten bietet diese Stelle?
Sie arbeiten unmittelbar an einem Dekarbonisierungspfad im Rahmen der Science Based Targets initiative (SBTi) mit. Dazu gehören Gap-Analysen, die Validierung von Zielen und die Betreuung des SBTi-Portals. Das ist eine konkrete, auf dem Arbeitsmarkt gefragte Kompetenz, mit der viele Nachhaltigkeitsfachleute nur indirekt in Berührung kommen. Außerdem sammeln Sie praktische Erfahrung mit Energieeffizienzprojekten an Produktionsstandorten – von der Planung bis zur Umsetzung – und arbeiten dabei mit Standorttechnikern, externen Beratern und der Health-&-Safety-Abteilung zusammen.
Die Aufgaben zu Kreislaufwirtschaft und Abfall bieten praktische Einblicke in die Optimierung von Ausschuss, Recyclingwege und innovative Materialverwertung in Zusammenarbeit mit Lieferanten, Kunden und Partnern. Da Gruppo Florence Konfektion, Lederwaren und Schuhe herstellt, lernen Sie unterschiedliche Materialströme und Produktionsverfahren kennen. So entwickeln Sie ein breites Verständnis für textile Lieferketten und die Luxusgüterbranche.
Zudem bauen Sie Ihre Kompetenzen im Stakeholder-Management und in der Schulung weiter aus: Sie sind technische Ansprechperson für Kontakte an den Standorten und unterstützen Markenkunden bei eigenen Projekten zu Kreislaufwirtschaft und CO₂-Bilanz. Diese Kombination aus regulatorischer, technischer und zwischenmenschlicher Erfahrung bietet eine starke Grundlage für eine Karriere im industriellen Klimaschutz.
Wie sieht die ideale Kandidatin oder der ideale Kandidat aus (Erfahrung, Kompetenzen)?
Laut Stellenausschreibung benötigen Sie einen Abschluss in Umwelttechnik, Energietechnik, Umweltwissenschaften, Chemie oder Nachhaltigkeitsmanagement sowie drei bis fünf Jahre Berufserfahrung in den Bereichen ökologische Nachhaltigkeit, Energiemanagement oder Kreislaufwirtschaft. Spezialisierte Weiterbildungen, ein Masterabschluss oder Zertifizierungen in ökologischer Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft, Abfallmanagement, erneuerbaren Energien oder Umweltmanagementsystemen sind von Vorteil. Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift sind unerlässlich, da Sie mit externen Beratern und vermutlich auch internationalen Marken zusammenarbeiten.
Fachlich sollten Sie über fundierte Kenntnisse der italienischen Umweltgesetzgebung zu Abfallmanagement, Rückverfolgbarkeit und umweltrechtlichen Pflichten verfügen. Sie sollten mit Prozessen der Kreislaufwirtschaft vertraut sein und sicher mit Excel, Dokumentenmanagement-Tools und Systemen zur Überwachung von Umweltdaten umgehen. Außerdem sind Projektkoordination und die Fähigkeit gefragt, mit internen und externen Stakeholdern auf verschiedenen Ebenen zusammenzuarbeiten.
Persönlich zählen analytisches und organisatorisches Geschick, Problemlösungskompetenz, gute Kommunikations- und Teamfähigkeiten sowie eine proaktive Haltung gegenüber kontinuierlicher Verbesserung. Wichtig sind außerdem ein echtes Interesse an ESG-Themen und die Bereitschaft, Ansprechpartner an den Standorten zu schulen und zu unterstützen, denn ein Großteil der Umsetzung findet nicht in den Büros in Florenz oder Mailand statt.
Tipps, um sich von anderen Bewerbungen abzuheben und erfolgreich zu bewerben
Richten Sie Ihren Lebenslauf gezielt auf die Schnittstelle von Klimaschutz und Textilproduktion aus. Belegen Sie Ihre Erfolge mit Zahlen: etwa eingesparte Tonnen CO₂, Energieeinsparungen in kWh oder Euro, vermiedene Deponieabfälle oder erzielte Recyclingquoten. Gruppo Florence ist an zahlreichen Produktionsstandorten und für Luxusmarken tätig. Zeigen Sie daher, dass Sie Projekte standortübergreifend steuern und gleichzeitig mit Technikern vor Ort, externen Beratern, Markenkunden und Lieferanten zusammenarbeiten können.
Nennen Sie im Anschreiben ein oder zwei konkrete Ansatzpunkte, die Sie in einer Gruppe für Konfektion und Lederwaren zuerst prüfen würden – beispielsweise die thermische Effizienz von Veredelungsanlagen, die Elektrifizierung der Prozesswärme oder die Verwertung von Leder- und Stoffresten. Erwähnen Sie auch Erfahrungen mit der Validierung von SBTi-Zielen oder italienischen Abfallvorschriften, etwa dem Testo Unico Ambientale, Umweltregistern oder RENTRI, falls Ihnen das System bekannt ist. So zeigen Sie, dass Sie die Stellenausschreibung sorgfältig gelesen haben.
