In dieser Position verantworten Sie HOFORs jährliche Klimabilanz: Sie erheben, strukturieren und prüfen die Daten und leiten daraus Analysen und Empfehlungen zu Klima, Ressourcen und Biodiversität ab, mit denen die gesamte Organisation konkret arbeiten kann.
Bei einem Versorgungsunternehmen mit mehr als einer Million Kundinnen und Kunden entscheidet sich in der Klimabilanz, ob Nachhaltigkeitsziele in konkrete Entscheidungen münden oder bloße Absichtserklärungen bleiben. Ihre Modelle und Messungen beeinflussen, wie HOFOR bei Wasser, Fernwärme und grüner Energie Prioritäten setzt – und tragen direkt dazu bei, den eigenen Klimaeinfluss zu verringern.
Die Position passt zu Menschen, die datenbasiert und zugleich sinnstiftend arbeiten möchten: sorgfältig mit Excel oder Power BI umgehen, neugierig auf das GHG Protocol sind und sich gezielt zur Fachkraft für Klima- und Nachhaltigkeitsanalysen entwickeln möchten, statt Generalist zu bleiben.
Job-FAQs
Was sind die wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten in dieser Position?
Die zentrale Aufgabe besteht darin, die jährliche Klimabilanz von HOFOR von Anfang bis Ende zu erstellen – von der Erhebung, Aufbereitung und Qualitätssicherung der Emissionsdaten bis hin zu den Berechnungen und der Interpretation der Ergebnisse. Darüber hinaus analysiert die Fachkraft Ressourcen und Biodiversität und schafft so eine breitere Datengrundlage für Nachhaltigkeitsentscheidungen.
Ein wesentlicher Teil der Arbeit besteht darin, komplexe Datensätze und methodische Feinheiten in klare, handlungsrelevante Erkenntnisse für Kolleg:innen aus den Bereichen Wasser, Fernwärme und Gas zu übersetzen. Dazu gehören auch Präsentationen und die Kommunikation der Ergebnisse an unterschiedliche Zielgruppen.
Auch die Weiterentwicklung von Methoden gehört zu den Aufgaben. Sie unterstützen dabei, Datenmodelle und Prozesse zu verbessern, behalten Standards wie das GHG Protocol im Blick und arbeiten mit Fachleuten aus den verschiedenen Versorgungsbereichen von HOFOR zusammen, um die Messung und Berichterstattung der Nachhaltigkeitsleistung kontinuierlich zu verbessern.
Wichtige Lernmöglichkeiten in dieser Position
Die größte Lernkurve dürfte bei der Klimabilanzierung liegen: Sie machen sich mit dem GHG Protocol vertraut, erstellen und verfeinern eine jährliche Unternehmensklimabilanz und lernen, wie sich Standards auf den Betriebsalltag eines Versorgungsunternehmens übertragen lassen. Das sind gefragte Kompetenzen.
Analytisch können Sie Ihre Fähigkeiten in der Datenaufbereitung, Qualitätssicherung und Visualisierung weiterentwickeln. Excel bildet dabei die Grundlage; mit Power BI oder ähnlichen Tools gibt es zusätzliches Entwicklungspotenzial. Außerdem sammeln Sie Erfahrung in der Analyse von Ressourcen und Biodiversität und erweitern Ihren Blick über den CO₂-Bereich hinaus.
Da das Team interdisziplinär arbeitet und die Position das gesamte Unternehmen umfasst, erhalten Sie Einblicke in die Abläufe eines großen Versorgungsunternehmens – von der Wasseraufbereitung bis zur Fernwärme. Zugleich entwickeln Sie Ihre Kompetenzen in den Bereichen Stakeholder-Kommunikation und Vermittlung weiter, um Analysen in wirksame Entscheidungen zu übersetzen.
Wie sieht das ideale Profil aus (Erfahrung und Kompetenzen)?
Idealerweise verfügen Sie über einen einschlägigen Abschluss in Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit, Naturwissenschaften, Ingenieurwesen, Wirtschaft, Datenanalyse oder einem verwandten Fachgebiet. Sie können frisch von der Hochschule kommen oder bereits einige Jahre Erfahrung aus studentischen Tätigkeiten oder ersten Berufsstationen mitbringen – entscheidend ist eine solide analytische Grundlage, nicht eine lange Berufslaufbahn.
