In dieser Rolle verantworten Sie die Carbon-Strategie von Digital Realty für Frankreich und die erweiterte Region Europe Med. Sie übersetzen die Klimaziele der Unternehmensgruppe in konkrete operative Fahrpläne und setzen diese anschließend in reale Projekte um: von Dekarbonisierungsinitiativen und Projekten zur Wärmerückgewinnung bis hin zu den Business Cases, die Investitionen ermöglichen.
Rechenzentren sind naturgemäß energieintensiv – deshalb sind die Auswirkungen dieser Arbeit besonders greifbar. Wärmerückgewinnung und die Reduktion der Scope-1- bis Scope-3-Emissionen in diesem Umfang betreffen lokale Stromnetze, Kommunen und die Gemeinden, in denen sich die Anlagen befinden. Hier ist die Infrastruktur selbst der entscheidende Hebel für mehr Nachhaltigkeit.
Diese Stelle passt zu Ihnen, wenn Sie rund zehn Jahre Erfahrung in den Bereichen CO₂ und Energie mitbringen, sich souverän zwischen Tabellen und Steuerungsgremien bewegen und Freude daran haben, technische Teams und externe Partner für Projekte zu gewinnen.
Job-FAQs
Was sind die wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten in dieser Position?
Die zentrale Aufgabe besteht darin, die konzernweite Klimastrategie von Digital Realty in konkrete operative Fahrpläne für Frankreich und die Teilregion Europe Med (Italien, Spanien, Griechenland, Portugal und Bulgarien) zu übersetzen und die Projekte voranzutreiben, die messbare CO₂-Einsparungen erzielen. Im Tagesgeschäft bedeutet das, Emissionen der Scopes 1, 2 und 3 zu erfassen und zu steuern, Machbarkeitsstudien durchzuführen, technisch-wirtschaftliche und klimabezogene Business Cases zu erstellen sowie Budgets, Zeitpläne, Risiken und KPIs für Dekarbonisierungs- und Wärmerückgewinnungsprojekte zu verantworten.
Neben der Projektumsetzung hat die Position eine ausgeprägte regulatorische und berichtsbezogene Dimension: die Einhaltung klimaschutz-, CO₂- und umweltbezogener Pflichten sicherzustellen und für eine korrekte Berichterstattung zu sorgen. Hinzu kommt ein klarer Gestaltungsauftrag: operative Teams zu Möglichkeiten der Emissionsminderung beraten, interne und externe Stakeholder für den Klimafahrplan gewinnen und Digital Realty in Fachkreisen sowie gegenüber Institutionen vertreten.
Langfristig geht es darum, erfolgreiche Ansätze zu skalieren: Erkenntnisse aus einem Land nutzbar zu machen und geeignete Lösungen in der gesamten Teilregion zu verbreiten. So wird der Weg zur CO₂-Reduktion zu einem wiederholbaren Betriebsmodell statt zu einer einmaligen Initiative.
Welche wichtigen Lernmöglichkeiten bietet diese Stelle?
Die Position bietet seltene Einblicke in die gesamte CO₂-Wertschöpfungskette einer infrastrukturintensiven Branche: fundierte CO₂-Bilanzierung für die Scopes 1 bis 3, Modellierung von Emissionspfaden und Entwicklung technisch-wirtschaftlicher Business Cases, die tatsächlich den Investitionsausschüssen vorgelegt werden. Nur wenige Stellen ermöglichen es Fachkräften im Nachhaltigkeitsbereich, ein Projekt von der Machbarkeitsstudie bis zur Inbetriebnahme einer Anlage zu begleiten.
Wärmerückgewinnung ist im Rechenzentrumsbereich ein besonders dynamisches Kompetenzfeld. Dazu gehören Fernwärmenetze, Kommunen und Netzbetreiber – entsprechend gefragt und auch branchenübergreifend einsetzbar ist dieses Wissen. Die Arbeit in sechs Ländern stärkt zudem die Kompetenzen im Management länderübergreifender Programme und den Umgang mit unterschiedlichen regulatorischen Rahmenbedingungen in Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland, Portugal und Bulgarien.