Bereiten Sie sich für das Vorstellungsgespräch darauf vor, ein Dekarbonisierungsprojekt vom Prozess-Mapping bis zur Umsetzung anschaulich zu erläutern. Überlegen Sie auch, wie Sie bei Arbeiten am Standort mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich Health & Safety und bei eigenen Kreislaufwirtschafts- oder CO₂-Projekten mit Markenkunden zusammenarbeiten würden. Da es sich um eine befristete Stelle handelt, sollten Sie außerdem Ihre Verfügbarkeit und Ihren Umgang mit befristeten Einsätzen klar darlegen.
Auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit im Unternehmen dürfte sich diese Stelle konzentrieren?
Die Stelle ist klar dem ESG-Team für Umwelt und Klimawandel zugeordnet. Der Schwerpunkt liegt somit auf Umweltthemen, insbesondere Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. Im Mittelpunkt steht der von der SBTi validierte Dekarbonisierungspfad. Sie arbeiten also an der Emissionsminderungsstrategie der Gruppe selbst und nicht an allgemeiner CSR-Kommunikation. Energieeffizienz an Produktionsstandorten ist dabei ein praktischer Ansatzpunkt; dazu können Prozessoptimierungen, Anlagenmodernisierungen und der Umstieg auf sauberere Energie gehören.
Der zweite große Schwerpunkt ist die Kreislaufwirtschaft. Die Gruppe produziert Konfektion, Lederwaren und Schuhe und verarbeitet daher vielfältige Materialien. Das Recycling von Leder, Stoffen und anderen Reststoffen bietet konkrete Möglichkeiten. Sie untersuchen, wie Abfälle zu Ressourcen werden können – ein Thema, das unmittelbar damit zusammenhängt, wie Luxusmodemarken ihre Umweltbilanz darstellen.
Im Bereich Governance geht es vor allem um die Einhaltung der italienischen Umweltgesetzgebung zu Abfallmanagement, Rückverfolgbarkeit und umweltrechtlichen Pflichten. Die soziale Komponente umfasst die Schulung und Unterstützung der Ansprechpartner an den Standorten. Damit wird interne Kompetenz aufgebaut, statt externe Sozialprogramme umzusetzen. Insgesamt ist der Fokus operativ und messbar: Emissionen senken, den Umgang mit Abfällen verbessern und Markenkunden dabei unterstützen, ihre eigenen Ziele für Kreislaufwirtschaft und CO₂-Bilanz zu erreichen.
Vor welchen Herausforderungen könnte jemand in dieser Position stehen?
Die größte Herausforderung dürfte die Umsetzung in einer Gruppe mit mehreren Standorten sein. Maßnahmen zur Dekarbonisierung und Energieeffizienz müssen gemeinsam mit externen Beratern geplant und gleichzeitig in Produktionsstätten umgesetzt werden, in denen der laufende Betrieb, Produktionstermine und technische Einschränkungen Vorrang haben. Ohne direkte Weisungsbefugnis gegenüber den Teams vor Ort wird es darauf ankommen, die Health-&-Safety-Abteilung und die Standorttechniker mit überzeugender Kommunikation, klarer Planung und Geduld einzubinden.
Auch das Abfallmanagement ist anspruchsvoll. Die italienischen Vorschriften zu Abfall, Rückverfolgbarkeit und Compliance sind detailliert und werden regelmäßig aktualisiert. Die Stelle koordiniert die entsprechenden Pflichten an verschiedenen Standorten. Geeignete Recyclingwege für gemischte Textil-, Leder- und Schuhreste zu finden, ist technisch schwierig: Die Vielfalt der Materialien und die vorhandene Recyclinginfrastruktur begrenzen, was tatsächlich verwertet werden kann.
Schließlich unterstützen Sie Luxusmarkenkunden bei eigenen Klima- und Kreislaufwirtschaftsprojekten. Unterschiedliche Methoden, Berichtsvorgaben und Zeitpläne erfordern den Umgang mit mehreren externen Erwartungen, während die internen Arbeiten an den Standorten planmäßig weiterlaufen müssen. Die Kombination aus Beratung, Compliance und operativer Umsetzung kann in einer befristeten Stelle zusätzlichen Druck erzeugen, innerhalb eines klar definierten Zeitraums sichtbare Ergebnisse zu erzielen.
Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?
Ein typischer Arbeitstag könnte mit einer internen Abstimmung im ESG-Team für Umwelt und Klimawandel beginnen. Dabei werden der Stand der Dekarbonisierungsmaßnahmen und die Prioritäten für die Woche besprochen. Anschließend könnten Sie gemeinsam mit einer technischen Ansprechperson am Standort oder einem externen Berater Energieverbrauchsdaten und Effizienzmaßnahmen prüfen und technische Annahmen, Kosten oder Zeitpläne für geplante Eingriffe abstimmen. Auch die Dokumentation für das SBTi-Portal oder die Gap-Analyse im Hinblick auf validierte Ziele kann einen Teil des Tages in Anspruch nehmen.
