In dieser Position verantworten Sie ein Portfolio wegweisender Klimaprogramme in ganz Südostasien – von der Konzeption von Projekten mit Mischfinanzierung und technologischer Unterstützung bis hin zur Erfolgskontrolle: Erzielen sie tatsächlich messbare Ergebnisse bei Klimaschutz und Anpassung? Zum Arbeitsalltag gehören der Aufbau von Partnerschaften, die sorgfältige Prüfung von Vorhaben sowie die Berichterstattung an das Management und den Vorstand.
Im Mittelpunkt steht katalytische Philanthropie, nicht die Einhaltung unternehmensinterner Vorschriften: Die Temasek Foundation setzt philanthropische Stiftungsmittel ein, um das Risiko frühphasiger Klimalösungen zu senken – etwa in den Bereichen Energiewende, Dekarbonisierung der Industrie, Hitzeschutz, saubere Luft und sauberes Wasser sowie Abfallwirtschaft und Kreislaufwirtschaft. Für solche Vorhaben fehlt oft die Finanzierung durch den Markt allein. Die Wirkung in der Region entsteht vor allem dadurch, Projekte von der Planung bis zur Auszahlung der Mittel zu bringen.
Die Position passt zu jemandem, der sich sowohl mit den wissenschaftlichen als auch mit den finanziellen Aspekten sicher bewegt, den Austausch mit Vertretern aus Regierung, Wirtschaft und Philanthropie schätzt und gerne in der Region unterwegs ist, um Vereinbarungen auf den Weg zu bringen – statt darüber lediglich Grundsatzpapiere zu verfassen.
Job-FAQs
Was sind die wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten in dieser Position?
Im Mittelpunkt steht, Klimakapital und Ideen in konkrete regionale Programme zu überführen. Dazu gilt es, Bündnisse zwischen öffentlichen und privaten Akteuren sowie philanthropischen Organisationen aufzubauen und daraus eine kontinuierliche Pipeline förderfähiger Projekte in den Bereichen Energiewende, Dekarbonisierung der Industrie, Hitzeschutz, saubere Luft und sauberes Wasser, Abfallwirtschaft und Kreislaufwirtschaft sowie nachhaltige Ernährung und Landwirtschaft zu entwickeln.
Auf der Umsetzungsseite verantwortet die Position den gesamten Programmzyklus: von der Recherche zu Technologien, Finanzierungsmodellen und potenziellen Partnern über die Bewertung von Vorschlägen bis hin zur Strukturierung von Mischfinanzierungen oder philanthropischer Unterstützung. Nach der Genehmigung eines Programms überwacht die Stelleninhaberin oder der Stelleninhaber die Fortschritte im Hinblick auf die angestrebten Ergebnisse, erstellt Berichte für die Geschäftsleitung und den Vorstand und verwaltet die Auszahlung von Fördermitteln gemäß den Governance-Standards von TF.
Ein dritter Aufgabenbereich umfasst Repräsentation und fachliche Impulse: Auf Konferenzen sprechen, die Geschäftsleitung informieren und teamübergreifende Initiativen unterstützen. Langfristig zeigt sich der Erfolg an einem Portfolio nachweislich wirksamer Klimaprogramme und einem belastbaren regionalen Netzwerk, aus dem fortlaufend neue Projekte hervorgehen.
Wichtige Lernmöglichkeiten in dieser Position
Die größte Lernkurve dürfte im Bereich Mischfinanzierungen und Konzeption von Klimaprogrammen liegen. Dabei geht es darum zu verstehen, wie philanthropisches Kapital mit öffentlichen und kommerziellen Mitteln kombiniert werden kann, um Projekte zu entlasten, die sonst keinen Investitionsausschuss überzeugen würden. Nur wenige Positionen bieten Einblicke in diesem Umfang auf regionaler Ebene.
Zudem baut die Person fundiertes Wissen in bestimmten Technologiebereichen auf: Energiewende, Dekarbonisierung der Industrie, Hitzeschutz, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Landwirtschaft. Die Prüfung konkreter Projektvorschläge vermittelt schnell, was in den Märkten Südostasiens funktioniert – und was nicht.
Hinzu kommen Governance und Berichtswesen: Unterlagen für den Vorstand vorzubereiten und Auszahlungen nach formellen Standards zu verwalten, sind übertragbare Kompetenzen, die bei jeder Stiftung, Entwicklungsfinanzierungsinstitution oder jedem Klimafonds gefragt sind. Die Begleitung durch die Leitung des Bereichs Climate & Liveability und der Zugang zum breiteren Temasek-Netzwerk bieten zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten.
Wie sieht das ideale Profil aus (Erfahrung, Fähigkeiten)?
