Die Position ist im Responsible-Investment-Team von Keyridge angesiedelt. Dort verantwortet die Person im Tagesgeschäft Stewardship-Aktivitäten: Sie erstellt Analysen zu einzelnen Unternehmen als Grundlage für Abstimmungs- und Engagement-Entscheidungen, sorgt dafür, dass die Stimmrechtsausübung mit den Richtlinien des Unternehmens übereinstimmt, und entwickelt daraus thematische Analysen, die die Investmentteams in der Praxis nutzen können.
Der ESG-Schwerpunkt ist praxisorientiert und nicht rein beratend. Da Keyridge Anlagestrategien für öffentliche und private Märkte im Auftrag institutioneller Kunden verwaltet, fließen die Analysen der Person direkt in Kapitalallokation und Abstimmungen ein. Sie prägen außerdem, wie das Unternehmen seinen Pflichten nach SFDR, CSRD und der EU-Taxonomie nachkommt.
Die Stelle eignet sich für jemanden am Anfang der beruflichen Laufbahn, der sicher mit Bloomberg und Excel umgeht und so klar schreibt, dass sich ein Argument für den Unternehmensdialog oder eine regulatorische Position gegenüber einem Portfoliomanager überzeugend vermitteln lässt.
Job-FAQs
Was sind die wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten in dieser Position?
Die Hauptaufgabe besteht darin, die Strategie für verantwortungsbewusstes Investieren von Keyridge zu unterstützen und die Bereiche Stewardship und Research zu stärken. Konkret geht es darum, Stimmrechtsausübung und Engagement-Aktivitäten zu koordinieren, die Systeme zur Überwachung der Übereinstimmung mit den Stimmrechtsrichtlinien des Unternehmens zu verbessern und thematische Analysen für themenbezogene Stewardship-Kampagnen zu erstellen. Außerdem erarbeitet der ESG-Analyst Analysen und Fallstudien zu einzelnen Unternehmen, die Investmentteams assetklassenübergreifend nutzen können.
Im Research umfasst die Rolle das Verfassen und Anpassen von ESG-Inhalten für Kunden und interne Anspruchsgruppen, darunter Whitepaper, Thought Leadership und eigene Studien. Der ESG-Analyst beobachtet Trends im nachhaltigen Investieren, wesentliche ESG-Themen und die wissenschaftliche Fachliteratur und erstellt Hintergrundanalysen für Positionspapiere, Anlagevorschläge und die Beantwortung von Anfragen. Außerdem soll er zur Weiterentwicklung der ESG-Integrationsmethoden und -rahmenwerke von Keyridge beitragen.
Auch regulatorische Anforderungen gehören dauerhaft zum Aufgabenbereich. Der ESG-Analyst muss sich über SFDR, CSRD, die EU-Taxonomie und weitere Marktstandards auf dem Laufenden halten und Best Practices in den Investmentteams fördern. Langfristiges Ziel ist es, Stewardship und ESG-Integration systematischer zu gestalten und besser mit Fakten zu belegen, statt sie nur fallweise umzusetzen.
Welche wichtigen Lernmöglichkeiten bietet diese Stelle?
Die Position bietet unmittelbare Einblicke in die praktische Umsetzung von Stewardship – einem spezialisierten Fachgebiet. Der ESG-Analyst lernt, wie Entscheidungen zur Stimmrechtsausübung getroffen und Engagement-Kampagnen konzipiert und nachverfolgt werden und wie belastbare Fallstudien zu einzelnen Unternehmen entstehen, die einer Prüfung durch Investmentteams standhalten. Außerhalb eines Vermögensverwalters mit einem anerkannten Team für verantwortungsbewusstes Investieren lässt sich dieses Wissen nur schwer erwerben.
Im Research kannst du deine Schreib- und Analysefähigkeiten ausbauen – von kurzen internen Vermerken bis hin zu Whitepapern und Thought-Leadership-Beiträgen für Kunden. Die Arbeit mit Bloomberg und FactSet stärkt deine Daten- und Screening-Kenntnisse. Durch die regulatorischen Aufgaben sammelst du praktische Erfahrung mit SFDR, CSRD und der EU-Taxonomie – Kompetenzen, die in ESG-Stellenprofilen immer häufiger gefragt sind.