Im fachlichen Bereich sind ein sicherer Umgang mit Daten sowie eine strukturierte Arbeitsweise bei Berechnungen, Dokumentation und Qualitätssicherung unverzichtbar. Kenntnisse in Klimabilanzierung, des GHG Protocol oder vergleichbarer Standards sind von Vorteil, ebenso Erfahrung mit Power BI. Für die Vermittlung von Analysen sind sehr gute Dänischkenntnisse in Wort und Schrift erforderlich.
Persönlich legt HOFOR offenbar Wert auf Neugier, Eigenverantwortung und eine zugewandte Art der Zusammenarbeit. Wichtig sind außerdem die Fähigkeit, Muster zu erkennen und Erkenntnisse abzuleiten, sowie die Motivation, sich komplexen Fragestellungen zu widmen und Aufgaben zuverlässig voranzubringen.
Tipps, um sich von anderen Bewerbungen abzuheben und erfolgreich zu bewerben
HOFOR bittet ausdrücklich darum, kein Anschreiben einzureichen – nur einen Lebenslauf mit ein paar Worten zur Motivation. Dadurch kommt es besonders auf die Aussagekraft Ihres Lebenslaufs an. Stellen Sie konkrete Beispiele für Datenarbeit, Berechnungen, Qualitätssicherung oder Analyseprojekte in den Vordergrund und beziffern Sie die Ergebnisse, wo immer möglich.
Vermeiden Sie in Ihrer Motivation allgemeine Aussagen über Ihre Begeisterung. Stellen Sie stattdessen einen direkten Bezug zu HOFOR her: Erwähnen Sie die Klimabilanz, das GHG Protocol oder die Herausforderung, Versorgungsdaten in Entscheidungsgrundlagen zu übersetzen. Wenn Sie zeigen, dass Sie verstehen, was ein Versorgungsunternehmen misst und warum das wichtig ist, heben Sie sich von anderen Bewerber:innen ab.
Bereiten Sie sich vor einem Gespräch darauf vor, zu erläutern, wie Sie mit Datenlücken oder Änderungen von Standards umgehen würden. Machen Sie sich darauf gefasst, über Tools wie Excel und Power BI zu sprechen, und erklären Sie eine Ihrer Analysen in verständlicher Sprache – Kommunikation gehört schließlich zur Aufgabe. Eine durchdachte Frage an die Bereichsleiterin Maja Yhde zur Weiterentwicklung von Methoden zeigt zudem echtes Interesse.
Auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit des Unternehmens dürfte sich die Position konzentrieren?
Die Position ist ein zentraler Bestandteil der Umweltberichterstattung von HOFOR. Die Erstellung der jährlichen Klimabilanz dürfte dabei das sichtbarste Arbeitsergebnis sein. Sie umfasst die Treibhausgasemissionen aus den Bereichen Wasser, Fernwärme und Gas. Darüber hinaus reicht das Analyseportfolio über CO₂ hinaus und umfasst Ressourcen und Biodiversität – Bereiche, in denen sich die Auswirkungen eines Versorgungsunternehmens auf Flächen, aquatische Ökosysteme und Stoffströme zeigen.
Da HOFOR mehr als eine Million Kund:innen versorgt, beeinflusst die Qualität dieser Arbeit strategische Entscheidungen darüber, wo künftig Emissionen gesenkt werden sollen. Die Fachkraft könnte außerdem dazu beitragen, neue Standards und Anforderungen zu verankern und so sicherzustellen, dass die Nachhaltigkeitsberichterstattung von HOFOR glaubwürdig und vergleichbar bleibt.
Auch Governance spielt eine Rolle: Entscheidungsrelevante Erkenntnisse fließen in die Priorisierung im gesamten Unternehmen ein. Damit hat die Position indirekten, aber konkreten Einfluss darauf, wie Kapital und Ressourcen für die Dekarbonisierung eingesetzt werden.
Mit welchen Herausforderungen könnte man in dieser Position konfrontiert sein?
Eine wahrscheinliche Herausforderung ist die Verteilung der Daten auf unterschiedliche Systeme: HOFOR ist in mehreren verschiedenen Versorgungsbereichen tätig, in denen Daten möglicherweise jeweils anders erfasst werden. Diese Daten zusammenzuführen, zu validieren und Lücken zu schließen, ohne den jährlichen Berichtszyklus auszubremsen, erfordert Geduld und konsequente Abstimmung mit den Beteiligten.
