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Sustainability Officer

Rosneft Deutschland GmbH • Deutschland • Added on Oct 27, 2026
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In dieser Position stellen Sie sicher, dass Rosneft Deutschlands Biokraftstoff- und Erneuerbare-Energien-Handel den deutschen und europäischen Vorschriften entspricht. Sie verwalten eingehende Nachhaltigkeitsnachweise (Proof of Sustainability), erstellen die monatlichen Biomassebilanzen für Raffinerien und Terminals und steuern den gesamten ISCC-Zertifizierungszyklus – von der Auditvorbereitung bis zur Rezertifizierung. Außerdem beraten Sie Händler im Bereich erneuerbare Energien zu Treibhausgaseinsparungen und unterstützen die Umsetzung von Biokraftstoffanforderungen in Exportmärkten.

Die Tätigkeit ist wichtig, weil gesetzliche Verpflichtungen zu erneuerbaren Kraftstoffen eine Voraussetzung für den Verkauf in Deutschland und ganz Europa sind. Korrekte Zertifizierungen und Berichte entscheiden darüber, ob das Unternehmen handeln darf. Es handelt sich daher um eine Compliance-Funktion nahe am operativen Kerngeschäft – nicht um eine Stelle in Kommunikation oder Strategie. Da das Unternehmen unter der Treuhandverwaltung der Bundesnetzagentur steht, sind klare und prüfbare Nachhaltigkeitsnachweise besonders wichtig.

Diese Position passt zu einer Person, die sich sicher zwischen Regulierung und Handel bewegt, sorgfältig dokumentiert und Daten abgleicht und so gut Deutsch und Englisch spricht, dass sie mit Auditoren, Behörden und internationalen Lieferanten arbeiten kann.

Job-FAQs

Was sind die zentralen Aufgaben und Verantwortlichkeiten dieser Stelle?

Im Mittelpunkt der Stelle steht, die Einhaltung der Vorschriften für die Biokraftstoff- und erneuerbaren Energieströme des Unternehmens sicherzustellen. Im Tagesgeschäft bedeutet das, Nachhaltigkeitsnachweise von Lieferanten zu verwalten, die monatlichen Biomassebilanzen für Raffinerien und Terminals in VTA CEEMAS fertigzustellen und sicherzustellen, dass die Zahlen mit den Vereinbarungen der Handelsteams übereinstimmen. Sie verantworten den ISCC-Zertifizierungszyklus. Dazu gehören die Vorbereitung der jährlichen Audits, die Abstimmung mit Auditoren und die Leitung der Rezertifizierung. Außerdem arbeiten Sie mit den Handelsabteilungen an Verträgen und den darin festgelegten Nachhaltigkeitsanforderungen und bewerten die Leistung der Lieferanten. Darüber hinaus unterstützen Sie Prognosen und Berichte zu Biokraftstoffverpflichtungen und biogenen Erlösströmen. Sie beraten den Erneuerbarenhandel dazu, wie sich optimale Treibhausgaseinsparungen erzielen lassen, und helfen dabei, Anforderungen an Biokraftstoffe auf nationaler Ebene und in Exportmärkten zu erfüllen. Dabei stimmen Sie sich mit IT- und Fachteams ab. Die Beobachtung deutscher und europäischer Vorschriften sowie der Austausch mit Behörden und Verbänden runden das Aufgabenprofil ab. In der Praxis verbindet die Stelle Compliance, Reporting und Beratung in einem Handels- und Raffinerieunternehmen.

Zentrale Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten in dieser Stelle

