Sie verantworten die laufende Umsetzung der territorialen Klima- und Energiepolitik von Laval Agglomération, koordinieren den Maßnahmenplan des PCAET, verfolgen die Ergebnisse zu CO₂-Ausstoß, Energieverbrauch und Luftschadstoffen und erarbeiten den Klimaanpassungsplan der Region.
Hier wird kommunale Klimapolitik ganz praktisch gestaltet: Nationale und europäische Dekarbonisierungsziele werden in konkrete Projekte für 34 Gemeinden und 117.000 Einwohnerinnen und Einwohner übersetzt – von Bürgerenergieprojekten und Kampagnen für Verhaltensänderungen bis hin zur Berücksichtigung von Klimarisiken in der Stadtplanung. Die Stelle verbindet politische Zielsetzungen mit ihrer praktischen Umsetzung. Ein gut aufbereiteter Bericht oder ein gezielt moderierter Workshop kann den Emissionspfad einer Region tatsächlich verändern.
Die Stelle passt zu jemandem, der in derselben Woche zwischen Tabellenkalkulation, Bürgerversammlung und Arbeitsgruppe mit gewählten Vertreterinnen und Vertretern wechseln kann und erleben möchte, wie die eigene Arbeit die Energiezukunft einer Region mitgestaltet.
Job-FAQs
Was sind die wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten in dieser Position?
Der zentrale Auftrag besteht darin, die territoriale Energie- und Klimapolitik von Laval Agglomération unter der Leitung des Direktors für Klima und Energie voranzubringen. Im Arbeitsalltag bedeutet das, die Umsetzung des Maßnahmenplans des PCAET zu koordinieren, Berichte und Evaluationen vorzubereiten, Steuerungssitzungen und Arbeitsgruppen zu organisieren und die internen Teams zu beraten, die einzelne Maßnahmen umsetzen. Außerdem verfolgen Sie die Auswirkungen der Initiativen auf CO₂-Bilanz, Energieverbrauch und Schadstoffemissionen, um zu beurteilen, ob das Gebiet auf Kurs liegt.
Neben dem Monitoring umfasst die Stelle in hohem Maße auch Umsetzung und Mobilisierung. Sie wirken an Projekten für erneuerbare Energien, an gemeinschaftlichen Energieprojekten und an Sensibilisierungsprogrammen für Kommunen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger mit. Zudem entwickeln Sie den Klimaanpassungsplan von Laval Agglo (PACC) und arbeiten daran, Klimarisiken in die Stadtplanung sowie in die Politikbereiche Wirtschaftsentwicklung, Wohnen und Natur einzubeziehen.
Langfristig soll Laval Agglomération zu einem Energie-Plus-Gebiet mit Netto-Null-CO₂-Emissionen werden. Planungsdokumente zu einzelnen Themenbereichen wie SCOT, PLUI, PLH und PDMS sollen diesen Anspruch widerspiegeln. Die Stelleninhaberin oder der Stelleninhaber berät fachübergreifend und verbindet Fachbereiche, gewählte Vertreterinnen und Vertreter sowie externe Netzwerke.
Wichtige Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten in dieser Stelle
Die Stelle bietet einen ungewöhnlich umfassenden Einblick in die territoriale Klimapolitik. Sie lernen aus erster Hand, wie ein französischer Gemeindeverbund einen PCAET erarbeitet und umsetzt – einschließlich des rechtlichen Rahmens, der Berichtszyklen und der Abstimmungsprozesse, die nötig sind, um die 34 Kommunen auf gemeinsame Ziele auszurichten. Nur wenige ESG-Stellen in der Privatwirtschaft verbinden Politikgestaltung, fachliche Evaluation und die Koordination verschiedenster Interessengruppen auf diese Weise.
Fachlich können Sie Ihre Kenntnisse in der Treibhausgasbilanzierung, bei Energie- und Schadstoffindikatoren, im Szenarienmonitoring sowie im Einsatz kartografischer und digitaler Werkzeuge für die Gebietsüberwachung vertiefen. Die Arbeit am Anpassungsplan vermittelt Ihnen zudem Expertise in der Bewertung von Klimarisiken und Verwundbarkeit – einem Bereich, in dem es europaweit noch wenige erfahrene Fachkräfte gibt.
