Sie wären die zentrale Anlaufstelle für alle Themen rund um Nachhaltigkeit und Corporate Responsibility bei Karlowsky Fashion, einem familiengeführten Hersteller von Berufskleidung mit Sitz in Wanzleben-Börde. Im Alltag sorgen Sie dafür, dass das Unternehmen textile Vorgaben wie die CSDDD und das deutsche Lieferkettengesetz einhält, überwachen Lieferanten, bereiten Zertifizierungen wie den Grünen Knopf, GRS und Oeko-Tex vor und verfassen den jährlichen Nachhaltigkeitsbericht.
Für ein Unternehmen dieser Größe ist der Ansatz konkret: Ein 16-köpfiger Betrieb, der Gastronomie, Hotellerie und Pflege beliefert, möchte seine Lieferketten aktiv verbessern, statt Nachhaltigkeit nur als Marketingthema zu behandeln. In dieser Rolle gestalten Sie mit, wie ökologische und soziale Standards für das gesamte Produktsortiment festgelegt werden, und stehen regelmäßig mit Lieferanten, Schwesterunternehmen und Zertifizierungsstellen im Austausch.
Die Stelle passt zu jemandem, der oder die in einer kleinen, hierarchisch flachen Organisation ein Thema gern ganzheitlich verantwortet, gelegentlich zu Fachmessen und Lieferanten fährt und Deutsch wie Englisch fließend spricht.
Job-FAQs
Was sind die wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten in dieser Position?
Im Mittelpunkt der Aufgabe steht, Karlowsky Fashions Nachhaltigkeitsverpflichtungen in die Praxis umzusetzen, statt sie nur als Ziel zu formulieren. Dazu übernehmen Sie die Verantwortung dafür, wie das Unternehmen auf textilebezogene Vorschriften reagiert – insbesondere auf die CSDDD und das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz – und überführen die Anforderungen in Abläufe, die ein Unternehmen mit 16 Mitarbeitenden tatsächlich bewältigen kann. Als interne und externe Ansprechperson für CSR, ökologische und soziale Standards bündeln Sie Fragen von Kolleginnen und Kollegen, Lieferanten und Zertifizierungsstellen.
Konkret umfasst die Tätigkeit das Lieferkettenmanagement und die Überwachung von Lieferanten, die Vorbereitung und Steuerung von Produktzertifizierungen wie Grüner Knopf, GRS und Oeko-Tex sowie die Erstellung des jährlichen Nachhaltigkeitsberichts. Außerdem behalten Sie im Blick, wie Medien, Politik und Verbraucherorganisationen Arbeitsbedingungen und Umweltthemen in der Textilbranche bewerten. Diese Entwicklungen fließen in die nächsten Schritte des Unternehmens ein.
Langfristig soll Karlowsky nicht mehr nur auf regulatorische Fristen reagieren, sondern die eigene Nachhaltigkeitsagenda aktiv gestalten. Dazu gehören der enge Austausch mit Lieferanten, Schwesterunternehmen und Zertifizierungsstellen sowie gelegentliche Lieferantenbesuche und die Teilnahme an nationalen und internationalen Messen und Kongressen.
Welche wichtigen Lernmöglichkeiten bietet diese Stelle?
Die Position ermöglicht einen direkten Einblick in die Regulierung der europäischen Textilbranche. Sie bauen fundierte Kenntnisse der CSDDD, des deutschen Lieferkettengesetzes und ihrer praktischen Umsetzung auf – ein gefragtes Kompetenzprofil, das in der Mode-, Handels- und Fertigungsbranche zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Arbeit mit Zertifizierungen wie Grüner Knopf, GRS und Oeko-Tex vermittelt Ihnen die Audit- und Dokumentationsseite der Nachhaltigkeit: von der Auslegung der Kriterien bis zum Nachweis ihrer Erfüllung.
Da Karlowsky ein kleines Unternehmen ist und die Stelle als zentrale Anlaufstelle beschrieben wird, lernen Sie vor allem durch eigenständige Verantwortung. Sie sammeln voraussichtlich praktische Erfahrung in der Lieferantenüberwachung, der Bewertung von Lieferkettenrisiken und der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Laut Stellenanzeige übernehmen Sie vom ersten Tag an Projektverantwortung. Lieferantenbesuche und Messebesuche bringen zudem eine Außendienstperspektive mit sich, die bei rein bürogebundenen Nachhaltigkeitsstellen oft fehlt.