Die größte Lernkurve erwartet Sie im ersten vollständigen ISCC-Zertifizierungszyklus: Sie bereiten Unterlagen vor, stimmen sich mit Auditoren ab und lernen, welche Nachweise einer Prüfung standhalten. Dieses Wissen ist auf dem Arbeitsmarkt gefragt und lässt sich nicht ohne Weiteres anderswo erwerben. Voraussichtlich sammeln Sie praktische Erfahrung mit dem CEEMAS-System, der Berichterstattung zu Biomassebilanzen und der Verwaltung von Nachhaltigkeitsnachweisen. Durch die Zusammenarbeit mit Fachleuten im Erneuerbarenhandel an der Einsparung von Treibhausgasen lernen Sie, wie sich Compliance-Entscheidungen auf Geschäftsergebnisse auswirken – eine Perspektive, die vielen Nachhaltigkeitsfachkräften fehlt. Die Beobachtung deutscher und europäischer Nachhaltigkeitsvorschriften hält Sie in einem dynamischen Bereich rund um erneuerbare Energien und Biokraftstoffe auf dem Laufenden. Durch die Exportaktivitäten des Unternehmens kommt eine weitere Dimension hinzu: Sie lernen, wie sich die Anforderungen an Biokraftstoffe von Land zu Land unterscheiden und wie ihre Umsetzung intern mit IT- und Fachteams koordiniert wird.

Wie sieht das ideale Profil aus (Erfahrung, Kompetenzen)?

Laut Stellenausschreibung wird ein Bachelor- oder Masterabschluss in Wirtschaft, Naturwissenschaften oder Ingenieurwesen erwartet. Der fachliche Hintergrund ist also breit gefasst. Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse sind unverzichtbar, da Sie mit deutschen Behörden, EU-Vorschriften sowie internationalen Lieferanten und Kolleginnen und Kollegen arbeiten. Erfahrung mit Biokraftstoffen, Treibhausgasquoten oder der Öl- und Gasbranche ist wünschenswert. Das deutet darauf hin, dass das Team eine Person sucht, die vom ersten Tag an mitarbeiten kann, statt sich zunächst ganz neu in den Markt einarbeiten zu müssen. MS Office wird vorausgesetzt, Kenntnisse in SAP oder VTA CEEMAS sind von Vorteil. Kenntnisse der deutschen und europäischen Nachhaltigkeitsgesetzgebung, des Biokraftstoffmarkts und des Handels mit CO₂-Zertifikaten werden ebenfalls positiv bewertet. Auch analytisch ist die Stelle anspruchsvoll: Monatliche Biomassebilanzen, Prognosen und Lieferantenbewertungen setzen Sicherheit im Umgang mit Zahlen und beim Abgleich von Daten voraus. Neben den fachlichen Kompetenzen braucht es Diplomatie im Umgang mit den Handelsteams, Genauigkeit bei der Zusammenarbeit mit Auditoren und Geduld im Austausch mit IT- und Vertriebsabteilungen. Regulatorische Anforderungen Menschen verständlich zu erklären, die vor allem die geschäftlichen Auswirkungen im Blick haben, dürfte mindestens ebenso wichtig sein wie die Vorschriften selbst zu kennen.

Tipps für eine überzeugende und erfolgreiche Bewerbung

Rosneft Deutschland steht unter der Treuhandverwaltung der Bundesnetzagentur. Machen Sie sich deshalb zunächst klar, was das für die Position bedeutet. Bei dieser Nachhaltigkeitsfunktion geht es um die Einhaltung der Vorschriften zur Biomasse- und Biokraftstoffzertifizierung – nicht darum, eine grüne Strategie von Grund auf zu entwickeln. Ein Anschreiben, das den Unterschied zwischen der Erfüllung von Pflichten und der Vermittlung einer Vision deutlich macht, wirkt fundiert. Nennen Sie in Ihrer Bewerbung konkrete Regelwerke und Prozesse: die ISCC-Zertifizierung, den Nachhaltigkeitsnachweis (Proof of Sustainability), VTA CEEMAS, monatliche Biomassebilanzberichte, die Berechnung der Treibhausgasquote sowie die einschlägigen deutschen und EU-Vorschriften. Falls Sie mit einem dieser Bereiche gearbeitet haben, beschreiben Sie genau, was Sie getan haben – statt lediglich Ihre Erfahrung zu erwähnen. Ein konkretes Audit, bei dem Sie mitgewirkt haben, oder ein abgeschlossener Berichtszyklus überzeugt mehr als eine allgemeine Aussage über Ihr Interesse an erneuerbaren Energien. Stellen Sie sich darauf ein, dass im Vorstellungsgespräch beide Seiten der Aufgabe geprüft werden. Wahrscheinlich geht es darum, wie Sie das jährliche ISCC-Audit betreuen, mit unvollständigen Unterlagen von Lieferanten umgehen und Händlern rasch Auskunft zu Treibhausgaseinsparungen geben. Die Sprachanforderung ist ernst zu nehmen: Im Bewerbungsprozess wird vermutlich zwischen Deutsch und Englisch gewechselt. Sie sollten technische Sachverhalte daher in beiden Sprachen erläutern können.

Auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit dürfte sich diese Position konzentrieren?

Im Mittelpunkt steht nicht eine allgemeine ESG-Strategie, sondern die Einhaltung der Nachhaltigkeitsvorschriften im Biokraftstoff- und Erneuerbare-Energien-Handel. Die Tätigkeit dreht sich um Nachhaltigkeitsnachweise (Proof of Sustainability), Biomassebilanzen, die ISCC-Zertifizierung und Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Treibhausgasquote. Bei Umweltaspekten geht es also vor allem darum, gesetzliche Ziele für erneuerbare Energien zu erfüllen und nachzuweisen, woher die Bioprodukte des Unternehmens stammen und welche Emissionseinsparungen sie ermöglichen. Die Governance ist zentral: Audits, Zertifizierungen, die Beobachtung regulatorischer Entwicklungen und die Kommunikation mit Behörden. Soziale Aspekte treten in der Stellenausschreibung weniger deutlich hervor; die Bewertung der Lieferantenleistung und die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Interessengruppen berühren sie jedoch am Rande. Die Raffinerien des Unternehmens werden als einige der modernsten in Westeuropa beschrieben, und eine höhere Energieeffizienz ist ein erklärtes Ziel. Ein Sustainability Officer dürfte hier eher an der Compliance und der Vermarktung erneuerbarer Produkte arbeiten als an Dekarbonisierungsprojekten innerhalb der Raffinerien. Über Berichte und Verpflichtungen hängen beide Bereiche jedoch zusammen.

Mit welchen größeren Herausforderungen könnte man in dieser Position konfrontiert sein?

Die größte Herausforderung: Das Zertifizierungssystem wartet nicht. Für die monatlichen Biomassebilanzen und die jährlichen ISCC-Audits gelten feste Fristen. Wenn Unterlagen von Lieferanten verspätet oder unvollständig eintreffen, müssen Sie ihnen nachgehen und den Bericht trotzdem fristgerecht fertigstellen. Bei den Nachhaltigkeitsnachweisen (Proof of Sustainability) von externen Lieferanten sind Sie auf Personen angewiesen, die Sie nicht direkt steuern können. Eine weitere Herausforderung ist, die regulatorische Sorgfalt mit dem kommerziellen Druck in Einklang zu bringen. Händler im Bereich erneuerbare Energien brauchen schnelle Auskünfte zu Treibhausgaseinsparungen und Vertragsbedingungen. Eine fachlich korrekte Compliance-Antwort, die ein Geschäft verzögert, kann zu Spannungen führen. Sie müssen Grenzen klar erläutern, ohne als Abteilung wahrgenommen zu werden, die grundsätzlich nur Nein sagt. Auch die Treuhandverwaltung bringt Unklarheiten mit sich. Rosneft Deutschland steht unter der Verwaltung der Bundesnetzagentur, die eigene Erwartungen an Berichterstattung und Transparenz hat. An Entscheidungen könnten auch Personen außerhalb der üblichen Geschäftslinie beteiligt sein, und Prioritäten können sich verschieben. Wer diese Position übernimmt, sollte sich in einer Organisationsstruktur wohlfühlen, deren Governance nicht der eines gewöhnlichen Privatunternehmens entspricht.

Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?

