Sie leiten bereichsübergreifende Projekte, um ESG-Risiken in die Kredit-, Finanz- und operationellen Risikorahmenwerke der Groupe BPCE einzubetten. Dabei arbeiten Sie mit Risiko-, Kredit-, Daten- und IT-Teams in den französischen Netzwerken und internationalen Tochtergesellschaften zusammen. Im Tagesgeschäft entwickeln Sie Methoden, führen Bewertungs- und Überwachungstools ein und beraten Entscheidungsgremien zu sensiblen Fällen.
Diese seltene Chance bietet Ihnen die Möglichkeit, mitzugestalten, wie eine führende Bank Klima-, Umwelt- und Reputationsrisiken tatsächlich in ihre Entscheidungen einpreist und überwacht – statt sie lediglich zu berichten. BPCEs Ziel, die Portfolios auf Netto-Null auszurichten, und die Ambition, 35 Mrd. € für die Energiewende bereitzustellen, hängen auch von den Leitplanken ab, die Sie mitentwickeln.
Diese Position passt zu einer Person, die bereits komplexe Risiko- oder Kreditprogramme im Bankwesen gesteuert hat und aufsichtsrechtliche Erwartungen in praktikable, konzernweite Verfahren überführen möchte.
Job-FAQs
Was sind die wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten in dieser Position?
Die zentrale Aufgabe besteht darin, ESG-Risiken fest in die Kredit-, Finanz- und operationellen Risikoprozesse der Bank zu integrieren, statt sie als separate Berichtspflicht zu behandeln. Dazu gehören die Entwicklung von Richtlinien und Methoden sowie deren Einführung bei den Teams von Banque Populaire, Caisse d'Epargne und den Tochtergesellschaften. So sollen Klima-, Umwelt- und Reputationsrisiken bereits bei der Kreditvergabe bewertet und während der gesamten Laufzeit eines Kredits überwacht werden.
Das Projektmanagement bildet das Rückgrat der Position. Sie steuern die kontinuierliche Weiterentwicklung, koordinieren Risiko-, Kredit-, Daten- und IT-Teams und führen konsolidierte Überwachungs- und Scoring-Tools ein. Ein wesentlicher Teil der Arbeit besteht in unabhängigen Prüfungen: Sie geben Einschätzungen zu sensiblen Fällen ab und vertreten diese in Entscheidungsgremien.
Langfristig umfasst die Position auch regulatorische und internationale Aufgaben. Sie verfolgen die Erwartungen der Aufsichtsbehörden und Empfehlungen aus Audits, stellen die Einhaltung der Vorgaben sicher, schulen Risiko- und Geschäftsteams und beziehen schrittweise die internationalen Tochtergesellschaften in den konzernweiten Rahmen ein – unter Berücksichtigung der jeweiligen lokalen Besonderheiten.
Zentrale Lernmöglichkeiten in dieser Position
Sie vertiefen Ihr Verständnis dafür, wie ESG-Risiken mit klassischen Bankrisiken zusammenwirken – insbesondere dafür, über welche Wirkungskanäle Klima- und Umweltrisiken weitergegeben werden und wie sie in einem großen Kreditportfolio modelliert, bewertet und gesteuert werden. Diese spezialisierte Kompetenz ist auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor selten.
Da die Position an der Schnittstelle von Risiko, Kredit, Daten und IT angesiedelt ist, sammeln Sie praktische Erfahrung in den Bereichen Data Governance, Ratingmethoden und Einführung von Tools auf Konzernebene. Die internationale Integration der Tochtergesellschaften zu steuern, bringt zudem eine regulatorisch-diplomatische Komponente mit sich, die in ESG-Risikopositionen nur selten geboten wird.
BPCE bietet außerdem strukturierte Möglichkeiten zur Weiterbildung, darunter LinkedIn Learning und maßgeschneiderte Umschulungsprogramme. So können Sie neben dem Lernen im Arbeitsalltag Ihre Expertise in nachhaltiger Finanzierung oder in Rahmenwerken für Klimarisiken gezielt ausbauen und formalisieren.
Wie sieht das ideale Bewerberprofil aus (Erfahrung, Fähigkeiten)?
Die Ausschreibung setzt einen Masterabschluss (Bac+5) in Finanzwesen, Risikomanagement, Ingenieurwesen oder einem vergleichbaren Fach voraus sowie fundierte Berufserfahrung in den Bereichen Risiko, Kredit, nachhaltige Finanzierung oder Beratung. Entscheidend ist nachweisliche Erfahrung darin, bereichsübergreifende Programme in einem komplexen Bankenumfeld zu steuern – gefragt ist also mehr als technisches ESG-Wissen.
Fachlich sollten Sie sich mit ESG-Risikothemen auskennen, insbesondere mit Klima-, Umwelt- und Reputationsrisiken und deren Zusammenspiel mit klassischen Bankrisiken. Vertrautheit mit Kreditprozessen, Ratingsystemen sowie den damit verbundenen Daten-, Modellierungs- und Governance-Fragen ist unerlässlich. Ausgeprägte Projektmanagement- und Koordinationsfähigkeiten sind ebenso wichtig wie analytische Tiefe.