Mentoring dürfte zwar eher informell, aber durchaus substanziell sein: Die Position ist in einer Nachhaltigkeits- und CSR-Funktion angesiedelt und arbeitet mit den Bereichen Engineering, Betrieb und Finanzen zusammen. Dadurch erhält man Einblicke darin, wie ein weltweit tätiger, börsennotierter REIT Investitionsentscheidungen trifft und wie die ESG-Berichterstattung auf Konzernebene entsteht.
Wie sieht das ideale Kandidatenprofil aus (Erfahrung, Kompetenzen)?
Gesucht wird voraussichtlich eine Person mit rund zehn Jahren – möglicherweise auch zehn bis fünfzehn Jahren – Erfahrung im CO₂-, Energie- oder Dekarbonisierungsprojektmanagement. Voraussetzung ist ein Ingenieurabschluss oder ein technischer Master mit Schwerpunkt Energie oder CO₂. Eine Qualifikation als Chartered Engineer (oder der Weg dorthin) sowie IOSH Managing Safely würden das Profil stärken; in der Ausschreibung werden sie jedoch als wünschenswert und nicht als zwingend erforderlich genannt.
Fachlich sollte die Person versiert sein in CO₂-Bilanzierung, Emissionsminderungspfaden und technisch-wirtschaftlichen Business Cases und sich mit fortgeschrittener Datenanalyse und strategischer Planung wohlfühlen. Erfahrung in der Steuerung technisch anspruchsvoller Projekte mit zahlreichen Beteiligten ist unverzichtbar. Kenntnisse in der Wärmerückgewinnung wären angesichts des Rechenzentrumskontexts ein echter Vorteil.
Bei den persönlichen Kompetenzen braucht es jemanden, der strategisch denken und zugleich praktisch anpacken kann – Daten analysiert, Hindernisse aus dem Weg räumt und interne Teams wie externe Partner überzeugt. Verhandlungssichere Französisch- und Englischkenntnisse auf mindestens C1-Niveau sind zwingend; Kommunikationsstärke auf Führungsebene wird ausdrücklich geschätzt.
Tipps, um sich von anderen Bewerbungen abzuheben und erfolgreich zu bewerben
Richten Sie Ihren Lebenslauf an konkreten CO₂-Kennzahlen statt an Jobtiteln aus: Nennen Sie spezifische Einsparungen in den Scopes 1 bis 3, die Sie ermittelt oder erzielt haben, den Umfang der Projekte und die Investitionssummen, deren Freigabe Sie mitbegründet haben. Da die Position ausdrücklich Strategie und Umsetzung verbindet, sollte Ihre Bewerbung sowohl einen von Ihnen entwickelten Fahrplan als auch ein Projekt zeigen, das Sie persönlich bis zum Abschluss gesteuert haben.
Ein Beispiel aus der Wärmerückgewinnung – auch ein kleineres Projekt – dürfte im Rechenzentrumskontext von Digital Realty besonders gut ankommen, denn die Nutzung von Abwärme ist ein strategisches Thema. Wenn Sie länderübergreifend oder mit Kommunen und Netzbetreibern gearbeitet haben, sollten Sie das klar hervorheben: Zum Aufgabenbereich Europe Med gehört, Lösungen über Ländergrenzen hinweg zu übertragen.
Beziehen Sie sich im Anschreiben gezielt auf die Herausforderung, digitale Infrastruktur zu dekarbonisieren, statt allgemein von Klimaschutzambitionen zu sprechen. Zeigen Sie außerdem Ihre Französisch- und Englischkenntnisse in Ihrer Ausdrucksweise. Bereiten Sie sich im Gespräch darauf vor, einen von Anfang bis Ende entwickelten Business Case zu erläutern und zu schildern, wie Sie mit einer Person umgegangen sind, die einer Dekarbonisierungsinvestition skeptisch gegenüberstand. Überzeugungskraft und Pragmatismus sind Eigenschaften, die in dieser Ausschreibung gefragt sind.
Auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit im Unternehmen dürfte sich diese Position konzentrieren?
Die Position ist klar dem ökologischen Bereich zuzuordnen, wobei CO₂ das zentrale Thema bildet. Im Mittelpunkt steht voraussichtlich die Reduktion der Emissionen in den Scopes 1, 2 und 3. Das Kerngeschäft – der Betrieb von Rechenzentren – ist von Natur aus energieintensiv. Deshalb ist die Entwicklung der CO₂-Emissionen sowohl wesentlich als auch für die Reputation des Unternehmens bedeutsam.
Wärmerückgewinnung ist der herausragende Projektschwerpunkt: Abwärme aus den Anlagen wird nutzbar gemacht und in Fernwärme- oder lokale Netze eingespeist. Damit verknüpft Digital Realty seine Klimaziele mit den Gemeinden rund um die Standorte. Hier treffen ökologische und soziale Wirkung aufeinander, und Kommunen sowie Netzbetreiber werden zu wichtigen Partnern.
Auch Governance und Berichterstattung gehören dazu: die Einhaltung klimaschutz- und umweltbezogener Vorschriften, eine verlässliche Datenverwaltung und die Mitwirkung an der Berichterstattung auf Konzernebene. Die Position dürfte auch in die übergeordnete ESG-Kommunikation des Unternehmens gegenüber Investoren und Kunden einfließen, da Rechenzentrumskunden das CO₂-Profil ihrer Hosting-Anbieter zunehmend genau prüfen.
Vor welchen zentralen Herausforderungen könnte man in dieser Position stehen?
Der zentrale Zielkonflikt besteht zwischen Ambition und Machbarkeit: Die Nachfrage nach Rechenzentren wächst rasant. Dadurch steigen Energieverbrauch und Scope-3-Emissionen, während die Reduktionsziele immer anspruchsvoller werden. Das CO₂-Management muss hier Wachstum und Emissionen entkoppeln. Häufig gilt es deshalb, den Geschäftsbereichen zu vermitteln, dass Dekarbonisierungsprojekte keine optionalen Kosten, sondern strategische Investitionen sind.
Projekte zur Wärmerückgewinnung sind bekanntermaßen komplex. Sie hängen von Kommunen und Netzbetreibern ab und mitunter auch davon, ob Anwohnerinnen und Anwohner mitziehen. Die Zeitpläne entziehen sich dabei oft der Kontrolle des Unternehmens. Unter solchen Bedingungen tragfähige Business Cases zu entwickeln und Projekte durch Genehmigungsverfahren und technische Hürden zu steuern, erfordert Geduld und Überzeugungskraft.
Schließlich bedeutet der länderübergreifende Aufgabenbereich, sechs regulatorische Umfelder und unterschiedlich ausgeprägte lokale Voraussetzungen zu berücksichtigen und zugleich die Datenqualität für die Scope-3-Berichterstattung sicherzustellen. Konzernziele mit den Gegebenheiten vor Ort in Einklang zu bringen und Lösungen über Ländergrenzen hinweg zu übertragen, ohne lokale Besonderheiten aus dem Blick zu verlieren, ist eine wiederkehrende Herausforderung.
Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?
Ein typischer Arbeitstag könnte mit Daten beginnen: Emissions-Dashboards prüfen, Zahlen für die Berichterstattung validieren oder gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Finanzbereich einen Business Case überarbeiten. Am Vormittag könnte eine Besprechung zu einem Wärmerückgewinnungsprojekt mit den Bereichen Engineering und Recht sowie möglicherweise einer Kommune oder einem Netzbetreiber anstehen. Anschließend stimmen Sie sich mit den Teams in Italien, Spanien oder anderen Ländern der Teilregion ab.
