In dieser Position machen Sie ECCOs Nachhaltigkeitsambitionen zu messbarer geschäftlicher Realität. Sie verantworten das CSRD-Berichtsprogramm von Anfang bis Ende, leiten den jährlichen Prozess der CO₂-Bilanzierung und treiben Initiativen zu nachhaltigen Materialien und Produkten voran. Dafür arbeiten Sie mit Menschen entlang einer globalen Wertschöpfungskette zusammen, die Sie nicht direkt steuern.
ECCO stellt Leder und Schuhe selbst her – von der Gerberei bis zum Einzelhandel. Dadurch sind die Daten hinter jeder Aussage zugleich ein strategischer Vermögenswert und ein regulatorisches Risiko. Korrekte CSRD-konforme Kennzahlen zu ermitteln und Produktteams dazu zu bewegen, danach zu handeln, ist entscheidend dafür, dass eine dänische Familienmarke glaubwürdig bleibt – in einem Markt, der Lieferketten in der Schuhbranche jedes Jahr genauer unter die Lupe nimmt.
Die Position passt zu jemandem, der Fachkräfteteams geführt hat, sich sicher mit Berichtsrahmenwerken und Datenstrukturen auskennt und in kaufmännischen Gesprächen ebenso souverän ist wie in technischen.
Job-FAQs
Was sind die wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten in dieser Position?
Im Mittelpunkt der Aufgabe steht, ECCOs Nachhaltigkeitsverpflichtungen in Berichterstattung, Zielvorgaben und Produktentscheidungen zu überführen, die einer gründlichen Prüfung standhalten. Im Arbeitsalltag bedeutet das vermutlich, das CSRD-Berichtsprogramm in enger Zusammenarbeit mit dem Finanzbereich zu steuern: Datenanforderungen festzulegen, die tatsächlichen Zahlen aus Produktion, Beschaffung und Vertrieb zusammenzutragen und eine Governance-Struktur aufzubauen, die den Aufwand im nächsten Berichtszyklus verringert. Hinzu kommt der Klimabereich – von der jährlichen CO₂-Bilanzierung über die Fortschrittsmessung anhand der Ziele bis hin zur Einordnung der Ergebnisse, damit aus Tabellen belastbare Argumente für das Geschäft werden.
Die dritte Säule sind nachhaltige Produkte und Materialien. Dabei geht es weniger darum, Richtlinien zu verfassen, als vielmehr darum, Design, Lederbeschaffung und Ökobilanz-Projekte so zu beeinflussen, dass sich die Umweltleistung verbessert, bevor Vorschriften dazu zwingen. Die Leitung eines vierköpfigen Teams mit Fachleuten für Klima, Materialien und Ökobilanzen, Daten sowie Stakeholder-Engagement erfordert ein hohes Maß an Priorisierung – einschließlich der Entscheidung, worauf das Team in diesem Quartal verzichtet.
Langfristig ist die Position erfolgreich, wenn die CSRD-Berichterstattung als wiederholbarer Prozess statt als einmaliges Projekt läuft, Klimaleistung in die Unternehmensplanung einfließt und die Produktteams von ECCO Umweltdaten als selbstverständliche Entscheidungsgrundlage statt als lästige Compliance-Aufgabe nutzen.
Wichtige Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten in dieser Position
Nur wenige mittelgroße Konsumgütermarken bieten einen so umfassenden vertikalen Einblick wie ECCO. Da das Unternehmen Lederherstellung, Produktion und Einzelhandel selbst kontrolliert, ermöglicht diese Position einen ungewöhnlich direkten Zugang zu Primärdaten. Sie lernen, wie der ökologische Fußabdruck einer Gerberei tatsächlich erfasst wird und wie Ökobilanzmethoden bei realen Produkten statt nur in Tabellen funktionieren. In einer Branche, in der viele bislang ausschließlich mit abstrakter Berichterstattung gearbeitet haben, ist das eine seltene Kompetenz.
Die CSRD ist noch neu, und ein Berichtsprogramm der ersten Welle von Anfang bis Ende zu leiten, bietet wertvolle Praxiserfahrung. Sie erwerben fundierte Kenntnisse der ESRS-Datenpunkte, der doppelten Wesentlichkeit, der Prüfungsvorbereitung und der Architektur von ESG-Datensystemen. Hinzu kommt die Fähigkeit, mit dem Finanzbereich Definitionen und Kontrollen auszuhandeln. Die Zusammenarbeit mit Kolleg:innen aus den Bereichen EHS, Compliance und nachhaltige Lieferketten erweitert den Blick über Klimathemen hinaus auf soziale Aspekte und Governance.