Zu den ausdrücklich genannten persönlichen Kompetenzen zählen Sorgfalt, analytisches Denkvermögen und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte zusammenzufassen, Beziehungsstärke, Teamorientierung, Selbstständigkeit und Vermittlungsgeschick. Aufgrund der internationalen Ausrichtung werden außerdem sehr gute Französisch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift vorausgesetzt.
Tipps, um sich von anderen Bewerbern abzuheben und erfolgreich zu bewerben
Stellen Sie Ihre Erfahrung in der Programmsteuerung in den Vordergrund – nicht Ihr ESG-Vokabular. Es handelt sich um eine leitende Projektmanagementposition im Risikobereich. Zeigen Sie in Ihrer Bewerbung daher konkret, welche bereichsübergreifenden Risiko- oder Kreditinitiativen Sie geleitet haben, welchen Umfang sie hatten, wer beteiligt war und was sich dadurch an Prozessen oder Tools verändert hat. Allgemeine Begeisterung für ESG wird Sie hier nicht von anderen abheben.
BPCE ist eine genossenschaftlich organisierte Gruppe mit 19 Banques Populaires und 17 Caisses d'Epargne. Machen Sie deutlich, dass Sie die Herausforderung verstehen, einen gemeinsamen Rahmen in dezentral aufgestellten Einheiten einzuführen. Wenn Sie bereits mit Netzwerken, Tochtergesellschaften oder föderierten Organisationsmodellen gearbeitet haben, erwähnen Sie das ausdrücklich. Ein Anschreiben, das sich mit dem Spannungsfeld zwischen konzernweiten Standards und lokalen Besonderheiten auseinandersetzt, wirkt überzeugend.
Bereiten Sie sich für die Gespräche darauf vor, zu erläutern, wie Sie eine aufsichtsrechtliche Erwartung oder eine Audit-Empfehlung in eine praktikable Lösung überführen würden. Voraussichtlich gibt es ein Gespräch mit dem Recruiting und ein oder zwei Fachgespräche, davon mindestens eines vor Ort. Seien Sie darauf vorbereitet, konkret über Bewertungsinstrumente, begrenzte Datenverfügbarkeit und Ihren Umgang mit Widerständen aus den Geschäftsbereichen zu sprechen.
Auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit im Unternehmen dürfte sich diese Position konzentrieren?
Die Position konzentriert sich vor allem auf das E und in geringerem Maße auf das G im ESG-Bereich – allerdings aus der Risikoperspektive und nicht mit dem Schwerpunkt auf Berichterstattung. Auftrag des Teams ist es, Klima-, Umwelt- und Reputationsrisiken in die Kreditvergabe und -überwachung einzubeziehen und so direkt BPCEs Ziel zu unterstützen, alle Portfolios auf einen Netto-Null-Pfad auszurichten.
Zu den Aufgaben dürften die Bewertung von Umweltrisiken bei Kunden, Branchenrichtlinien, Bewertungs- und Ratingmethoden sowie die erforderliche Dateninfrastruktur zur Überwachung der Portfolios gehören. Reputationsrisiken werden ausdrücklich genannt; sensible Fälle und kontroverse Aktivitäten dürften daher ebenfalls auf der Agenda stehen.
Die Gruppe versteht sich zudem als führende Finanziererin der Sozial- und Solidarwirtschaft sowie der Energiewende. Die Position beeinflusst somit indirekt, wie die damit verbundenen Finanzierungen auf Risiken geprüft werden. Auch Governance spielt eine wichtige Rolle, denn die Einhaltung aufsichtsrechtlicher Erwartungen und von Audit-Empfehlungen gehört zu den zentralen Ergebnissen der Arbeit.
Vor welchen großen Herausforderungen könnte man in dieser Position stehen?
Die größte Herausforderung dürfte die enorme Vielfalt der Beteiligten sein. Sie koordinieren Risiko-, Kredit-, Daten- und IT-Teams, Netzwerke, Tochtergesellschaften und Kontrollfunktionen – alle mit eigenen Prioritäten und Rahmenbedingungen – und müssen methodische Ziele in Tools übersetzen, die tatsächlich genutzt werden. In einer dezentralen Genossenschaftsgruppe muss man den gemeinsamen Rahmen nicht nur entwickeln, sondern auch für ihn werben.
Datenqualität und -verfügbarkeit sind bei ESG-Risiken eine dauerhafte Herausforderung. Die Bewertung von Klima- und Umweltrisiken bei Kunden erfordert häufig unvollständige oder uneinheitliche Informationen, insbesondere über internationale Tochtergesellschaften hinweg. Deshalb sind Pragmatismus und schrittweises Vorgehen ebenso wichtig wie technische Genauigkeit.
Hinzu kommt der hohe regulatorische Druck: Aufsichtsbehörden und Auditoren erwarten eine rasche Weiterentwicklung des Systems, während die Geschäftsbereiche möglicherweise zusätzliche Komplexität in den Kreditprozessen sehen. Sorgfalt und Benutzerfreundlichkeit in Einklang zu bringen und bestehende Ansätze infrage zu stellen, ohne Kolleginnen und Kollegen vor den Kopf zu stoßen, erfordert echtes diplomatisches Geschick.
Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?
Der Morgen könnte mit einem Update zur Projektsteuerung oder einer Arbeitssitzung mit Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen Daten und IT beginnen, etwa zur Einführung eines Bewertungs- oder Überwachungstools. Anschließend könnten Sie an einer Entscheidungssitzung teilnehmen und dort eine unabhängige Einschätzung zum ESG-Risikoprofil eines sensiblen Kunden oder Geschäfts vorlegen.
Mittags und nachmittags stehen häufig Gespräche mit Netzwerk- oder Tochtergesellschaftsteams an – entweder, um sie bei der Anpassung des Konzernrahmens zu unterstützen, oder um Mitarbeitende aus Risiko- und Geschäftsbereichen in neuen Methoden zu schulen. Schriftliche Ausarbeitungen und Zusammenfassungen nehmen einen beträchtlichen Teil der Zeit in Anspruch: Vermerke, methodische Leitlinien, Stellungnahmen für Gremien und Zusammenfassungen zur regulatorischen Beobachtung.
Die Aufgaben wechseln stark. In manchen Wochen stehen Methoden- und Richtlinienentwicklung im Vordergrund, in anderen die internationale Integration oder die Nachverfolgung von Audits. Der Arbeitsrhythmus dürfte stärker von Projekten als von einzelnen Geschäftsvorgängen geprägt sein, mit besonders arbeitsintensiven Phasen vor Sitzungsterminen und regulatorischen Meilensteinen.
Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Position?
Die Position ist deutlich bereichsübergreifend angelegt – und genau darin liegt ihr größtes Entwicklungspotenzial. Wer erfolgreich ist, erhält Einblicke in die konzernweite Risikosteuerung, internationale Tochtergesellschaften und hochrangige Entscheidungsgremien. Das schafft ein Profil, das sich für weiterführende Führungsaufgaben im Risikobereich oder für ESG-Strategierollen mit größerem Verantwortungsumfang eignet.
Angesichts der Größe von BPCE und der strategischen Bedeutung der ESG-Agenda im Rahmen von Vision 2030 ist dies ein strategisch wichtiges und sichtbares Vorhaben. Wer an einem Rahmenwerk mitwirkt, das die Kreditpraxis im gesamten Konzern verändert, kann sich damit für Leitungspositionen in den Bereichen ESG-Risiko, nachhaltige Finanzierung oder Kreditrisiko qualifizieren – oder für Aufgaben in einem der Netzwerke oder einer Tochtergesellschaft.
Die Investitionen der Gruppe in Weiterbildung und Umschulung sowie ihr erklärtes Bekenntnis zu Verantwortung und Eigeninitiative deuten darauf hin, dass interne Wechsel gefördert werden. Auch ein Wechsel in die Bereiche Daten, Klimaanalytik oder regulatorische Angelegenheiten ist angesichts der Schnittstellen der Position denkbar.
Die wichtigsten Ansprechpersonen und Stakeholder
Ihre engsten internen Ansprechpartner wären das Team für ESG- und Reputationsrisiken sowie die Einheit für operative Integration und Überwachung, der Sie angehören. Darüber hinaus arbeiten Sie täglich mit Teams für Kredit-, Finanz- und operationelle Risiken sowie mit den Daten- und IT-Bereichen zusammen, die Bewertungs- und Überwachungstools entwickeln und betreiben.
Die Geschäftsbereiche sind wichtige Partner, da der Rahmen letztlich ihre Kreditvergabe und -überwachung verändert. Außerdem stehen Sie mit Kontrollfunktionen, Compliance und Audit sowie mit den französischen Netzwerken und Tochtergesellschaften der Gruppe in Kontakt. Dazu gehören auch internationale Einheiten, die schrittweise integriert werden.
Extern umfasst die Position Kontakte zum regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Umfeld, zumindest im Rahmen der Beobachtungs- und Compliance-Arbeit. Auch Entscheidungsgremien sind ein wichtiges Forum: Dort geben Sie unabhängige Einschätzungen zu ESG-Risiken ab und vertreten diese gegenüber hochrangigen Stakeholdern aus der gesamten Gruppe.
CSR Jobs Newsletter
Verpasse nie wieder die nächste Chance
Erhalte eine kuratierte Auswahl neuer Stellen in CSR, ESG und Nachhaltigkeit in deinem Postfach. Kein täglicher Lärm, nur nützliche Chancen.
Du bist angemeldet
Möchtest du passendere Stellenangebote erhalten?
Teile dein LinkedIn-Profil, damit wir besser verstehen, welche Rollen zu dir passen könnten. Dieser Schritt ist freiwillig.
Alles erledigt!
Danke für deine Anmeldung zum CSR Jobs Newsletter. Freue dich auf neue Nachhaltigkeitsjobs in deinem Postfach.
Etwas ist schiefgelaufen. Bitte versuche es erneut.
Cookies
CSR Jobs verwendet Analyse- und Marketing-Cookies. Sie können ablehnen, ohne dass Ihre Nutzung darunter leidet.