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Senior Manager, Global Decarbonization & Climate Transition

Lonza • Frankreich • Added on Oct 19, 2026
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Sie verantworten die Klimastrategie für den Geschäftsbereich Capsules & Health Ingredients von Lonza. Dazu entwickeln Sie den Fahrplan zur Senkung der Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen und stellen sicher, dass das Unternehmen die Anforderungen der Science Based Targets initiative erfüllt. Aus einem Ziel machen Sie ein konkretes Programm: mit Plänen und Investitionskosten für die einzelnen Standorte sowie Reduktionsplänen für Lieferanten bei einer Scope-3-Basis von rund 4.000 Anbietern.

Im Mittelpunkt steht die CO₂-Bilanzierung. Sie legen fest, wie die CO₂-Fußabdruckdaten der Lieferanten geprüft und verifiziert werden, und bringen diese Zahlen anschließend in die jährliche Berichterstattung, in Ratings und in Einkaufsentscheidungen ein. So können Sie Scope-3-Ausgaben zu einem wirksamen Hebel für den Klimaschutz machen, statt sie nur am Rande eines Nachhaltigkeitsberichts zu erwähnen.

Die Position passt zu Ihnen, wenn Sie bereits einen Dekarbonisierungsfahrplan entwickelt und umgesetzt haben, sich mit LCA und CO₂-Datenmodellen auskennen und Einkaufs- sowie Standortleitungen auf gemeinsame Ziele verpflichten können, ohne dabei den menschlichen Faktor aus dem Blick zu verlieren.

Job-FAQs

Was sind die wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten in dieser Position?

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung und Umsetzung der Dekarbonisierungs- und Klimastrategie von Capsugel im Einklang mit den aktualisierten Anforderungen der SBTi. Konkret geht es darum, eine unternehmensweite Roadmap für Capsugel zu erarbeiten, die die Pläne der regionalen Standorte samt den damit verbundenen Kosten zu einem gemeinsamen Zielpfad für Scope-1- und Scope-2-Emissionen zusammenführt. Entlang der Wertschöpfungskette verantwortet die Position Dekarbonisierungspläne für rund 4.000 Lieferanten mit einem jährlichen Einkaufsvolumen von 500 Millionen – hier liegt der Schwerpunkt der Scope-3-Arbeit. Zum Tagesgeschäft gehören die Entwicklung einer Governance-Struktur für das Klimaprogramm, die Schulung der Einkaufsmitarbeitenden in der Zusammenarbeit mit Lieferanten sowie die Erstellung von Scope-3-Daten für externe Berichte, Ratingagenturen und den integrierten Bericht. Außerdem legt die Position die Sorgfaltsprüfungen und Verifizierungsschritte für die CO₂-Bilanzdaten der Lieferanten fest und prüft die eingehenden Daten auf Qualität und Konsistenz. Langfristig geht es darum, die SBTi-Roadmap angesichts sich weiterentwickelnder Anforderungen aktuell zu halten, Scope-3-Aspekte direkt in die Einkaufsprozesse zu integrieren und Lonza in externen Branchenverbänden zum Thema Dekarbonisierung von Lieferanten zu vertreten.

Wichtige Lernmöglichkeiten in dieser Position

Eine zentrale Lernmöglichkeit ist die intensive Beschäftigung mit der SBTi-Methodik und der Aktualisierung des Corporate Standards 2025, da die Roadmap an die Weiterentwicklung dieses Rahmens angepasst werden muss. Die Zusammenarbeit mit 4.000 Lieferanten und einem umfangreichen Einkaufsvolumen bietet praktische Erfahrung in der Dekarbonisierung von Lieferanten in großem Maßstab – von der Datenerhebung und Qualitätsbewertung bis hin zur Verifizierung. Diese Kompetenzen sind auf dem Arbeitsmarkt noch selten. Darüber hinaus baut die Position Fachwissen in den Bereichen Ökobilanzierung (LCA) und Modellierung von CO₂-Daten auf und vermittelt, wie sich technische Emissionsdaten in berichtsfähige Informationen für Ratingagenturen und den Jahresbericht überführen lassen. Die Abstimmung mit regionalen EHS- und Standortteams schafft Einblick in operative Dekarbonisierungshebel und Investitionsplanung – Bereiche, die in einer rein unternehmensweiten Nachhaltigkeitsposition möglicherweise weniger präsent sind. Auch die externe Arbeit bietet Lernpotenzial: Als Vertretung von Lonza in Branchenverbänden erhalten Sie Einblicke, wie andere Unternehmen die Zusammenarbeit mit Lieferanten angehen – eine wertvolle Grundlage für kontinuierliches Benchmarking.

Wie sieht das ideale Profil aus (Erfahrung und Kompetenzen)?