In der Führungsrolle entwickeln Sie vier Fachkräfte mit unterschiedlichen technischen Hintergründen weiter. In einer Matrixorganisation, in der Sie mehr Menschen beeinflussen als direkt führen, bauen Sie Fähigkeiten auf, die sich unmittelbar auf größere Führungsaufgaben im Nachhaltigkeitsbereich übertragen lassen.
Wie sieht die ideale Kandidatin oder der ideale Kandidat aus (Erfahrung, Kompetenzen)?
In der Stellenausschreibung wird die Führung eines Teams ausdrücklich hervorgehoben. Das spricht dafür, dass ECCO eine Person sucht, die bereits Fachkräfte geführt hat – und nicht jemanden, der bisher vor allem als individuelle:r Expert:in gearbeitet hat und nun den nächsten Schritt machen möchte. Darüber hinaus dürfte das gewünschte Profil mehrere Jahre Erfahrung in der Nachhaltigkeitsberichterstattung oder im Bereich ESG-Daten umfassen, fundierte Kenntnisse der CSRD oder vergleichbarer Rahmenwerke sowie ein solides Verständnis der CO₂-Bilanzierung, um Berechnungen selbst beurteilen und hinterfragen zu können.
Der zweite entscheidende Faktor ist das Stakeholder-Management. ECCO ist ein globales, familiengeführtes Unternehmen mit dezentralen operativen Einheiten. Einfluss entsteht daher durch fachliche Glaubwürdigkeit und nicht allein durch die Hierarchie. Gute Chancen hat, wer sich in derselben Woche mit einer Finanzcontrollerin oder einem Finanzcontroller, einer Gerbereileitung und einer Produktdesignerin oder einem Produktdesigner austauschen und die Argumentation jeweils passend vermitteln kann. Auch kaufmännisches Verständnis ist wichtig: Die Position ist auf den geschäftlichen Mehrwert ausgerichtet und nicht allein auf Compliance.
Erfahrung mit Konsumgütern, Bekleidung oder Schuhen ist angesichts der spezifischen Materialien und Lieferketten ein klarer Vorteil. Der Bildungshintergrund wird in der Ausschreibung weniger stark betont; in vergleichbaren Positionen sind jedoch Abschlüsse in Umweltwissenschaften, Ingenieurwesen, Wirtschaft oder datenbezogenen Fachrichtungen üblich. Zertifizierungen werden nicht erwähnt – nachweisbare Erfolge dürften mehr zählen.
Tipps, um sich von anderen Bewerber:innen abzuheben und sich erfolgreich zu bewerben
Die überzeugendsten Bewerbungen stellen zwei Dinge in den Mittelpunkt: ein CSRD- oder vergleichbares Berichtsprogramm, das Sie tatsächlich umgesetzt haben, und ein Team, das Sie tatsächlich geführt haben. Vage Aussagen, man habe „zur Nachhaltigkeitsstrategie beigetragen“, überzeugen kaum, wenn zu den ersten Aufgaben gehört, ECCOs Berichtsprogramm gemeinsam mit Finance zu leiten. Machen Sie den Umfang konkret: Wie viele Gesellschaften und Datenpunkte waren beteiligt, und welches Ergebnis hatte die Prüfung?
Da ECCO Leder und Schuhe selbst herstellt, heben Sie sich ab, wenn Sie zeigen, dass Sie nicht nur Berichtswesen, sondern auch physische Lieferketten verstehen. Haben Sie mit LCA-Daten, Materialinnovationen oder Umweltangaben auf Produktebene gearbeitet, sollten Sie das ausdrücklich erwähnen. Im Auswahlverfahren wird vermutlich geprüft, wie Sie eine dezentral organisierte Firma auf einen gemeinsamen Kurs bringen würden. Bereiten Sie deshalb ein konkretes Beispiel vor, in dem Sie einen skeptischen Bereich dazu bewegt haben, einen Prozess zu ändern.
ECCO erklärt, auch Bewerberinnen und Bewerber zu berücksichtigen, die nicht jede Qualifikation erfüllen. Schließen Sie sich also nicht allein deshalb selbst aus, weil Ihnen Erfahrung mit Konsumgütern fehlt. Stellen Sie im Anschreiben den besonderen Zielkonflikt der Position heraus – regulatorische Strenge und praktischer Nutzen fürs Geschäft – und zeigen Sie, dass Sie beides schon einmal miteinander in Einklang gebracht haben. Ein Satz dazu, wie Sie zur informellen, familiengeführten Unternehmenskultur und zum langfristigen Denken von ECCO passen, lohnt sich ebenfalls.
