Diese Person baut eine Pipeline für Klima-Tech-Investments auf und steuert sie: Sie identifiziert Deals, leitet die Due Diligence in kommerzieller, finanzieller und wirkungsbezogener Hinsicht, strukturiert Eigenkapital- und flexible Finanzierungen und begleitet die Gründerteams anschließend aktiv bei Strategie, operativen Fragen und Fundraising. Der Schwerpunkt liegt auf Energiespeicherung, Energieeffizienz, Dekarbonisierung der Industrie, grünem Wasserstoff, Mobilität und CO₂-Abscheidung – von der Seed- bis zur Growth-Phase.
Besonders wichtig ist das doppelte Mandat. Das investierte Kapital soll eine finanzielle Rendite erzielen und zugleich die tatsächlichen Industrieemissionen senken. Bei der Due Diligence zeigt sich, ob die Wirkungsversprechen belastbar sind oder sich nicht halten lassen. Sagana ist ein kleines, global aufgestelltes Team, das missionsorientierte Unternehmen in Indien und Europa unterstützt. In dieser Position arbeiten Sie eng mit den Gründerteams zusammen, während ihre Unternehmen wachsen.
Die Position passt zu jemandem, der bereits Klima- oder Energie-Deals identifiziert und abgeschlossen hat, anspruchsvolle Technologien versteht und verständlich erklären kann und beim Aufbau der Unternehmensstrategie mitwirken möchte – nicht erst dann dazukommen will, wenn das Term Sheet unterschrieben wird.
Job-FAQs
Was sind die wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten in dieser Position?
Die Kernaufgabe besteht darin, Investitionen in Klimatechnologien zu identifizieren und umzusetzen, die sowohl finanzielle Renditen als auch messbare ökologische Wirkung erzielen. Im Arbeitsalltag bedeutet das, eine Pipeline aufzubauen und dafür mit Acceleratoren, Inkubatoren, Gründerinnen und Gründern sowie Co-Investoren zu sprechen, erste Prüfungen vorzunehmen und anschließend die vollständige Due-Diligence-Prüfung zu leiten. Diese umfasst kommerzielle, operative und finanzielle Aspekte ebenso wie eine Wirkungsanalyse. Außerdem erstellt die Position die Investitionsunterlagen und vertritt die Empfehlungen vor dem Investmentkomitee.
Neben dem Abschluss von Transaktionen nimmt das Portfoliomanagement viel Raum ein. Dazu gehört die direkte Zusammenarbeit mit Gründerinnen und Gründern sowie Führungsteams an Geschäftsstrategie, operativen Themen, Kapitalbeschaffung und Wirkungsmessung. Bei Bedarf werden Kontakte zu Partnern in den Bereichen Personal, Finanzierung, Governance oder Vertrieb vermittelt. Auch die Beobachtung der finanziellen Ergebnisse und der Wirkung im gesamten Portfolio sowie deren Berücksichtigung in der internen und externen Berichterstattung gehören zum Arbeitsalltag.
Ein dritter Schwerpunkt ist die Präsenz im Ökosystem: Marktanalysen zur Unterstützung der Deal-Anbahnung, fachliche Impulse zu Energie- und Klimathemen sowie die Vertretung von Sagana bei Branchenveranstaltungen und Networking-Events. Da das Team klein ist, laufen diese Aufgaben oft parallel statt nacheinander. Dieselbe Person verantwortet die Deal-Anbahnung, die Due Diligence und die Unterstützung nach der Investition.
Wichtige Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten in dieser Position
Die Lernkurve ist sowohl fachlich als auch im Investmentgeschäft steil. Bei der Bewertung von Investments in Energiespeicherung, grünen Wasserstoff, CO₂-Abscheidung oder nachhaltige Werkstoffe gilt es, genau zu verstehen, wie die Technologien funktionieren, wie ihre Stückkosten aussehen und worin ihre Wettbewerbsvorteile liegen. Dieses Wissen wächst schnell, weil die Position viele Unternehmen miteinander vergleicht.
Im Investmentbereich bietet die Rolle Einblicke in den gesamten Prozess: von der Suche und Vorauswahl geeigneter Unternehmen über die Strukturierung mit Eigenkapital und flexiblen Finanzierungsinstrumenten bis hin zur Präsentation vor dem Investmentkomitee und zum Abschluss. Nur wenige Positionen ermöglichen einer einzelnen Person diesen vollständigen Überblick – insbesondere über die Phasen von Seed bis Growth und in zwei Märkten, Indien und Europa. Die Zusammenarbeit mit Gründerinnen und Gründern nach der Investition schärft zudem das operative Urteilsvermögen, das in reinen Transaktionsrollen oft zu kurz kommt.