Lonza setzt einen Masterabschluss in Materialwissenschaften, Chemie, Umweltwissenschaften oder einem verwandten technischen Fachgebiet voraus. Ein MBA oder eine vergleichbare Berufserfahrung sind von Vorteil. Neben den formalen Qualifikationen benötigen Bewerberinnen und Bewerber nachweisliche Erfahrung darin, Dekarbonisierungs-Roadmaps eigenständig zu definieren und umzusetzen – nicht nur daran mitzuwirken – sowie ausgeprägte Projektmanagementkompetenzen und fundierte Kenntnisse in Datenmodellierung und LCA. Sehr gute Englischkenntnisse sind erforderlich, Französisch ist ein Plus. Das ist für die Position am Standort Colmar relevant, da die Zusammenarbeit mit lokalen Standortteams und französischsprachigen Lieferanten dazugehört. Vertrautheit mit Einkaufsprozessen ist ebenfalls hilfreich, denn ein wichtiger Teil der Aufgabe besteht darin, Einkäuferinnen und Einkäufer dazu zu bewegen, CO₂-Kriterien in Beschaffungsentscheidungen einzubeziehen. Entscheidend dürften außerdem die Fähigkeit sein, unterschiedliche Stakeholder zu überzeugen, und die nötige Ausdauer, um die Datenqualität bei einer großen Zahl von Lieferanten sicherzustellen. In dieser Position kommt es stark darauf an, andere zum Handeln zu bewegen, statt alles selbst zu erledigen.

Tipps, um sich von anderen Bewerbungen abzuheben und erfolgreich zu bewerben

Da der Schwerpunkt der Position ausdrücklich auf Scope 3 und der Zusammenarbeit mit Lieferanten liegt, sollten Sie Ihren Lebenslauf mit messbaren Dekarbonisierungserfolgen beginnen: Mit wie vielen Lieferanten haben Sie zusammengearbeitet? Welche Emissionsminderungen haben Sie erzielt? Welches Verifizierungsverfahren haben Sie eingesetzt? Lonza nennt die Ausrichtung an der SBTi ausdrücklich. Zeigen Sie daher, dass Sie mit der Festlegung wissenschaftsbasierter Ziele und der Aktualisierung 2025 vertraut sind, statt pauschal auf Klimaneutralität zu verweisen. Belegen Sie Ihre Kenntnisse in LCA und Datenmodellierung anhand eines konkreten Beispiels: Beschreiben Sie ein von Ihnen erstelltes oder qualitätsgeprüftes CO₂-Modell und erläutern Sie, wie Sie mit uneinheitlichen Lieferantendaten umgegangen sind. Gehen Sie im Anschreiben gezielt auf den Geschäftsbereich Capsules & Health Ingredients ein und zeigen Sie, dass Sie verstehen, wie stark Pharma- und Nutraceutical-Kunden für ihre eigene Scope-3-Berichterstattung auf die Daten von Lonza angewiesen sind. Im Vorstellungsgespräch sollten Sie mit Fragen dazu rechnen, wie Sie ein Programm über Regionen mit unterschiedlichem Reifegrad hinweg steuern würden. Seien Sie außerdem darauf vorbereitet, den Zielkonflikt zwischen Datenqualität und dem Aufwand für Lieferanten zu erörtern. Wenn Sie Französisch sprechen, erwähnen Sie das angesichts des Standorts Colmar unbedingt.

Auf welche Nachhaltigkeitsthemen des Unternehmens konzentriert sich diese Position voraussichtlich?

Die Position ist klar auf das Thema Klima ausgerichtet; den Rahmen bildet die SBTi. Im operativen Bereich geht es darum, die Scope-1- und Scope-2-Emissionen an den Produktionsstandorten zu senken. Strategisch liegt der größere Schwerpunkt auf Scope 3, denn bei einem Auftragsentwicklungs- und -herstellungsunternehmen (CDMO) wie Lonza entfallen die meisten Emissionen auf eingekaufte Waren und Dienstleistungen. Im Zentrum steht die Dekarbonisierung der Lieferanten – eng verknüpft mit Beschaffung und Einkaufsstrategie. Neben dem Klimaschutz nennt die Stellenausschreibung die Verringerung des Wasserverbrauchs entlang der Lieferkette. Damit stehen auch Ressourcenschonung und Emissionen auf der Agenda. Darüber hinaus unterstützt die Position Governance und Berichterstattung: Sie liefert Scope-3-Daten für Ratingagenturen, den integrierten Bericht und den Abschnitt zur Verantwortung in der Lieferkette im jährlichen Nachhaltigkeitsbericht. Auch klimabezogene gesetzliche Vorgaben und Kundenanforderungen spielen eine Rolle, da Pharmakunden von ihren Lieferanten zunehmend Emissionsdaten verlangen.

Vor welchen Herausforderungen könnte jemand in dieser Position stehen?