Auf welche Nachhaltigkeitsthemen des Unternehmens wird sich diese Position voraussichtlich konzentrieren?
Im Mittelpunkt stehen Berichterstattung und Klima. Die Einhaltung der CSRD wird für die kommenden Jahre ausdrücklich als zentrale Priorität genannt. Damit bewegt sich die Position an der Schnittstelle von regulatorischer Offenlegung und interner Datensteuerung: Es gilt, Prozesse aufzubauen, mit denen ECCO verlässliche, an den ESRS ausgerichtete Informationen veröffentlichen kann, ohne jedes Jahr alles neu aufzusetzen. Die zweite Säule bilden CO₂-Bilanzierung und Klimaleistung. Dazu gehören Scope 1, 2 und – besonders anspruchsvoll – Scope 3, etwa in den Bereichen Leder, Fertigung und Einzelhandel.
Bei Produkten und Materialien wirkt sich die Arbeit unmittelbar auf ECCOs Geschäftstätigkeit aus. Die Umweltleistung von Leder und Schuhen zu verbessern, bedeutet, gemeinsam mit Beschaffung, Design und Produktion Materialwahl, Haltbarkeit und Auswirkungen über den gesamten Lebenszyklus in den Blick zu nehmen. Zugleich muss sich das Unternehmen auf Anforderungen vorbereiten, die noch im Entstehen sind – von Vorschriften für Umweltaussagen bis hin zu produktspezifischen Regelungen. Die LCA- und Materialspezialisten im Team zeigen, dass es sich um eine fachlich fundierte Agenda und nicht um reine Kommunikation handelt.
Ein weniger sichtbarer, aber wichtiger Schwerpunkt ist Governance. In der Zusammenarbeit mit Finance zu Kontrollen und Datenqualität trägt die Director-Rolle dazu bei, Nachhaltigkeit von einer reinen Kommunikationsaufgabe zu einem festen Bestandteil des Risikomanagements und der Berichterstattung an Stakeholder – einschließlich der Eigentümerfamilie – zu machen.
Vor welchen zentralen Herausforderungen könnte man in dieser Position stehen?
Die größte Herausforderung dürfte bei den Daten liegen. Die CSRD verlangt detaillierte, prüfbare Informationen aus Geschäftsbereichen in zahlreichen Ländern. Zudem sind Lieferketten in der Schuhbranche notorisch komplex: Leder stammt aus der Landwirtschaft, die Fertigung ist energieintensiv, und ein großer Teil des ökologischen Fußabdrucks entsteht vorgelagert. Verlässliche Zahlen von Gesellschaften mit jeweils eigenen Prioritäten zu erhalten – und das wiederholbar –, bringt viele Programme ins Stocken.
Eine weitere Herausforderung besteht darin, ohne direkte Weisungsbefugnis Einfluss zu nehmen. Die Position führt vier Fachleute, muss aber auch Finance, Produktteams und Lieferkettenpartner bewegen, die ihr nicht unterstellt sind. In einem familiengeführten Unternehmen mit langer Geschichte und ausgeprägter Unternehmenskultur werden Veränderungen meist im Konsens beschlossen. Das kann langsamer gehen, als eine neue Director-Rolle vielleicht erwarten lässt. Dieses Tempo zu steuern, während regulatorische Fristen unverrückbar bleiben, ist ein echter Zielkonflikt.
Hinzu kommt die notwendige Priorisierung: CSRD-Berichterstattung, Klima und nachhaltige Produkte sind jeweils umfangreiche Themenfelder. Alle drei mit einem kleinen Team voranzubringen – und das bei sich wandelnden Prioritäten – erfordert konsequente Abwägungen und die Fähigkeit, auch einmal Nein zu sagen.
Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?
Einen festen Tagesablauf gibt es in dieser Position kaum – und genau das ist eine der Herausforderungen. Ein großer Teil der Woche dürfte aus Besprechungen bestehen: Arbeitssitzungen mit Finance zu Berichtsdefinitionen und Kontrollen, Abstimmungen mit den vier Fachleuten zu Klimadaten, LCA-Arbeit und Stakeholder-Engagement sowie Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen aus Produktentwicklung, Beschaffung oder Lieferkette. Dabei geht es oft eher darum, andere zu überzeugen, als Informationen weiterzugeben. Die Datenprüfung gehört zum Alltag: Ergebnisse sichten, Auffälligkeiten hinterfragen und entscheiden, was reif für die Veröffentlichung ist.