Voraussichtlich gibt es Mentoring durch den Associate Partner und die Leitung des Capital Business Unit sowie Einblicke in die Fondsbeziehungen und das Berichtswesen einer Impact-Investing-Beratung. Die internationale Zusammenarbeit über verschiedene Zeitzonen hinweg und eine werteorientierte Investmentkultur ergänzen die Entwicklungsmöglichkeiten.
Wie sieht das ideale Profil aus (Erfahrung und Fähigkeiten)?
Gesucht wird eine Person mit 10 bis 15 Jahren einschlägiger Erfahrung in Venture Capital, Private Equity oder Impact Investing, idealerweise mit Erfahrung in der Früh- oder Wachstumsphase. Sagana ist jedoch ausdrücklich auch offen für Bewerberinnen und Bewerber aus den Bereichen erneuerbare Energien oder Kreislaufwirtschaft, die strategisches Denken und analytische Stärke mitbringen, auch wenn sie nicht direkt aus dem Investmentgeschäft kommen. Beide Wege sind möglich, sofern sich einschlägige Erfahrung im Klima- oder Energiebereich nachweisen lässt – durch abgeschlossene Investments oder durch operative Tätigkeiten.
Fundierte technische und kommerzielle Kenntnisse im Energie- und Klimatechnologiebereich entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind nahezu unverzichtbar. Bei der Due Diligence müssen komplexe Technologien und ihre Wettbewerbsposition beurteilt und die Ergebnisse anschließend einem breiteren Publikum verständlich vermittelt werden. Ein starkes Netzwerk aus Gründerinnen und Gründern, Co-Investoren und weiteren Akteuren des Ökosystems – ob international oder regional – gilt als echter Vorteil und nicht bloß als Zusatzqualifikation.
Die persönlichen Eigenschaften sind ebenso wichtig wie der Lebenslauf. Sagana sucht eine proaktive, pragmatische und kritisch denkende Person, die sich in einem schlanken, dynamischen Team wohlfühlt, über kulturelle Grenzen hinweg Vertrauen aufbauen kann und klar auf Englisch kommuniziert. Die Übereinstimmung mit dem werteorientierten Ansatz wird ausdrücklich betont. Wer Wirkung nur als schmückendes Beiwerk und nicht als maßgebliches Entscheidungskriterium versteht, dürfte daher nicht zu der Position passen.
Tipps, um mit der Bewerbung hervorzustechen und erfolgreich zu sein
Stellen Sie konkrete Deals in den Vordergrund, nicht bloß Zuständigkeiten. In der Ausschreibung wird verlangt, dass Sie nachweisen, wirtschaftlich attraktive und wirkungsvolle Investmentchancen identifiziert und bewertet zu haben. Die überzeugendste Bewerbung nennt daher konkrete Unternehmen, die jeweilige Finanzierungsphase, Ihren Beitrag und das Ergebnis – einschließlich der Frage, wie die Wirkung gemessen wurde. Wenn Ihr Zugang nicht über Investments, sondern über die Industrie führt, sollten Sie operative Erfolge ebenso konkret beschreiben: Was wurde aufgebaut, was hat es gekostet, was wurde eingespart oder an Emissionen vermieden?
Zeigen Sie Ihre technische Kompetenz, ohne zu übertreiben. Sagana sucht jemanden, der komplexe Technologien verständlich erklären kann. Ein Anschreiben, das sich auf ein Klimathema konzentriert – etwa die Dekarbonisierung der Industrie oder grünen Wasserstoff – und dessen Investmentpotenzial in wenigen prägnanten Absätzen darlegt, sagt mehr aus als eine Liste mit Branchenbegriffen. Wer eine klare Einschätzung dazu abgibt, wo der Markt Fehlbewertungen aufweist, beweist zudem das geforderte kritische Denkvermögen.
Da die Stelle in Indien angesiedelt ist und die Zusammenarbeit global erfolgt, sollten Sie erläutern, wie Sie über Zeitzonen und Kulturkreise hinweg arbeiten – idealerweise anhand eines Beispiels. Beziehen Sie sich ausdrücklich auf die fünf Werte Mut, Authentizität, Respekt, Verantwortungsbewusstsein und Exzellenz. Eine kurze Geschichte überzeugt dabei mehr als eine bloße Aufzählung. Bewerbungen werden über den Link eingereicht; Fragen und Lebensläufe gehen an das Talent-Team. Halten Sie Ihre Unterlagen klar und konkret – auf Masse kommt es nicht an.
Auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit im Unternehmen wird sich diese Stelle voraussichtlich konzentrieren?