Das ideale Profil verbindet einen Abschluss in Naturwissenschaften oder Ingenieurwesen mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung (Associate Director) beziehungsweise zwei Jahren (Manager) im Programm- und Partnermanagement in den Bereichen Energie, Nachhaltigkeit oder verwandten Branchen. Nachweisliche Erfolge beim Zustandebringen von Partnerschaften oder bei der Umsetzung finanzierter Programme zählen mehr als akademisches Renommee.
Soziale Kompetenzen sind hier besonders wichtig: Wer in Gesprächen zugleich mit Regierungen, internationalen Organisationen, Unternehmen und philanthropischen Akteuren zu tun hat, braucht diplomatisches Geschick und ein gutes Gespür für unterschiedliche institutionelle Interessen. Hervorragende schriftliche und mündliche Kommunikationsfähigkeiten sind angesichts der Berichterstattung an den Vorstand und der externen Repräsentation unverzichtbar.
Wichtig sind außerdem die Fähigkeit, in unterschiedlichen südostasiatischen Kulturen zu arbeiten, und Reisebereitschaft. Eine weitere in der Region gesprochene Sprache ist ein klarer Vorteil. Persönlich sollte die Person energiegeladen und einfallsreich sein und sich in einem dynamischen Programmumfeld mit offenen Fragen wohlfühlen.
Tipps, um sich hervorzuheben und erfolgreich zu bewerben
Da Temasek Foundation eine philanthropische Stiftung und kein Unternehmen ist, sollten Sie Ihre Erfahrung mit Blick auf katalytische Wirkung und den Hebel partnerschaftlicher Zusammenarbeit darstellen – nicht mit Fokus auf interne ESG-Compliance. Konkrete Beispiele überzeugen: eine von Ihnen vermittelte Partnerschaft, ein von Ihnen entwickeltes und begleitetes Programm oder ein Projekt, das die Finanzierungszusage erhalten hat. Allgemeine Strategieformulierungen wirken deutlich weniger stark.
Nennen Sie im Anschreiben ein oder zwei Schwerpunktthemen von TF – etwa Energiewende, Hitzeschutz, Kreislaufwirtschaft oder nachhaltige Ernährung – und erläutern Sie konkret, wie Ihre Erfahrung dazu in Südostasien passt. Kenntnisse der Region, ihrer politischen Rahmenbedingungen, der zentralen Akteure und der Finanzierungslücken zeigen, dass Sie die tatsächlichen Anforderungen der Position verstehen.
Bereiten Sie sich für das Vorstellungsgespräch darauf vor, einen Projektvorschlag zu erläutern, den Sie ablehnen würden, und Ihre Gründe dafür darzulegen: Fundierte Prüfungsurteile sind zentral. Machen Sie sich mit der Fachsprache der Mischfinanzierung vertraut und erläutern Sie überzeugend, wie Sie Monitoring-Rahmen und Ergebnismessung gestalten würden, da die Berichterstattung an den Vorstand ausdrücklich zu den Aufgaben gehört.
Auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit des Unternehmens dürfte sich diese Position konzentrieren?
Die Position ist klar auf Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel ausgerichtet und verfolgt dabei einen regionalen statt unternehmensinternen Ansatz. Die Programme umfassen Energiewende, Dekarbonisierung der Industrie, Hitzeschutz, saubere Luft und sauberes Wasser, Abfallwirtschaft und Kreislaufwirtschaft sowie nachhaltige Ernährung und Landwirtschaft. Das Portfolio ist entsprechend breit gefächert; die konkreten Nachhaltigkeitsschwerpunkte richten sich danach, welche Leuchtturmprogramme gerade laufen.
Besonders ist der Fokus auf innovative Technologien und Mischfinanzierungsmodelle als Umsetzungsinstrumente. Statt interne Emissionsziele festzulegen, setzt das Team philanthropisches Kapital ein, um Konzepte zu erproben und weitere Geldgeber zu gewinnen. Bei der Nachhaltigkeitsarbeit geht es somit darum, Märkte zu schaffen und beispielhafte Wirkung zu erzielen.
Die Anpassung an den Klimawandel – insbesondere der Hitzeschutz in dicht besiedelten Städten Südostasiens – dürfte angesichts der hohen Gefährdung in der Region einen wachsenden Anteil des Portfolios ausmachen. Durch die Berichts- und Auszahlungsstandards von TF berührt die Position auch Governance-Fragen und stellt sicher, dass ESG-Grundsätze intern wie extern eingehalten werden.
Vor welchen großen Herausforderungen könnte jemand in dieser Position stehen?
Die größte Herausforderung dürfte darin liegen, mit den Unsicherheiten eines dynamischen Programmumfelds umzugehen. Klimaschutztechnologien und Finanzierungsmodelle entwickeln sich rasant, und neue Chancen oder Partner können zu veränderten Prioritäten führen. Eine klare Strategie beizubehalten und zugleich flexibel zu reagieren, erfordert echtes Fingerspitzengefühl.