Darüber hinaus bauen Sie Kompetenzen aus, die sich anderswo nur schwer erwerben lassen: partizipative Workshops moderieren, vor gewählten Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern präsentieren und wissenschaftliche Ergebnisse für ein nicht spezialisiertes Publikum verständlich aufbereiten. Die Mitwirkung in Netzwerken auf Departements-, Regional- und nationaler Ebene erweitert zudem Ihr berufliches Umfeld und hält Sie über neue Entwicklungen in der französischen und europäischen Klimapolitik auf dem Laufenden.
Wie sieht das ideale Kandidatenprofil aus (Erfahrung, Kompetenzen)?
Das Anforderungsprofil sieht einen Masterabschluss in Regionalentwicklung, Energie oder ökologischer Transformation vor, idealerweise ergänzt durch Erfahrung in der Konzeption und Umsetzung territorialer öffentlicher Politik. Ein entscheidender Vorteil sind Kenntnisse der französischen Klima- und Energiegesetzgebung, der globalen, europäischen und nationalen Ziele, die den Rahmen dafür setzen, sowie der Arbeitsweise kommunaler Gebietskörperschaften – besonders für Bewerberinnen und Bewerber aus dem öffentlichen Dienst oder aus Beratungen für Kommunen.
Auch die methodische Kompetenz ist wichtig. Gefragt sind Sicherheit im Projektmanagement sowie im Umgang mit Monitoring- und Evaluationsinstrumenten, digitaler und kartografischer Software. Hinzu kommt die Fähigkeit, verständliche Berichte für Führungskräfte, politische Entscheidungsträger und Fachbereiche zu verfassen. Moderationserfahrung – etwa bei Workshops oder der Einbindung von Bürgerinnen, Bürgern und weiteren Interessengruppen – wird ausdrücklich genannt. Entsprechende Erfahrungen sollten in der Bewerbung klar erkennbar sein.
Persönlich hebt die Ausschreibung Sorgfalt, Selbstständigkeit, schnelle Reaktionsfähigkeit, analytisches Denken und Anpassungsfähigkeit hervor. Ebenso wichtig sind sehr gute mündliche und schriftliche Kommunikationsfähigkeiten sowie die Bereitschaft, eigene Ideen einzubringen, statt Aufgaben lediglich abzuarbeiten. Gute Chancen hat vermutlich ein Profil, das wissenschaftliche Glaubwürdigkeit, Kontaktfreude und die Fähigkeit zur Synthese verbindet.
Tipps, um sich hervorzuheben und erfolgreich zu bewerben
Da es sich um ein Auswahlverfahren im französischen öffentlichen Dienst mit einem Gespräch vor einer Auswahlkommission handelt, sollte die Bewerbung zeigen, dass Sie mit den Besonderheiten dieses Umfelds vertraut sind. Richten Sie Lebenslauf und Anschreiben am gesamten PCAET-Prozess aus – von der Konzeption über die Begleitung und das Monitoring bis hin zu Evaluation und Berichterstattung – und beziffern Sie die konkreten Ergebnisse Ihrer bisherigen Arbeit: etwa vermiedene Tonnen CO₂, eingesparte Energie oder mobilisierte Beteiligte. Aussagekräftige Kennzahlen überzeugen mehr als allgemeine Bekenntnisse.
Im Anschreiben sollten Sie Ihren Werdegang mit dem konkreten Ziel von Laval Agglomération verknüpfen, ein Energie-Plus-Gebiet mit Netto-Null-CO₂-Emissionen zu werden. Zeigen Sie außerdem, dass Sie den institutionellen Kontext kennen: 34 Kommunen, 117.000 Einwohnerinnen und Einwohner sowie eine Region, in der Energieautonomie politisch einen hohen Stellenwert hat. Kenntnisse der Planungsdokumente SCOT, PLUI, PLH oder PAT oder Erfahrungen mit gemeinschaftlichen Projekten für erneuerbare Energien machen deutlich, dass Sie sich über die Stellenanzeige hinaus informiert haben.
Bereiten Sie für das Auswahlgespräch eine kurze, klar strukturierte Darstellung eines von Ihnen geleiteten territorialen Klimaprojekts vor – mit Angaben zu Steuerung, Herausforderungen und Ergebnissen. Machen Sie sich auch Gedanken dazu, wie Sie einen Anpassungsplan schrittweise entwickeln würden. Da in einer Auswahlkommission oft sowohl Fachleute als auch politische Vertreterinnen und Vertreter sitzen, sollten Sie üben, Zielkonflikte verständlich zu erläutern: Wie bringen Sie Anspruch und Machbarkeit in Einklang? Und wie halten Sie gewählte Mandatsträgerinnen und Mandatsträger sowie die Partnerkommunen eingebunden?
Auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit dürfte sich die Stelle besonders konzentrieren?
Die Stelle ist sowohl im Klimaschutz als auch in der Klimaanpassung angesiedelt. Im Klimaschutz steht die Umsetzung des Maßnahmenplans des PCAET im Mittelpunkt: Treibhausgasemissionen erfassen, den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen und gemeinschaftliche Energieprojekte fördern, die die Energieautonomie des Gebiets stärken. Das erklärte Ziel, Laval Agglomération zu einem Energie-Plus-Gebiet mit Netto-Null-CO₂-Emissionen zu machen, schließt Energieeinsparung, Energieerzeugung und Energieverbrauch gleichermaßen ein.
Im Bereich Anpassung entwickelt die Stelleninhaberin oder der Stelleninhaber den PACC und setzt sich dafür ein, Klimarisiken in die Politikbereiche Stadtplanung, Wohnen, Wirtschaftsentwicklung und Natur einzubeziehen. Der Aufgabenbereich geht damit deutlich über Energiefragen hinaus und umfasst auch Flächennutzungsplanung und territoriale Resilienz. Die Luftqualität ist als Bestandteil des Plan Climat Air Energie Territorial ebenfalls ein ausdrücklicher Evaluationsschwerpunkt – neben CO₂- und Energieindikatoren.
Da es sich beim Arbeitgeber um einen Gemeindeverbund und nicht um ein Unternehmen handelt, spielt die Zusammenarbeit mit Interessengruppen eine besonders sichtbare Rolle. Die Einbindung der Kommunen, der Bevölkerung, lokaler Projektträger sowie regionaler und nationaler Netzwerke ist keine Nebenaufgabe, sondern ein zentraler Hebel, um die Nachhaltigkeitsziele voranzubringen.
Vor welchen zentralen Herausforderungen könnte jemand in dieser Stelle stehen?
Die größte Herausforderung dürfte die Koordination der 34 Mitgliedskommunen mit ihren unterschiedlichen Prioritäten, Ressourcen und politischen Zeitplänen sein. Methodisch anspruchsvoll kann es auch sein, Fortschritte den Maßnahmen des Gemeindeverbunds zuzuschreiben und nicht nationalen Trends oder externen Faktoren. Die Stelleninhaberin oder der Stelleninhaber muss möglicherweise die gewählten Evaluationsmethoden gegenüber politischen Entscheidungsträgern und Partnerinstitutionen begründen.
Die Rahmenbedingungen des öffentlichen Dienstes dürften die Arbeit ebenfalls prägen: Budget und Personal sind begrenzt. Ambitionierte Maßnahmen können daher von Fördermitteln, ehrenamtlichem Engagement oder der Bereitschaft anderer Fachbereiche abhängen, Klimakriterien in ihre Programme aufzunehmen. Kolleginnen und Kollegen in der Stadtplanung oder Wirtschaftsentwicklung für Klimaziele zu gewinnen, obwohl sie andere Prioritäten verfolgen, kann lange dauern und erfordert womöglich beharrliche Überzeugungsarbeit statt formaler Weisungsbefugnis.
Die Anpassungsplanung bringt zusätzliche Schwierigkeiten mit sich: Klimarisiken sind oft langfristig, unsicher und ungleich verteilt. Zugleich erhält Anpassung politisch häufig weniger Aufmerksamkeit als der unmittelbar sichtbare Handlungsdruck beim Klimaschutz. Innerhalb einer 35- bis 39-Stunden-Woche Berichtsanforderungen, Workshopmoderation und fachliche Analysen unter einen Hut zu bringen, verlangt eine klare Priorisierung.
Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?
Eine typische Woche verbindet analytische, kommunikative und organisatorische Aufgaben. Vormittags aktualisieren Sie möglicherweise die Monitoring-Tabellen für die PCAET-Indikatoren, prüfen Energie- und Emissionsdaten aus anderen Fachbereichen oder verfassen einen Abschnitt des Fortschrittsberichts für die Direktorin oder den Direktor für Klima und Energie. Kartografische und digitale Werkzeuge kommen regelmäßig zum Einsatz, etwa um Entwicklungen im Gebiet nachzuverfolgen oder Präsentationskarten vorzubereiten.