Im Mittelpunkt steht der Umweltschutz, ergänzt durch soziale Wirkung. Die Investments konzentrieren sich auf Energie- und Klimatechnologien: Energiespeicherung, Energieeffizienz, Dekarbonisierung der Industrie, nachhaltige Materialien, saubere Mobilität, grüner Wasserstoff und saubere Energie, Motoren sowie CO₂-Abscheidung und -Nutzung. Aufgabe der Leitung ist es, zu beurteilen, welche dieser Lösungen sich kommerziell skalieren lassen und zugleich tatsächlich Emissionen senken – und anschließend nachzuverfolgen, ob die erwartete Wirkung nach dem Investment eintritt.
Governance spielt vor allem in der Arbeit mit den Portfoliounternehmen eine Rolle. Sie beim Aufbau ihrer Governance-, Kapitalbeschaffungs- und Berichtsstrukturen zu unterstützen, gehört zur Stärkung ihrer Kapazitäten. Die Überwachung der Wirkung fließt außerdem in die interne und externe Berichterstattung von Sagana an Fondsinvestoren und Partner ein. Die Wirkungsdaten müssen daher belastbar sein und dürfen nicht bloß als Marketingbotschaft dienen.
Durch die Unterstützung missionsorientierter Unternehmen in Indien und Europa berührt die Stelle auch das Thema inklusives Wirtschaften. Laut Ausschreibung soll sie dazu beitragen, inklusives und nachhaltiges Wirtschaften in diesen Märkten zu gestalten. Im Zentrum steht also weniger ein unternehmensweites ESG-Programm als vielmehr die Aufgabe, Kapital gezielt in Unternehmen zu lenken, deren Kerngeschäft auf Emissionsminderung oder Ressourceneffizienz ausgerichtet ist.
Vor welchen zentralen Herausforderungen könnte jemand in dieser Position stehen?
Die größte Herausforderung dürfte darin bestehen, beiden Teilen des doppelten Mandats auch unter genauer Prüfung gerecht zu werden. Jeder Deal muss sowohl wirtschaftlich tragfähig sein als auch Wirkung erzielen. Bei Klima-Tech-Unternehmen in der Seed- und Growth-Phase sorgen technologische, politische und Marktrisiken dafür, dass beide Aspekte mit Unsicherheit behaftet sind. Diese Spannung im Investmentkomitee auszuhalten, wo es oft einfacher wäre, sich auf eine Seite zu konzentrieren, ist die zentrale Herausforderung.
Die Arbeit in einem schlank aufgestellten Team über Indien und Europa hinweg bringt zusätzliche operative Belastungen mit sich. Zeitzonen, standortübergreifende Zusammenarbeit und die große thematische Bandbreite der Position – von Deal-Sourcing und Due Diligence über die Strukturierung bis zur Betreuung des Portfolios und der Präsenz im Ökosystem – erfordern eine ständige Priorisierung. Wer an größere Fondsstrukturen gewöhnt ist, könnte die fehlenden Unterstützungsebenen als anspruchsvoll empfinden.
Hinzu kommt der Alltag im Portfoliomanagement: Gründerinnen und Gründer brauchen Unterstützung bei Strategie, Personal, Governance und Anschlussfinanzierungen. Die Leitung soll diese Unterstützung leisten und gleichzeitig neue Deals anbahnen. Gerät ein Portfoliounternehmen ins Stocken, trägt die verantwortliche Person unmittelbare Verantwortung. Die Balance zwischen tatkräftiger Unterstützung und der Disziplin, die Pipeline weiter voranzubringen, bleibt eine dauerhafte Herausforderung.
Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?
Der Morgen könnte mit einem Blick auf die Deal-Pipeline beginnen: neue eingehende Pitch-Decks prüfen, das CRM aktualisieren und nachhalten, bei welchen Gründerinnen und Gründern aus dem Ökosystem ein Follow-up ansteht. Gespräche mit Acceleratoren, Inkubatoren oder Co-Investoren finden oft früh statt, um die europäische Zeitzone abzudecken; Treffen mit Gründungsteams in Indien folgen eher später. Für einen Due-Diligence-Arbeitsstrang – etwa ein Finanzmodell oder eine Marktübersicht zur Energiespeicherung – ist ein längerer konzentrierter Arbeitsblock einzuplanen.
Mittags stehen häufig interne Aufgaben an: Unterlagen für das Investmentkomitee vorbereiten oder prüfen, eine Wirkungsanalyse überarbeiten oder an einer Teamdiskussion zu einem laufenden Deal teilnehmen. An manchen Tagen gibt es außerdem eine Arbeitssitzung mit einem Portfoliounternehmen, in der mit dem Gründerteam ein Kapitalbeschaffungsplan, eine Personalfrage oder ein Konzept zur Wirkungsmessung erarbeitet wird. Dokumentation, Kommentare zu Term Sheets und Aktualisierungen für die Berichterstattung füllen die Zwischenräume.