Eine weitere Herausforderung ist der Spagat zwischen Genauigkeit und Verständlichkeit. Für die Klimabilanzierung gelten Standards, doch für Entscheidungen braucht es Erkenntnisse in klarer Sprache. Technische Einschränkungen so zu vermitteln, dass daraus konkrete Maßnahmen abgeleitet werden können, ohne die Sachverhalte zu stark zu vereinfachen, gehört immer wieder zur Aufgabe.
Zudem befindet sich der Bereich im Wandel. Standards und Anforderungen an die Klima- und Nachhaltigkeitsberichterstattung entwickeln sich weiter. Eine Herausforderung besteht daher darin, neue Methoden aufzunehmen und pragmatisch auf den Kontext von HOFOR anzuwenden – oft ohne eine fertige Vorlage.
Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?
Ein typischer Arbeitstag könnte mit Datenarbeit beginnen: Sie holen bei Kolleg:innen aus den Bereichen Wasser, Fernwärme und Gas Verbrauchs- oder Emissionsdaten ein, bereiten diese auf und prüfen sie, bevor sie in die Klimabilanz einfließen. Am späten Vormittag könnte eine Arbeitsbesprechung mit Fachleuten anstehen, um Methoden abzustimmen oder eine Datenlücke zu klären.
Nachmittags könnten Sie Analysen zu Ressourcen oder Biodiversität durchführen, eine Präsentation vorbereiten oder neue Standards wie das GHG Protocol auf den Kontext von HOFOR übertragen. Da die Klimabilanz jährlich erstellt wird, die Analysen aber laufend stattfinden, verändert sich der Arbeitsrhythmus vermutlich im Jahresverlauf: Auf ruhigere Phasen der Methodenentwicklung folgen intensive Berichtszyklen.
Wahrscheinlich stimmen Sie sich regelmäßig mit Kolleg:innen aus den Versorgungsbereichen, Ihrer Bereichsleitung und dem gesamten Team Strategy, Sustainability & Innovation ab. Dabei verbinden Sie eigenständige Analysearbeit mit gemeinsamer Problemlösung.
Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Position?
Die Weiterentwicklung beginnt in dieser Position wahrscheinlich mit fachlicher Vertiefung: Sie werden zur zentralen Ansprechperson für die Klimabilanz von HOFOR und für fundierte Nachhaltigkeitsanalysen. Wenn sich Standards ändern, können Sie sich durch frühzeitige Expertise in neuen Anforderungen als interne Fachperson etablieren.
Von dort aus sind später horizontale Entwicklungsschritte möglich – etwa in die umfassendere strategische Nachhaltigkeitsarbeit im Team Strategy, Sustainability & Innovation oder in andere Bereiche von HOFOR, in denen analytische und berichtsbezogene Kompetenzen gefragt sind. Die Einblicke in das gesamte Unternehmen schaffen gute Voraussetzungen für interne Wechsel.
Da die Arbeitsergebnisse in der Praxis Anwendung finden sollen, können sichtbare Projekte – etwa die Weiterentwicklung der Klimabilanzmethodik oder die Unterstützung wichtiger Entscheidungen – als Grundlage für den nächsten Karriereschritt dienen, beispielsweise in eine Position als Senior-Fachkraft oder Teamleitung.
Die wichtigsten Ansprechpartner:innen
Die engsten Arbeitsbeziehungen bestehen zum direkten Team in den Bereichen Strategie, Nachhaltigkeit und Innovation – einer fachübergreifenden Gruppe aus Analystinnen, Analysten und Fachleuten – sowie zur Bereichsleitung. Das Team bietet methodischen Austausch und Orientierung im Arbeitsalltag.
Darüber hinaus arbeitet die beratende Person wahrscheinlich mit Datenverantwortlichen und Fachleuten aus den Versorgungsbereichen von HOFOR zusammen – Wasser, Fernwärme und Gas –, um Zahlen zu erheben, Annahmen zu überprüfen und ein gemeinsames Verständnis dafür zu entwickeln, wie Aktivitäten erfasst werden. Dafür braucht es eine proaktive Kontaktaufnahme und die Fähigkeit, technische Details mit analytischen Anforderungen zu verbinden.
Auch Führungskräfte können zu den Adressaten von Präsentationen und Empfehlungen gehören. Die Position ist daher über das eigene Team hinaus sichtbar. Zum externen Netzwerk gehört möglicherweise auch der Austausch mit Standardisierungsgremien und Branchenkollegen – in geringerem Umfang, aber dennoch wichtig.
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