Das Unternehmen nennt Unterstützung für Lernen und Weiterentwicklung als Teil seiner Zusatzleistungen, sodass formale Schulungen möglich sein könnten. Besonders wertvoll ist die enge Nähe zu Anlageentscheidungen: So bekommst du Einblick, wie ESG-Faktoren in der Praxis bei Portfolios aus öffentlichen und privaten Märkten gewichtet werden. Angesichts der Teamstruktur ist auch eine Mentoring-Begleitung durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich verantwortungsbewusstes Investieren wahrscheinlich.
Wie sieht das ideale Bewerberprofil aus (Erfahrung und Kompetenzen)?
Keyridge sucht eine Person mit ausgeprägten analytischen Fähigkeiten und nachweisbarer Erfahrung in der ESG-Recherche oder im ESG-Schreiben. Erwartet wird ein Hintergrund im nachhaltigen oder thematischen Investieren – etwa bei einem Vermögensverwalter, einem Research-Unternehmen oder einer Beratung oder durch ein einschlägiges postgraduales Studium. Klar und prägnant schreiben zu können, ist vermutlich die wichtigste Einzelkompetenz, denn zu den Aufgaben gehören Abstimmungsbegründungen, Research-Notizen und Unterlagen für Kunden.
Auch technisches Know-how ist wichtig: Word, PowerPoint und Excel werden vorausgesetzt; Kenntnisse in Bloomberg und FactSet sind ein Plus. Erfahrung mit SFDR, CSRD oder der EU-Taxonomie stärkt die Bewerbung, auch wenn die Ausschreibung diese Regelwerke eher als Themen beschreibt, über die man sich auf dem Laufenden halten sollte, und nicht als Voraussetzung. Kenntnisse in der Stimmrechtsvertretung und im Unternehmensdialog sind ebenfalls hilfreich, da ein großer Teil der Arbeit den Stewardship-Aktivitäten gewidmet ist.
Auf persönlicher Ebene sollte die Person überzeugend und teamorientiert sein. Zur Stelle gehört es, Best Practices in den Investmentteams zu fördern – dafür muss man Vertrauen aufbauen, statt Anweisungen zu erteilen. Neugier auf Entwicklungen im nachhaltigen Investieren und echtes Interesse am Thema werden in der Ausschreibung ausdrücklich vorausgesetzt. Belege dafür, etwa Arbeitsproben aus Recherche oder Textarbeit, können daher besonders wertvoll sein.
Tipps, um sich von anderen Bewerbungen abzuheben und erfolgreich zu bewerben
Die Bewerbung sollte Schreib- und Analysekompetenz in den Vordergrund stellen. Keyridge verlangt ausdrücklich Erfahrung in der ESG-Recherche oder im ESG-Schreiben. Eine kurze Arbeitsprobe oder eine konkrete Beschreibung eigener Research-Arbeiten – etwa eines Berichts, einer Abstimmungsbegründung oder einer Abschlussarbeit – überzeugt mehr als eine bloße Aufzählung bisheriger Aufgaben. Wenn möglich, sollten Sie auch Kenntnisse in der Stimmrechtsvertretung oder im Unternehmensdialog belegen, da diese Bereiche einen besonders großen Teil der Stelle ausmachen.
Bei den Regelwerken reicht es nicht, SFDR, CSRD und die EU-Taxonomie einfach aufzulisten. Erläutern Sie, wie Sie eines davon angewendet haben, auch im Studium oder während eines Praktikums, und welche praktischen Herausforderungen dabei aufgetreten sind. So zeigen Sie das regulatorische Verständnis, nach dem die Ausschreibung sucht. Wenn Sie mit Bloomberg oder FactSet gearbeitet haben, nennen Sie außerdem die konkreten Funktionen, etwa Screening oder Datenexport, statt nur die Plattform anzugeben.
Bereiten Sie sich für das Vorstellungsgespräch darauf vor, über einen Unternehmensdialog oder ein Nachhaltigkeitsthema so zu sprechen, dass es für ein Investmentteam relevant ist. Die Stelle ist eng an die Portfoliomanager angebunden, daher zählt neben ESG-Fachwissen auch kaufmännisches Verständnis. Wer sich mit der Geschichte von Keyridge befasst – einschließlich der Entstehung aus Irish Life Investment Managers, Setanta und Canada Life Asset Management – und die verantwortungsvolle Anlagestrategie in diesen institutionellen Kontext einordnen kann, beweist eine sorgfältige Vorbereitung.
Auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit im Unternehmen dürfte sich diese Stelle konzentrieren?
Im Mittelpunkt steht Stewardship: die Frage, wie Keyridge seine Stimmrechte ausübt und mit den Unternehmen im Portfolio in den Dialog tritt. Dazu gehören thematische Kampagnen, Fallstudien zu einzelnen Unternehmen und Systeme, mit denen sich überprüfen lässt, ob Abstimmungen und Engagement-Aktivitäten tatsächlich mit den erklärten Prioritäten des Unternehmens übereinstimmen. Regulatorisch stehen SFDR, CSRD und die EU-Taxonomie im Fokus – die Rahmenwerke, nach denen Keyridge als in Irland zugelassenes Investmentunternehmen Bericht erstatten muss.
Im Research-Bereich befasst sich die Stelle mit Methoden zur ESG-Integration, also damit, wie Nachhaltigkeitsfaktoren in Anlageprozesse für öffentliche und private Märkte einfließen. Außerdem wirkt die Person an Kundenunterlagen zu Trends im nachhaltigen Investieren mit und verbindet so die interne ESG-Arbeit mit den Themen, die institutionelle Anleger beschäftigen.
Am stärksten dürfte Governance im Vordergrund stehen, angesichts der Schwerpunkte Stimmrechtsvertretung und Unternehmensdialog. Umwelt- und Sozialthemen kommen vor allem in den thematischen Kampagnen zum Tragen. Soziale Faktoren spielen möglicherweise eine weniger direkte Rolle, sofern sich eine Kampagne nicht gezielt darauf konzentriert. Die regulatorische Arbeit im Zusammenhang mit der CSRD wird jedoch auch soziale Datenpunkte einbeziehen.
Vor welchen Herausforderungen könnte jemand in dieser Rolle stehen?
Eine Herausforderung besteht darin, analytische Tiefe mit hohem Arbeitsvolumen in Einklang zu bringen. Während der Stimmrechtssaison und vor Berichtsterminen fallen zahlreiche Entscheidungen an, die schnell getroffen werden müssen. Dabei muss die Analysequalität hoch bleiben, auch wenn eine lange Liste von Unternehmen und Abstimmungspunkten zu bearbeiten ist. Systeme und Prozesse helfen dabei, doch ihre Verbesserung gehört ebenfalls zur Aufgabe. Die Person optimiert also möglicherweise den Arbeitsablauf, während sie ihn gleichzeitig nutzt.
Eine weitere Schwierigkeit ist, Einfluss zu nehmen. ESG-Research ist nur dann wirksam, wenn die Investmentteams danach handeln. Deshalb muss die Person ihre Argumente in wirtschaftlich relevanten Begriffen vermitteln und damit umgehen können, dass nicht jede Empfehlung umgesetzt wird. Auch die Regulierung bleibt in Bewegung: Die Anforderungen von SFDR, CSRD und EU-Taxonomie entwickeln sich weiter, und Auslegungen können sich ändern. Dadurch wird es schwierig, stabile Berichtsprozesse aufzubauen.
Hinzu kommen mögliche Datenprobleme. ESG-Daten auf Unternehmensebene sind oft lückenhaft oder uneinheitlich. Wer Fallstudien oder Abstimmungsanalysen auf einer schwachen Datenbasis erstellt, muss sorgfältig urteilen und die Grenzen der Daten transparent machen. Außerdem ist Keyridge selbst erst durch den Zusammenschluss mehrerer Unternehmen entstanden. Die interne Abstimmung zu ESG-Prioritäten könnte daher noch im Gange sein.
Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?
Ein typischer Arbeitstag beginnt vermutlich mit der Prüfung der über Nacht erfolgten Abstimmungen und der Frage, ob alle anstehenden Hauptversammlungen im Proxy-Kalender abgedeckt sind. Anschließend widmet sich die Person einer vertieften Analyse eines Unternehmens oder einer Branche: Sie wertet Daten aus Bloomberg oder FactSet aus, liest Unternehmensberichte und formuliert die Begründung für einen Dialog, die in eine interne Notiz oder eine Stimmrechtsanweisung einfließt.