Später am Tag können Veranstaltungen im Ökosystem, Branchen-Webinare oder Networking-Gespräche anstehen. Oder die Zeit fließt in ein Marktüberblicks-Memo, das das Deal-Sourcing unterstützt. Da das Team klein und global aufgestellt ist, unterscheiden sich die Wochen stark: Eine Woche ist vielleicht von Due Diligence und einem bevorstehenden Signing geprägt, die nächste von dringenden Fragen aus dem Portfolio oder Reisen zu Gründerteams. Kein Tag gleicht dem anderen; der Zeitplan richtet sich danach, welcher Deal oder welches Unternehmen kurz vor einer Entscheidung steht.
Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Position?
Der naheliegendste Entwicklungspfad liegt innerhalb der Capital Business Unit von Sagana: Wer als Director ein starkes Portfolio aufbaut und gutes Urteilsvermögen beweist, könnte perspektivisch in eine Position als Associate Partner oder Business Unit Lead wechseln. Berichtslinie und Teamstruktur gehen bereits aus der Ausschreibung hervor. Der Hinweis, dass der Titel von der Erfahrung abhängt, deutet außerdem darauf hin, dass Sagana das Senioritätsniveau an die jeweilige Person anpasst.
Da die Position Deal-Sourcing, Umsetzung und Portfoliomanagement umfasst, eröffnet sie auch seitliche Entwicklungsmöglichkeiten. Wer sich besonders für die Investmentseite begeistert, kann sich stärker auf Fondsthemen oder die Strukturierung von Co-Investments konzentrieren. Wer lieber Unternehmen mit aufbaut, kann die Portfoliounternehmen operativ intensiver begleiten und mit der Zeit möglicherweise Aufsichtsratsmandate oder gründernahe Aufgaben übernehmen.
Auch die Sichtbarkeit ist ein Vorteil. Wer Diskussionen im Investmentkomitee leitet, Sagana bei Branchenveranstaltungen vertritt und Fachbeiträge mitgestaltet, kommt mit Gründerinnen und Gründern, Co-Investoren und dem breiteren Klima-Tech-Netzwerk in Kontakt. In einem Unternehmen mit 59 Mitarbeitenden wächst diese Sichtbarkeit schnell. Die Erfahrung aus einzelnen Deals ist zudem ein gutes Sprungbrett zu größeren Fonds oder zur Gründung eines eigenen Unternehmens.
Mit welchen zentralen Stakeholdern werden Sie voraussichtlich zusammenarbeiten?
Intern arbeitet die Position besonders eng mit dem Associate Partner und dem Capital Business Unit Lead zusammen, die Deal-Prioritäten festlegen und Empfehlungen freigeben. Auch das übrige Investmentteam sowie die zuständigen Personen für Berichterstattung und Fondsbeziehungen gehören zu den regelmäßigen Ansprechpersonen. Da Sagana Beratung zu wirkungsorientierten Investments mit Fondsmanagement verbindet, kann die Zusammenarbeit außerdem Kolleginnen und Kollegen umfassen, die sich um die eigenen Kunden und Kapitalpartner des Unternehmens kümmern und deren Erwartungen in die Berichterstattung einfließen.
Extern stehen die Gründerteams und Führungskräfte der Portfoliounternehmen im Mittelpunkt. Die Leitung fungiert dabei nicht nur als Investor, sondern auch als strategischer Sparringspartner. Ebenso wichtig ist das Netzwerk des Ökosystems: Acceleratoren, Inkubatoren, Co-Investoren, Fachberater und andere Fonds, die sowohl Deals vermitteln als auch Due-Diligence-Erkenntnisse teilen. Hinzu kommen Partner, die Portfoliofirmen bei Personal, Finanzen, Governance oder Vertrieb unterstützen.
Die Art der Zusammenarbeit unterscheidet sich je nach Gruppe. Gründerteams brauchen Vertrauen und Offenheit, Co-Investoren eine nüchterne Analyse und interne Kolleginnen und Kollegen Empfehlungen, die einer kritischen Prüfung im Komitee standhalten. Da die Zusammenarbeit Indien und Europa umfasst, finden diese Gespräche über Kulturkreise und Zeitzonen hinweg statt. Entscheidend ist daher nicht nur der Inhalt, sondern auch, die Situation richtig einzuschätzen und die Kommunikation entsprechend anzupassen.
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