Themen rund um Abfall und Kreislaufwirtschaft unterbrechen die technische Arbeit regelmäßig. Vielleicht meldet sich ein Lieferant oder Entsorgungsunternehmen mit einem neuen Recyclingweg für Textil- oder Lederreste, oder ein Standort benötigt Unterstützung bei einer Compliance-Frage. Darüber hinaus könnten Sie Schulungsunterlagen oder eine Schulung für die Ansprechpartner an den Standorten vorbereiten, damit Abfallströme besser getrennt und nachverfolgt werden.
Die Arbeit mit Kunden fällt vermutlich unregelmäßig an, ist aber gut sichtbar. Wenn eine Luxusmarke ein Projekt zu Kreislaufwirtschaft oder CO₂-Bilanz anfragt, koordinieren Sie die Rückmeldung mit internen Teams und externen Partnern und nehmen möglicherweise an einem Kundengespräch teil. Der Arbeitsalltag variiert je nachdem, ob gerade die Planungsphase, die Umsetzung oder das Reporting im Vordergrund steht. Dienstreisen zu Produktionsstandorten sind ebenfalls denkbar.
Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Stelle?
Diese befristete Stelle bietet umfassende Einblicke in eine Luxusproduktionsplattform mit mehreren Standorten und in das ESG-Team für Umwelt und Klimawandel. Sie berichtet direkt an die zuständige Bereichsleitung. Die Mitarbeit an der SBTi-Validierung, Dekarbonisierungsprojekten, Abfallmanagement und Kreislaufwirtschaftsinitiativen an zahlreichen Produktionsstandorten vermittelt ein breites operatives Profil – eine wertvolle Grundlage für künftige Aufgaben in Industriekonzernen, Beratungen oder Nachhaltigkeitsteams von Marken.
Am sichtbarsten dürfte die Zusammenarbeit mit Luxusmarkenkunden an ihren individuellen Projekten zu Kreislaufwirtschaft und CO₂-Wirkung sein. Diese Einblicke können den Weg zu Nachhaltigkeitspositionen auf Kundenseite oder zu verantwortungsvolleren Klimarollen in der Mode- und Luxuslieferkette ebnen. Bei erfolgreichem Verlauf könnte aus dem Vertrag auch eine Festanstellung werden, falls der Konzern seinen Klimabereich weiter ausbaut. Das hängt jedoch von internen Entscheidungen ab und ist nicht garantiert.
Erfahrungen aus dieser Stelle – etwa mit den Anforderungen des SBTi-Portals, der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen vor Ort und der Einhaltung italienischer Abfallvorschriften – lassen sich gut übertragen. Das ist besonders relevant in einem Markt, in dem viele Textil- und Modeunternehmen bei der Festlegung von Klimazielen noch am Anfang stehen.
Mit welchen wichtigen Stakeholdern arbeiten Sie voraussichtlich zusammen?
Intern ist die wichtigste Ansprechperson die Bereichsleitung im ESG-Team für Umwelt und Klimawandel, an die diese Stelle berichtet und von der sie fachliche Orientierung erhält. Bei der Umsetzung von Energieeffizienz- und Dekarbonisierungsmaßnahmen an den Standorten arbeitet die Person eng mit dem Arbeitsschutz zusammen sowie mit Standortleitungen und technischen Ansprechpersonen in den Produktionsstätten. Da die Stelle ausdrücklich auch die Schulung und Unterstützung dieser Kontakte umfasst, ist die Zusammenarbeit sowohl fachlich als auch pädagogisch geprägt.
Extern arbeitet die Person mit Beratungen an der Erfassung von Dekarbonisierungspotenzialen, Gap-Analysen im Hinblick auf SBTi-Ziele und dem SBTi-Portal sowie an der Planung und dem Bau von Energieanlagen. Auch Lieferanten, Kunden und Partner spielen eine wichtige Rolle – insbesondere bei Kreislaufwirtschaftsprojekten und innovativen Verfahren zur Materialaufbereitung. Die Nähe zu Luxusmarkenkunden ist erheblich, denn die Stelle unterstützt sie bei speziellen Projekten zu Kreislaufwirtschaft und CO₂-Wirkung.
Zu den weiteren Stakeholdern zählen voraussichtlich Entsorgungsunternehmen und möglicherweise Umweltbehörden oder Auditoren, da die Stelle auch für die Einhaltung der Abfallvorschriften und die Rückverfolgbarkeit zuständig ist. Durch die vielfältigen Kontakte nimmt Kommunikation einen großen Teil des Arbeitstags ein: Prioritäten müssen abgestimmt und technische Informationen für unterschiedliche Zielgruppen verständlich aufbereitet werden.
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