An anderen Tagen bestimmen Besprechungen den Arbeitsalltag: interne Sitzungen mit den am Klimaplan beteiligten Fachbereichen, Arbeitsgruppen mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen oder die Vorbereitung und Durchführung von Informationsveranstaltungen und Workshops für die Bevölkerung und lokale Akteure. Auch die Beratung der Verantwortlichen einzelner Maßnahmen kann dazugehören – zum Beispiel, um ein Projekt stärker auf Klima- und Anpassungsziele auszurichten.
In bestimmten Phasen stehen Steuerung und Kommunikation stärker im Mittelpunkt: Präsentationen vor politischen Gremien, Beiträge zu Klimanetzwerken auf Departements-, Regional- oder nationaler Ebene sowie die öffentliche Vermittlung von Ergebnissen. Die Aufgaben wechseln häufig. Zwischen fachlicher Detailarbeit und Moderation wechseln zu können, gehört daher zum Arbeitsalltag.
Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Stelle?
Innerhalb der Direction Climat-Énergies kann sich eine erfolgreiche Fachkraft ganz natürlich zur Koordination der gesamten Klima- und Energiepolitik weiterentwickeln und möglicherweise als stellvertretende Leitung oder Abteilungsleitung in den Verantwortungsbereich der Direktion hineinwachsen. Da die Stelle zahlreiche thematische Planungsdokumente und Fachbereiche berührt, entsteht zudem ein fachübergreifendes Profil, das auch für weiter gefasste Aufgaben in der territorialen Entwicklung oder für Leitungspositionen im öffentlichen Dienst gefragt ist.
Neue Kompetenzen lassen sich durch die Mitarbeit an großen Vorhaben aufbauen: erneuerbare Energien und Bürgerenergieprojekte, der PACC sowie die Berücksichtigung von Klimakriterien in der Stadtplanung und Wirtschaftsförderung. Die Leitung solcher Projekte schafft sichtbare Ergebnisse, die sich bei künftigen Auswahlverfahren oder einem Wechsel innerhalb des französischen territorialen öffentlichen Dienstes überzeugend vorweisen lassen.
Die Teilnahme an Netzwerken auf Département-, Regional- und nationaler Ebene bringt Kontakte zu Fachkolleginnen und -kollegen, Geldgebern und Entscheidungsträgern. Nicht selten ergeben sich daraus Wechsel zu Regionalräten, Energieagenturen oder spezialisierten Beratungsunternehmen. Wer eine leitende Position in der kommunalen Klimapolitik anstrebt, findet in dieser Aufgabe außergewöhnlich viel Material für eine überzeugende Bewerbung.
Wichtige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner
Intern besteht die wichtigste Zusammenarbeit mit dem Directeur Climat-Énergies, der die Koordination übernimmt und die politische Rückendeckung gibt, sowie mit den Teams der Direction Climat-Énergies, deren Maßnahmen begleitet werden müssen. Darüber hinaus arbeitet die Stelleninhaberin oder der Stelleninhaber mit anderen Direktionen zusammen – etwa für Stadtplanung, Wirtschaftsförderung, Wohnungswesen und Natur –, deren Programme Klima- und Energiekriterien berücksichtigen sollen. Dafür braucht es sowohl Überzeugungskraft als auch eine unterstützende, serviceorientierte Arbeitsweise statt Weisungsbefugnis.
Auch außerhalb der Verwaltung ist das Spektrum der Ansprechpartner breit: die 34 Mitgliedsgemeinden und ihre gewählten Vertreterinnen und Vertreter, lokale Unternehmen, Verbände, die Bevölkerung und Bürgerenergiegenossenschaften sowie Projektverantwortliche, die Unterstützung oder Vermittlung suchen. Außerdem ist die Stelle in Klima-Netzwerken auf Département-, Regional- und nationaler Ebene angesiedelt, in denen Methoden, Fördermöglichkeiten und politische Entwicklungen ausgetauscht werden.
Eine weitere wichtige Zielgruppe sind die gewählten Vertreterinnen und Vertreter von Laval Agglomération, denen regelmäßig über Ergebnisse und Entwicklung berichtet werden muss. Technische Kennzahlen in eine politische Sprache zu übersetzen, ist deshalb ebenso wichtig wie die Analyse selbst.
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