Kein Tag gleicht genau dem anderen. Typischerweise prüfen Sie eingehende Dokumente und Daten in VTA CEEMAS, aktualisieren Biomassebilanzen und beantworten Fragen aus den kaufmännischen Teams oder von Händlern. Vielleicht gleichen Sie am Vormittag Zahlen ab und telefonieren am Nachmittag mit einem Lieferanten, dessen Nachhaltigkeitsnachweis (Proof of Sustainability) unvollständig ist, oder mit einem IT-Kollegen, der an einer Systemkorrektur arbeitet. Während der Auditsaison verändert sich der Arbeitsrhythmus. Dann stellen Sie Nachweise zusammen, bereiten Kollegen auf Gespräche vor und sind die zentrale Ansprechperson für die ISCC-Auditoren. Außerhalb dieser Zeit verfolgen Sie möglicherweise neue deutsche oder EU-Vorschriften, verfassen interne Leitlinien oder nehmen an Treffen mit Behörden und Verbänden teil. Die Position verbindet mehrere Bereiche, daher ist mit regelmäßigem Austausch zu rechnen. Händler brauchen schnelle Antworten zu Treibhausgaseinsparungen, kaufmännische Kollegen Unterstützung bei Vertragsformulierungen und die Geschäftsleitung Informationen zu Pflichten und Prognosen. Teilweise ist Homeoffice möglich; wegen des hohen Abstimmungsbedarfs ist die Präsenz im Berliner Büro jedoch wichtig.

Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Position?

Die Position ist an einer besonderen Schnittstelle angesiedelt: Biokraftstoff-Compliance, Zertifizierungsmanagement und Unterstützung des Handels in einem Mineralölraffinerieunternehmen. Ein naheliegender nächster Schritt könnte eine Leitungsfunktion im Regulierungs- oder Compliance-Bereich sein – insbesondere, wenn Sie den ISCC-Zertifizierungszyklus verantworten und zur zentralen Ansprechperson für Auditoren und Behörden werden. Die Einblicke in Märkte für erneuerbare Energien, den Handel mit Treibhausgasquoten und die Anforderungen an Biokraftstoffe in Exportländern vermitteln Fachwissen, das vielen Nachhaltigkeitsgeneralisten fehlt. Damit eröffnen sich Möglichkeiten bei Handelshäusern, Biokraftstoffherstellern oder Zertifizierungsstellen. Die Zusammenarbeit mit IT- und kaufmännischen Teams stärkt außerdem Ihre Projektmanagementerfahrung, die sich später auch in operative Funktionen oder den Einkauf übertragen lässt. Das Unternehmen ist klein (88 Beschäftigte) und steht unter Treuhandverwaltung – dadurch können sich Aufgaben mit hoher Sichtbarkeit schnell verändern. Eine herausragende Mitarbeit an Audits oder der Umsetzung neuer Vorschriften kann zu mehr Verantwortung führen; eine klassische Konzernkarriereleiter gibt es hier jedoch nicht. Die Weiterentwicklung erfolgt wahrscheinlich eher horizontal und fachlich als über traditionelle Beförderungsstufen.

Mit welchen wichtigen Ansprechpartnern arbeiten Sie möglicherweise zusammen?

Intern arbeiten Sie am engsten mit den Händlern für erneuerbare Energien zusammen, die auf Ihre Beratung zu Treibhausgaseinsparungen und Nachhaltigkeitsanforderungen in Verträgen angewiesen sind. Außerdem stehen Sie regelmäßig mit den kaufmännischen Abteilungen zu Lieferantenverträgen und Leistungsbewertungen sowie mit der IT zur internen Umsetzung von Biokraftstoffanforderungen für Export- und Inlandsmärkte im Austausch. Extern arbeiten Sie mit Biokraftstofflieferanten und deren Nachhaltigkeitsnachweisen (Proof of Sustainability) sowie bei jährlichen Audits und Rezertifizierungen mit ISCC-Auditoren zusammen. Behörden, Verbände und weitere Akteure im deutschen und europäischen Regulierungsumfeld gehören ebenfalls zu Ihrem Aufgabenbereich, wenn es darum geht, Entwicklungen zu verfolgen und Compliance-Themen zu kommunizieren. Aufgrund der Treuhandverwaltung kann es auch Kontakte zu Vertretern der Bundesnetzagentur oder anderen mit der Aufsicht über das Unternehmen betrauten Personen geben. Die Position liegt zwischen der kaufmännischen Seite des Unternehmens und dem regulatorischen Umfeld. Sie werden daher vermutlich täglich zwischen diesen beiden Welten vermitteln.

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