Das Unternehmen richtet sich sowohl an erfahrene Fachkräfte als auch an motivierte Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger. Das deutet darauf hin, dass Sie bei Bedarf Unterstützung erhalten und sich schrittweise in die regulatorischen Anforderungen einarbeiten können, statt bereits von Anfang an alles mitbringen zu müssen.
Wie sieht das ideale Kandidatenprofil aus (Erfahrung, Fähigkeiten)?
Als formale Grundlage wird ein Studium im Bereich Nachhaltigkeitsmanagement, Bekleidungstechnik, Umwelt- oder Wirtschaftswissenschaften oder eine vergleichbare Qualifikation mit einschlägiger Berufserfahrung genannt. Wichtiger als der konkrete Abschluss sind praktische Kenntnisse der regulatorischen Anforderungen und ein Verständnis für die besonderen Bedingungen der Textilbranche, denn diese prägen fast alle Aufgaben der Stelle. Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift sind erforderlich. Bewerberinnen und Bewerber aus Nicht-EU-Staaten benötigen außerdem eine gültige deutsche Arbeitserlaubnis.
Persönlich zählen laut Ausschreibung eine ausgeprägte Hands-on-Mentalität, eine strukturierte und selbstständige Arbeitsweise sowie Organisations- und Kommunikationsstärke. Interkulturelle Kompetenz ist wichtig, da Lieferketten und Lieferantenbeziehungen über Ländergrenzen hinweg reichen. Gesucht wird ausdrücklich jemand, der sich gern eigenständig in neue Themen einarbeitet und komplexe Projekte vorantreibt – passend zu einem kleinen Team, in dem man auch mit offenen Fragen umgehen können muss.
Erwartet wird außerdem ein echtes Interesse an nachhaltiger Entwicklung sowie am Umwelt- und Klimaschutz. Zugleich sollten Sie Nachhaltigkeit mit wirtschaftlichem Denken verbinden können. Karlowsky spricht sowohl erfahrene Fachleute als auch engagierte Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger mit hoher Lernbereitschaft an. Entscheidend sind also vor allem die persönliche Passung und der eigene Antrieb, nicht eine festgelegte Zahl an Berufsjahren.
Tipps, um sich von anderen Bewerbungen abzuheben und erfolgreich zu bewerben
Stellen Sie Ihre Kenntnisse der Textilbranche in den Vordergrund. Allgemeine Aussagen zu Nachhaltigkeit reichen hier nicht aus. Punkten können Sie mit konkreten Erfahrungen zu CSDDD, Lieferkettengesetz, GRS, Oeko-Tex oder Grüner Knopf und damit, wie Sie diese Anforderungen umgesetzt haben. Haben Sie einen Zertifizierungsprozess gesteuert, Routinen zur Lieferantenüberwachung eingeführt oder an einem Nachhaltigkeitsbericht mitgearbeitet, beschreiben Sie den Umfang und Ihren konkreten Beitrag, statt nur das Thema zu nennen. Da das Unternehmen klein ist, sollten Sie zeigen, dass Sie Prozesse auch ohne ein großes Team eigenständig aufsetzen können.
Verfassen Sie Ihre Bewerbung auf Deutsch. Für die Stelle sind sehr gute Deutschkenntnisse erforderlich; eine deutschsprachige Bewerbung zeigt, dass Sie die in der Ausschreibung beschriebene interne und externe Ansprechperson sein können. Erläutern Sie im Anschreiben, warum Sie ein Familienunternehmen dieser Größe und mit dieser Geschichte anspricht, und stellen Sie den Bezug zum erklärten Ziel her, die Lieferketten aktiv zu verbessern. Wiederholen Sie nicht einfach die Stellenanzeige, sondern zeigen Sie, welche Themen Sie in den ersten Monaten priorisieren würden.
Informieren Sie sich vor dem Gespräch über Karlowskys Position im Berufsbekleidungsmarkt und darüber, wie das Lieferantennetzwerk vermutlich aufgestellt ist. Die Stelle umfasst gelegentliche internationale Reisen und den direkten Austausch mit Lieferanten. Überzeugen wird, wer realistische Zielkonflikte zwischen Nachhaltigkeitsanforderungen und wirtschaftlichem Druck besprechen kann – die Ausschreibung spricht diesen Punkt ausdrücklich an. Eine rein idealistische Argumentation dürfte weniger gut ankommen.
Auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit im Unternehmen dürfte sich die Stelle konzentrieren?
Der Schwerpunkt liegt auf der Lieferkette und den Produkten, weniger auf der unternehmensweiten CO₂-Bilanzierung. Ein großer Teil der Arbeit besteht darin, die Einhaltung ökologischer und sozialer Standards entlang der Wertschöpfungskette sicherzustellen. Das hängt unmittelbar mit den Sorgfaltspflichten aus der CSDDD und dem deutschen Lieferkettengesetz zusammen. Da die Überwachung von Lieferanten ausdrücklich genannt wird, dürften Arbeitsbedingungen, Umweltpraktiken und Rückverfolgbarkeit an den Produktionsstandorten zentrale Themen sein.
Die zweite Säule sind Produktzertifizierungen. Für die Vorbereitung und Betreuung von Zertifizierungen wie Grüner Knopf, GRS und Oeko-Tex befassen Sie sich mit Materialzusammensetzung, Angaben zu Recyclingfasern, Chemikaliensicherheit und den dazugehörigen Nachweisen. Für eine Berufsbekleidungsmarke, deren Produkte in Gastronomie, Hotellerie, Medizin und Pflege eingesetzt werden, sind solche Siegel auch wirtschaftlich relevant: Einkäuferinnen und Einkäufer fragen immer häufiger danach.
Hinzu kommen Governance und Transparenz: der jährliche Nachhaltigkeitsbericht, die Beobachtung politischer Entwicklungen und der Aufmerksamkeit von Verbraucherorganisationen für die Textilbranche sowie die Abstimmung mit Schwesterunternehmen und Zertifizierungsstellen. Die Ausschreibung versteht Nachhaltigkeit als Verantwortung und nicht als Trend. Das Unternehmen will Lieferketten aktiv verbessern und Standards setzen. Die Stelle ist daher stärker auf Umsetzung und Compliance ausgerichtet als auf Kommunikation.
Vor welchen Herausforderungen könnte jemand in dieser Position stehen?
Die größte Herausforderung ist das Spannungsfeld zwischen begrenzten Ressourcen und hohen Zielen. Karlowsky beschäftigt rund 16 Mitarbeitende, hat aber eine internationale Lieferkette und muss europäische Vorschriften einhalten. Die Stelleninhaberin oder der Stelleninhaber muss also praktikable Abläufe schaffen, ohne auf eine große Nachhaltigkeitsabteilung zurückgreifen zu können. Prioritäten zu setzen wird zum Alltag gehören. Bei manchen Themen hängt der Fortschritt zudem von Lieferanten ab, die eigene Einschränkungen und Zeitpläne haben.
Auch regulatorische Fristen erhöhen den Druck. Die CSDDD und das deutsche Lieferkettengesetz verlangen eine dokumentierte Erfüllung der Sorgfaltspflichten. Zertifizierungen setzen wiederkehrende Nachweise, Audits und Verlängerungen voraus. Diese Anforderungen im Blick zu behalten und gleichzeitig den Jahresbericht zu erstellen sowie Lieferantenbesuche zu begleiten, sorgt für ein breites Aufgabenfeld. Gelegentliche internationale Reisen müssen außerdem mit den täglichen Koordinationsaufgaben vereinbart werden.
Hinzu kommt der von der Stellenanzeige angesprochene Spagat zwischen nachhaltigem Handeln und wirtschaftlicher Tragfähigkeit. Strengere Standards können Beschaffungskosten erhöhen oder Lieferantenbeziehungen erschweren. In dieser Position geht es daher wahrscheinlich darum, Zielkonflikte auszuhandeln und gegenüber Kolleginnen, Kollegen und der Geschäftsleitung nachvollziehbar zu erläutern, statt lediglich Regeln vorzugeben.
Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?
Ein typischer Tag verbindet Koordination, Dokumentation und den Austausch mit externen Partnern. Vielleicht beginnen Sie damit, die Korrespondenz von Lieferanten oder Zertifizierungsstellen durchzugehen, Nachweise für ein laufendes Zertifizierungsverfahren zu aktualisieren oder zu prüfen, ob neue gesetzliche Entwicklungen Auswirkungen auf bestehende Abläufe haben. Da Sie intern die erste Anlaufstelle sind, kommen im Laufe des Tages vermutlich Kolleginnen und Kollegen aus Einkauf, Produktentwicklung oder Geschäftsleitung mit Fragen zu Standards, Materialien oder Produktaussagen auf Sie zu.