Wie viele Besprechungen anstehen, hängt von der jeweiligen Woche ab. Möglich sind etwa ein Austausch mit einem Investmentteam über ein ESG-Thema bei einem Portfoliounternehmen, eine Abstimmung mit der Stewardship-Leitung zum Fortschritt einer Kampagne oder eine Arbeitsgruppe zu einer regulatorischen Frage wie einer CSRD-Datenanfrage. Unterbrechungen gehören häufig dazu, da Portfoliomanager und Kundenteams Fragen stellen, die eine fundierte Antwort erfordern.
In ruhigeren Phasen stehen Recherche und Schreiben im Mittelpunkt: Whitepaper, Entwürfe für Thought Leadership oder Hintergrundnotizen für Positionspapiere. Rund um die Stimmrechtssaison und regulatorische Fristen verändert sich der Arbeitsrhythmus deutlich, weil die Zahl der Abstimmungsentscheidungen und Berichtsaufgaben stark zunimmt.
Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Rolle?
Der naheliegendste Karriereweg führt innerhalb des Responsible-Investment-Teams vom Analysten zu einer erfahrenen Stewardship- oder ESG-Research-Rolle, in der die Person bestimmte Kampagnen oder Anlageklassen verantwortet. Da das Team alle Investmentteams unterstützt, wird eine leistungsstarke Person im gesamten Unternehmen sichtbar. Das kann auch interne Wechsel in Investmentfunktionen, das Kunden-Portfoliomanagement oder die Produktentwicklung ermöglichen, wo ESG-Kenntnisse gefragt sind.
Auch der regulatorische Bereich bietet Entwicklungsmöglichkeiten. Mit der Weiterentwicklung der Anforderungen von SFDR, CSRD und EU-Taxonomie werden Fachleute, die sich intern als Expertinnen oder Experten etablieren, sowohl bei Keyridge als auch am breiteren Markt gefragt sein. Ein öffentliches Profil durch Thought Leadership und Präsentationen für Kunden ist ein weiterer möglicher Weg, zumal die Stelle bereits die Erstellung externer Inhalte umfasst.
Keyridge beschäftigt 284 Mitarbeitende und ist aus mehreren Investmentunternehmen hervorgegangen. Daher gibt es möglicherweise Spielraum, die Rolle mit der Weiterentwicklung der Funktion für verantwortungsvolles Investieren mitzugestalten. Die weitere Entwicklung hängt davon ab, ob die Person nachweisen kann, dass Stewardship und ESG-Research Anlageentscheidungen beeinflussen. So wird der eigene Beitrag am deutlichsten sichtbar.
Die wichtigsten Ansprechpersonen, mit denen Sie zusammenarbeiten könnten
Die engste Zusammenarbeit findet innerhalb des Responsible-Investment-Teams statt. Dort legen die Stewardship-Leitung und die anderen Analystinnen und Analysten Prioritäten fest und prüfen die Arbeitsergebnisse. Darüber hinaus arbeitet die Person regelmäßig mit Investmentteams für öffentliche und private Märkte zusammen, da Research und Abstimmungsanalysen deren Entscheidungen unterstützen sollen. Diese Gespräche können anspruchsvoll sein, wenn Portfoliomanager hinterfragen, ob eine ESG-Empfehlung für die Wertentwicklung tatsächlich wesentlich ist.
Auch die kundenorientierten Teams und der Vertrieb gehören zu den wichtigen Ansprechgruppen, denn die Stelle umfasst die Anpassung von Präsentationsunterlagen und Thought Leadership für Kunden. Bei der Umsetzung der Anforderungen von SFDR und CSRD oder der Aktualisierung interner Standards ist außerdem die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen aus Regulierung und Compliance gefragt.
Nach außen kann die Person im Rahmen der Stewardship-Aktivitäten mit Unternehmen in Kontakt treten – direkt oder über gemeinsame Initiativen – und möglicherweise auch mit Stimmrechtsberatern sowie Datenanbietern wie Bloomberg und FactSet. Branchenverbände und Netzwerke mit anderen Unternehmen dürften ebenfalls wichtige Anlaufstellen sein, um sich über neue Marktstandards auf dem Laufenden zu halten.
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