Eine weitere Hürde ist die Abstimmung zahlreicher Interessengruppen. Regierungen, internationale Organisationen, Unternehmen und philanthropische Akteure haben unterschiedliche Zeitpläne, Anreize und Erfolgskriterien. Sie auf ein gemeinsames Programmziel auszurichten und während der Umsetzung an einem Strang halten zu können, setzt Geduld und politisches Urteilsvermögen voraus.
Intern verlangt die Position die Einhaltung strenger Governance-Vorgaben: Für Berichte an den Vorstand und die regelkonforme Auszahlung von Fördermitteln ist eine lückenlose Dokumentation erforderlich. Zusammen mit Reisen in der Region und der interkulturellen Kommunikation verlangt die Stelle Ausdauer und Genauigkeit – eine Kombination, die nicht jedem dauerhaft leichtfällt.
Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?
Der Morgen könnte mit einem Blick auf die laufenden Programme beginnen: Fortschrittsdaten prüfen, Probleme bei Auszahlungen erkennen oder einen Abschnitt für einen Bericht an die Geschäftsleitung oder den Vorstand verfassen. Da das Portfolio mehrere Themenbereiche umfasst, warten meist zahlreiche Unterlagen auf Prüfung oder Freigabe.
Mittags stehen häufig Gespräche mit Interessengruppen an: ein Telefonat mit einer regionalen Regierungsvertretung, eine Due-Diligence-Prüfung mit einem potenziellen Technologiepartner oder ein internes teamübergreifendes Treffen zur Abstimmung einer gemeinsamen Initiative. Auch Briefings für die Geschäftsleitung gehören regelmäßig dazu, sodass das Verfassen von Texten den ganzen Tag über eine Rolle spielt.
Am Nachmittag könnte ein neuer Vorschlag bewertet werden – technische und finanzielle Unterlagen lesen, Referenzen prüfen und Annahmen hinterfragen – oder TF bei einer externen Veranstaltung vertreten werden. In Reisephasen verdichtet sich der Zeitplan durch Vor-Ort-Besuche und eng getaktete Partnertreffen. Kein Tag gleicht dem anderen, und genau das macht einen Teil des Reizes aus.
Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Position?
Bei überzeugender Leistung könnte sich innerhalb der Stiftung die Möglichkeit eröffnen, ein größeres thematisches Portfolio oder ein größeres Team zu leiten. Die Bezeichnung Associate Director/Manager deutet auf eine bereits bestehende Entwicklungslaufbahn hin. Die Position der Leitung des Bereichs Climate & Liveability zeigt zudem eine sichtbare interne Karriereperspektive, auf die diese Stelle hinführt.
Auch das externe Netzwerk ist besonders wertvoll. Die Zusammenarbeit mit Regierungen, Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen, philanthropischen Organisationen und Climate-Tech-Unternehmen in Südostasien eröffnet später vielfältige Möglichkeiten – etwa bei Klimafonds, Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen oder in der Unternehmensnachhaltigkeit.
Fachlich ist die umfassende Erfahrung mit Mischfinanzierungen, Programmmonitoring und Governance auf Vorstandsebene breit übertragbar. Die Repräsentation von TF auf Konferenzen stärkt zudem die öffentliche Sichtbarkeit – für eine engagierte Fachkraft mit klarer Mission oft ein besonders nachhaltiger Vorteil.
Die wichtigsten Ansprechpartner, mit denen Sie zusammenarbeiten könnten
Die wichtigste interne Ansprechperson ist die Leitung des Bereichs Climate & Liveability, die die strategische Richtung vorgibt und an die diese Position direkt berichtet. Darüber hinaus arbeitet die Stelleninhaberin oder der Stelleninhaber im Rahmen von Berichts- und Genehmigungsprozessen mit der Geschäftsleitung und dem Vorstand von TF zusammen und stimmt teamübergreifende Initiativen mit Kolleginnen und Kollegen anderer Programmteams ab.
Das externe Netzwerk ist breit gefächert: Regierungsbehörden und Ministerien in ganz Südostasien, internationale Organisationen, Unternehmen und Technologieanbieter sowie philanthropische Partner und Mitfinanzierende. Diese Beziehungen bilden die Grundlage für die Projektpipeline und müssen daher kontinuierlich und gezielt gepflegt werden, statt nur punktuell und geschäftlich genutzt zu werden.
Auch Begünstigte und Umsetzungspartner – also die Organisationen, die geförderte Programme vor Ort tatsächlich durchführen – sind wichtige Gruppen, denn das Monitoring ist auf ihre Berichte angewiesen. Die Erwartungen der Geldgeber, die Situation der Partner und die Ergebnisse für die Begünstigten in Einklang zu bringen, ist der diplomatische Kern der Aufgabe.
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