Da ECCO weltweit tätig ist, sind gelegentliche frühe oder späte Telefonate über Zeitzonen hinweg denkbar, auch wenn der Arbeitsort Bredebro ist. Vor wichtigen Berichtsterminen ist mit intensiven Vorbereitungsphasen zu rechnen. Dazwischen liegen längere Abschnitte, in denen Programme aufgebaut, Rahmenwerke ausgelegt und Prozesse gestaltet werden. Regulatorische Entwicklungen müssen verfolgt und für die Führungsebene regelmäßig in kurze Einordnungen übersetzt werden: Was bedeutet das für uns?
Die Abwechslung ergibt sich aus der Breite des Aufgabenbereichs. An einem Tag geht es vielleicht um die Methodik für Scope 3, am nächsten um Materialinnovationen mit dem Produktteam und danach um Governance-Fragen, etwa wer für einen Datenpunkt verantwortlich ist. Mit häufigen Wechseln zwischen Themen und Kontexten umgehen zu können, gehört praktisch zum Anforderungsprofil.
Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Position?
Der naheliegende Entwicklungspfad führt innerhalb von ECCOs Bereich Corporate Responsibility & Sustainability weiter. Die Position ist Teil des Führungsteams und berichtet an den VP. Wer die CSRD-Berichterstattung zuverlässig aufsetzt und Klima- sowie Produktthemen mit messbaren Geschäftsergebnissen voranbringt, schafft eine gute Grundlage für eine umfassendere Führungsrolle, wenn die Agenda weiter wächst. Die Sichtbarkeit gegenüber Finance und der Unternehmensleitung ist dafür ein wertvolles Sprungbrett.
Auch unabhängig von einer Beförderung sind die hier erworbenen Kompetenzen breit gefragt. Erfahrung in der Leitung von CSRD-Programmen ist rar. Wer ein solches Programm bei einem vertikal integrierten Hersteller durchgängig verantwortet hat, kommt für Positionen als Head of Sustainability oder CSO in vergleichbaren oder größeren Unternehmen infrage. Die Kombination aus regulatorischer Expertise, Verständnis für Datenarchitekturen und Führungserfahrung ist genau das, wonach Personalverantwortliche oft vergeblich suchen.
Darüber hinaus eröffnen sich bei ECCO auch Wechsel in andere Bereiche. Die Einblicke in Produktentwicklung, Lieferkette und Compliance können den Übergang in dortige Führungspositionen ermöglichen – insbesondere wenn Nachhaltigkeit zunehmend Teil kaufmännischer Entscheidungen wird, statt daneben zu stehen.
Die wichtigsten Ansprechpartner, mit denen Sie voraussichtlich zusammenarbeiten
Die wichtigste Zusammenarbeit besteht mit Finance. Die CSRD-Berichterstattung erfordert Kontrollen auf Finanzberichtsniveau, und die Ausschreibung betont ausdrücklich die enge Partnerschaft mit diesem Bereich. Dazu gehören vermutlich Controller, Berichtsspezialisten und möglicherweise das Büro des CFO. Enge Partner sind außerdem Kolleginnen und Kollegen aus Recht, Compliance und EHS im übergeordneten Bereich Corporate Responsibility & Sustainability sowie die Teams für nachhaltige Lieferketten und Produkt-Compliance.
Auf Produktseite arbeitet die Director-Rolle mit Beschaffung, Materialentwicklung, Design und Fertigung zusammen. Ziel ist es, Entscheidungen zu Leder, Komponenten und Umweltleistung zu beeinflussen. Die vier direkt unterstellten Fachleute – für Klima, Materialien und LCAs, Daten sowie Engagement – bilden das operative Herzstück. Ein großer Teil der Führungsaufgabe besteht darin, sie anzuleiten und weiterzuentwickeln, statt alles selbst umzusetzen. Die direkte Führungskraft und wichtigste Unterstützerin bzw. der wichtigste Unterstützer ist der VP, Group Corporate Responsibility & Sustainability.
Extern gehören Auditoren und Prüfstellen zu den Ansprechpartnern, möglicherweise auch Regulierungsbehörden und Branchenverbände, die Vorgaben für Schuhe und Umweltaussagen mitgestalten. Hinzu kommen gegebenenfalls NGOs und Stakeholder mit Kundenkontakt, denn ECCOs Nachhaltigkeitsaussagen erreichen Verbraucherinnen und Verbraucher in mehr als 100 Märkten. Die Gespräche reichen von technischer Prüfung bis hin zum Reputationsmanagement.
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