Viele Aufgaben sind projektbezogen: Sie bereiten Unterlagen für Grüner Knopf, GRS oder Oeko-Tex vor, überarbeiten Vorlagen zur Lieferantenüberwachung oder sammeln Daten für den jährlichen Nachhaltigkeitsbericht. Dafür müssen Informationen eingeholt, anhand der Kriterien geprüft und sauber dokumentiert werden – eine detailreiche, weniger glamouröse Arbeit. Regelmäßige Gespräche mit Lieferanten, Schwesterunternehmen und Zertifizierungsstellen gehören ebenfalls dazu, teils vor Ort, teils online.
Der Arbeitsrhythmus hängt vom Kalender ab. Zertifizierungsfristen, die Berichtsphase sowie Messen und Kongresse sorgen für besonders arbeitsreiche Zeiten. In ruhigeren Phasen bleibt mehr Raum für strategische Themen und die Weiterentwicklung von Prozessen. Gelegentliche Reisen, etwa zu Lieferanten oder internationalen Veranstaltungen, unterbrechen den Büroalltag und ermöglichen Einblicke direkt vor Ort.
Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Stelle?
Da die Stelle als Schlüsselposition und zentrale Anlaufstelle für Nachhaltigkeitsthemen beschrieben wird, ist sie im Unternehmen gut sichtbar. Erfolg dürfte mit wachsender Verantwortung einhergehen: Dazu gehören, die Nachhaltigkeits-Roadmap mitzugestalten, Beschaffungsentscheidungen zu beeinflussen und sich intern als maßgebliche Ansprechperson für regulatorische Fragen zu etablieren. In einem Unternehmen dieser Größe kann sich die Rolle inhaltlich weiterentwickeln, statt eng umrissen zu bleiben.
Die gesammelte Erfahrung mit Regulierung und Zertifizierungen ist übertragbar und gefragt. Fundierte Kenntnisse der CSDDD, des deutschen Lieferkettengesetzes und von Textilzertifizierungen eröffnen Möglichkeiten bei größeren Mode-, Handels- oder Industrieunternehmen ebenso wie in den Bereichen Audit, Beratung und Compliance. Lieferantenbesuche und internationale Fachmessen helfen außerdem dabei, ein berufliches Netzwerk aufzubauen, das einen Wechsel in vergleichbare Funktionen unterstützen kann.
Die Ausschreibung nennt Projektverantwortung vom ersten Tag an, und das Unternehmen betont, dass es die fachliche und persönliche Entwicklung fördert. Gerade für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger könnte dies ein schneller Weg sein, Nachhaltigkeitsthemen ganzheitlich zu verantworten – eine Chance, die in einer größeren, stärker arbeitsteilig organisierten Firma oft erst später kommt.
Mit welchen wichtigen Ansprechpartnern würden Sie zusammenarbeiten?
Intern würden Sie eng mit dem Einkauf und den Produktteams zu Lieferantenstandards und Materialien zusammenarbeiten, mit der Geschäftsleitung über Strategie und Berichterstattung sprechen und Kolleginnen und Kollegen bei Fragen zu Zertifizierungen und Compliance beraten. Als zentrale Anlaufstelle würden Sie außerdem spontane Anfragen aus allen Unternehmensbereichen beantworten – gute Kommunikation und eine klare Dokumentation sind daher wichtig.
Extern wären Lieferanten Ihre häufigsten Ansprechpartner. Zu den Aufgaben gehören ihre Überwachung, der Austausch über Standards und gelegentliche Besuche an Produktionsstandorten. Die Zusammenarbeit verbindet also Partnerschaft mit Kontrolle. Eine weitere wichtige Gruppe sind Zertifizierungsstellen, etwa für den Grünen Knopf, GRS und Oeko-Tex. Mit ihnen bereiten Sie die Zertifizierungen des Unternehmens vor und vertreten diese.
Auch die Schwesterunternehmen innerhalb der Gruppe werden in der Ausschreibung als regelmäßige Austauschpartner genannt. Das deutet auf eine Abstimmung zu gemeinsamen Standards und zur Berichterstattung hin. Auf Fachmessen, Kongressen und Geschäftsterminen kommen Kontakte zu Branchenkolleginnen und -kollegen sowie Dienstleistern hinzu – möglicherweise auch zu NGOs oder Verbraucherorganisationen, deren Anliegen Sie im Blick behalten sollen.
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