Die Größe des Lieferantenstamms ist die erste Herausforderung: Tausende Lieferanten einzubinden – viele davon kleine Unternehmen oder solche ohne ausgereifte Berichtssysteme – und verwertbare CO₂-Daten von ihnen zu erhalten, ist ein langwieriger und uneinheitlicher Prozess. Die Position muss ein Governance-Modell entwickeln, das die Einkaufsverantwortlichen einbindet, ohne das Programm zu einer reinen Bürokratieübung zu machen. Die zweite Herausforderung sind Datenqualität und Verifizierung. Sorgfaltsprüfungen für die CO₂-Bilanzen der Lieferanten erfordern, Widersprüche und Lücken zu klären und zugleich die Fristen für die externe Berichterstattung einzuhalten. Das Spannungsfeld zwischen Genauigkeit und Termintreue dürfte zum Alltag gehören. Eine dritte Herausforderung ist die interne Abstimmung: Regionale Standort-Roadmaps einschließlich ihrer Investitionsauswirkungen zu einem globalen Zielpfad zusammenzuführen, erfordert, Prioritäten zwischen Standorten mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen auszuhandeln und die Roadmap bei Änderungen der SBTi-Anforderungen aktuell zu halten.

Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?

Ein typischer Arbeitstag verbindet Datenarbeit mit viel Austausch. Am Vormittag prüfen Sie möglicherweise die CO₂-Daten von Lieferanten auf Unstimmigkeiten und klären offene Fragen oder aktualisieren den Scope-3-Datensatz, der in die Berichterstattung einfließt. Regelmäßige Meetings mit den Einkaufsteams dienen dazu, den Fortschritt bei den jährlichen Zielen zur Einbindung von Lieferanten zu überprüfen und Fälle zu lösen, in denen Lieferanten nicht reagieren. Auch die Abstimmung mit den Standorten nimmt Zeit in Anspruch: Regionale Fahrpläne müssen in den globalen SBTi-Pfad integriert werden. Dazu gehören Gespräche über Emissionsminderungshebel und den erforderlichen Kapitaleinsatz. Rund um die Berichtszyklen verlagert sich der Schwerpunkt auf das Zusammenstellen und Korrekturlesen von Daten für den Jahresbericht, Antworten auf Ratinganfragen und Präsentationen für das Management. Der Arbeitsalltag ist abwechslungsreich: Treffen mit externen Branchenverbänden und der Vergleich digitaler Berichtstools sorgen für Abwechslung. Neue regulatorische Entwicklungen können den Fokus außerdem auf Compliance-Fragen lenken.

Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Position?

Die Position ist in einer großen Organisation global ausgerichtet und bietet dadurch hohe Sichtbarkeit. Ein Lieferantendekarbonisierungsprogramm dieser Größenordnung erfolgreich zu leiten, wäre ein aussagekräftiger Qualifikationsnachweis. Gleichzeitig wächst der Bereich der Klimatransformation, da die Offenlegungspflichten strenger werden. Ein möglicher nächster Schritt wäre eine umfassendere Führungsrolle im Bereich Unternehmensnachhaltigkeit – bei Lonza oder einem anderen Unternehmen. Auch eine fachliche Vertiefung ist möglich: Wer sich intern als maßgebliche Ansprechperson für die SBTi-Methodik, die Scope-3-Bilanzierung und die LCA-Modellierung etabliert, erwirbt eine branchenübergreifend gefragte Spezialisierung. Der Austausch mit externen Branchenverbänden erweitert zudem das Netzwerk und kann spätere berufliche Schritte unterstützen. Die bereichsübergreifende Zusammenarbeit mit Einkauf, EHS, Standortbetrieb und Reporting vermittelt umfassende Managementerfahrung im Bereich Nachhaltigkeit – eine Erfahrung, die in generalistischen Positionen oft zu kurz kommt.

Mit welchen wichtigen Stakeholdern arbeiten Sie voraussichtlich zusammen?

Am engsten arbeiten Sie voraussichtlich mit der Einkaufsleitung und den Category Managern zusammen, denn die Einbindung der Lieferanten und die Integration von Scope 3 laufen über sie. Die regionalen Standortteams und EHS-Ansprechpersonen sind Ihre Partner bei den Fahrplänen für Scope 1 und 2 sowie bei Betriebsdaten. Kolleginnen und Kollegen aus Finance und Reporting benötigen die Scope-3-Zahlen für den integrierten Bericht und die Kommunikation mit Investoren. Extern stehen Sie direkt oder über den Einkauf mit Lieferanten in Kontakt. Ratingagenturen und Zielgruppen der Nachhaltigkeitsberichterstattung nutzen die bereitgestellten Daten. Außerdem tauschen Sie sich mit Branchenverbänden aus, in denen Lonza an Diskussionen zur Dekarbonisierung von Lieferanten teilnimmt. Auch die Nachhaltigkeitsteams von Kunden sind wichtige Ansprechpartner: Pharma- und Nutraceutical-Unternehmen fragen im Rahmen ihrer eigenen Berichterstattung zunehmend Lonzas Emissionsdaten an. Ein großer Teil der Arbeit besteht daher darin, technische CO₂-Daten so aufzubereiten, dass sie den unterschiedlichen Zielgruppen fundierte Entscheidungen ermöglichen.

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