Am Nachmittag wechseln sich die Zusammenarbeit mit Stakeholdern – etwa operative Teams zu Möglichkeiten der Emissionsminderung beraten, Updates für die Geschäftsleitung vorbereiten oder Digital Realty bei einer Branchenveranstaltung oder einem institutionellen Termin vertreten – und die praktische Lösungssuche ab, wenn ein Projekt auf technische oder regulatorische Hindernisse stößt. Der Arbeitsrhythmus hängt stark von der jeweiligen Projektphase ab: von analytischer Schreibtischarbeit während der Machbarkeitsstudie bis hin zu intensiver Koordination bei der Umsetzung.
Rechnen Sie mit häufigen länderübergreifenden Videokonferenzen und gelegentlichen Reisen zu Standorten in Europe Med. Der Mehrwert der Position liegt darin, Strategie, technische Umsetzung und lokale Gegebenheiten miteinander zu verbinden. Die Arbeit ist abwechslungsreich: Zwischen Berichtszyklen und Projektmeilensteinen gleicht kein Tag dem anderen.
Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Position?
Die Position ist innerhalb einer Funktion mit direkter Anbindung an den Bereich Nachhaltigkeit auf Konzernebene sehr sichtbar. Ihr geografischer Zuschnitt schafft zudem gute Voraussetzungen, künftig mehr Verantwortung für Klima- und CO₂-Themen auf regionaler oder globaler Ebene zu übernehmen. Erfolgreich umgesetzte länderübergreifende Dekarbonisierungsprojekte sind genau die Art von Erfahrung, die den Weg zu Positionen als Head of Climate oder in der regionalen Nachhaltigkeitsleitung ebnet.
Wärmerückgewinnung und die Dekarbonisierung von Rechenzentren sind branchenweit Wachstumsfelder. Die hier erworbenen Kenntnisse lassen sich daher auch bei anderen Infrastrukturunternehmen, REITs und Energieversorgern einsetzen. Innerhalb von Digital Realty könnten sich Möglichkeiten ergeben, vom Bereich Europe Med in eine globale Klimafunktion zu wechseln, sich stärker auf ESG-Berichterstattung und die Kommunikation gegenüber Investoren zu spezialisieren oder in die Strategie für die Energiebeschaffung zu wechseln.
Da die Position Schnittstellen zu Finanzen, Engineering, Betrieb und Außenbeziehungen umfasst, vermittelt sie einen seltenen, funktionsübergreifenden Blick auf Nachhaltigkeit. Das kann als Sprungbrett für einen Wechsel in die operative Führung oder für eine weitere Spezialisierung als ausgewiesene CO₂-Fachkraft dienen.
Mit welchen wichtigen Stakeholdern könnten Sie zusammenarbeiten?
Intern wird die Zusammenarbeit vor allem mit den Verantwortlichen für Nachhaltigkeit und CSR, den Engineering- und Betriebsteams, die für die Standards bei Planung und Betrieb von Rechenzentren zuständig sind, sowie mit Finanzkolleginnen und -kollegen stattfinden, die Business Cases kritisch prüfen. Die Teams in Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland, Portugal und Bulgarien sind wichtige Ansprechpartner vor Ort, denn die Lösungen müssen an lokale Gegebenheiten angepasst und dort vervielfältigt werden.
Auch das externe Stakeholder-Umfeld ist besonders vielfältig: Dazu gehören Kommunen und lokale Behörden für Projekte zur Wärmerückgewinnung, Betreiber von Fernwärme- und Stromnetzen, für die Einhaltung von Klima- und Umweltvorschriften zuständige Behörden sowie Branchen- und institutionelle Gremien, in denen die Stelleninhaberin oder der Stelleninhaber Digital Realty vertritt.
Indirekt gibt es wahrscheinlich auch Berührungspunkte mit Kunden und Investoren, da Rechenzentrumskunden und Anteilseigner die CO₂-Bilanz zunehmend kritisch prüfen. Der Erfolg in dieser Rolle hängt davon ab, Menschen zu mobilisieren, die nicht an Sie berichten – gefragt ist also ebenso viel Koalitionsbildung wie technisches Know-how.
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