Als neue Sustainability Managerin bzw. neuer Sustainability Manager bei Lyft Europe verantworten Sie die regionale Nachhaltigkeits-Roadmap – von der Beobachtung der EU-Regulierung bis hin zu CO₂-Bilanzierung und Offenlegung. Im Arbeitsalltag bauen Sie prüffähige Datenprozesse auf, verfolgen Fortschritte bei der Dekarbonisierung, erstellen Antworten für CDP und EcoVadis und vermitteln Legal, Finance und Operations verständlich, was neue Vorschriften konkret verlangen.
Die Position ist wichtig, weil die Mobilitätsbranche in eine strengere Regulierungsphase eintritt. CSRD, CSDDD, EU-Taxonomie und Vorgaben für Elektrofahrzeuge verändern die Rahmenbedingungen für Mobilitätsplattformen. Lyft braucht belastbare europäische Daten und Offenlegungen – nicht nur globale Versprechen. Sie tragen dazu bei, den regulatorischen Druck in eine Grundlage zu verwandeln, mit der sich emissionsärmere Mobilität in mehr als 200 Städten ausbauen lässt.
Die Position passt zu Ihnen, wenn Sie mindestens 4–5 Jahre Erfahrung in den Bereichen Nachhaltigkeit, Strategie oder Geschäftsentwicklung mitbringen, CO₂-Bilanzierung und Berichtsrahmen sicher beherrschen und Freude daran haben, aus unübersichtlichen Daten und sich wandelnden Vorschriften wiederholbare Systeme zu entwickeln. Sie sollten auch ohne Weisungsbefugnis Einfluss nehmen und viele Stakeholder auf gemeinsame Ziele ausrichten können.
Job-FAQs
Was sind die wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten in dieser Rolle?
In dieser Rolle gestalten Sie Lyfts Nachhaltigkeitsarbeit in Europa und übersetzen globale Verpflichtungen in einen regionalen Fahrplan, der den Anforderungen von CSRD, CSDDD, EU-Taxonomie und Vorgaben zur Elektromobilität standhält. Zum Arbeitsalltag gehören die Beobachtung regulatorischer Änderungen, die Bewertung ihrer operativen Auswirkungen gemeinsam mit der Rechtsabteilung sowie praxisnahe Empfehlungen für die Teams in den Bereichen Finanzen, Operations und Wachstum.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der CO₂-Bilanzierung und Dateninfrastruktur. Sie erheben und validieren Emissionsdaten, verfolgen die Fortschritte bei den Dekarbonisierungszielen und entwickeln prüfungssichere, skalierbare Prozesse, die uneinheitliche Tabellenlösungen ablösen. Dabei geht es ebenso sehr um die Gestaltung von Systemen wie um Berechnungen.
Darüber hinaus verantworten Sie die Berichterstattung und den Stakeholderdialog in Europa: Sie erstellen Antworten für CDP und EcoVadis, bereiten Erkenntnisse für die Geschäftsleitung und den Vorstand auf und koordinieren Beratungsunternehmen und Ratingagenturen. Langfristiges Ziel ist es, Nachhaltigkeit in allen europäischen Märkten von Lyft als festen, wiederholbaren Bestandteil des Geschäfts zu verankern – statt sie auf einzelne Berichtsprojekte zu beschränken.
Wichtige Lernmöglichkeiten in dieser Position
Die Lernkurve dürfte steil und ungewöhnlich vielseitig sein. Sie vertiefen Ihre Kenntnisse der EU-Nachhaltigkeitsregulierung, insbesondere von CSRD, CSDDD, TCFD und EU-Taxonomie, und lernen zugleich, wie diese Vorgaben in einem dynamischen Mobilitätsunternehmen ausgelegt werden. Die Zusammenarbeit mit der Rechts- und Finanzabteilung schärft Ihre Fähigkeit, Gesetzestexte in operative Kontrollen und finanzrelevante Offenlegungen zu übersetzen.
Auf fachlicher Ebene sammeln Sie praktische Erfahrung in der CO₂-Bilanzierung und im ESG-Datenmanagement, unter anderem mit Plattformen wie Workiva, CDP und EcoVadis. Da die regionale Infrastruktur erst aufgebaut wird, lernen Sie, Datenerhebung, prüfungsfähige Prozesse und Projektmanagementsysteme von Grund auf zu konzipieren.
Über die Global Sustainability Managerin oder den Global Sustainability Manager erhalten Sie außerdem Einblicke in die globale Nachhaltigkeitsstrategie. Hinzu kommen Lernangebote wie LinkedIn Learning und der fachliche Austausch mit internationalen Teams von Lyft. Diese Kombination kann ein seltenes Profil entstehen lassen: regulatorisch versiert, datenstark und mit einem ausgeprägten Verständnis fürs Geschäft.
Wie sieht das ideale Profil aus (Erfahrung, Kompetenzen)?
Idealerweise bringen Sie mindestens vier bis fünf Jahre Erfahrung in den Bereichen Nachhaltigkeit, Strategie oder Geschäftsentwicklung mit und können nachweisen, dass Sie eigenständig Verantwortung für Ergebnisse übernommen haben – nicht nur Programme unterstützt haben. Sie sollten komplexe Projekte mit vielen Beteiligten souverän steuern und Prozesse nachweislich von Ad-hoc-Lösungen zu strukturierten, wiederholbaren Abläufen weiterentwickelt haben.
Fachlich sind praktische Kenntnisse in der CO₂-Bilanzierung und im Datenmanagement gefragt, ebenso wie Erfahrung mit Berichts- und Offenlegungsstandards wie TCFD, CDP und EcoVadis. Fundierte Kenntnisse des Nachhaltigkeitsrechts in der EU und im Vereinigten Königreich, insbesondere von CSRD und CSDDD, sind zentral. Erfahrung mit ESG-Plattformen wie Workiva, Berichtsportalen und Google Workspace sowie idealerweise Projektmanagement-Tools wie Jira ist von Vorteil.
Genauso wichtig sind die persönlichen Kompetenzen: Gesucht wird eine strategisch denkende, zugleich detailorientierte Persönlichkeit, die Rechts-, Finanz- und Operations-Teams auch ohne Weisungsbefugnis für sich gewinnen kann. Sehr gute Englischkenntnisse sind erforderlich; eine weitere europäische Sprache ist ein Plus. Wer sich außerdem für Mobilität, Städte und die praktische Umsetzung der Dekarbonisierung interessiert, passt gut zur Unternehmenskultur.
Tipps, um sich von anderen Bewerbungen abzuheben und erfolgreich zu bewerben
Vermeiden Sie einen allgemein gehaltenen Lebenslauf zum Thema Nachhaltigkeit. Nennen Sie konkrete Beispiele Ihrer Arbeit mit CSRD, CSDDD, TCFD, CDP oder EcoVadis und belegen Sie, was sich dadurch verändert hat – etwa bei der Datenabdeckung, der Prüfungsbereitschaft, den Berichtsfristen oder den Emissionserkenntnissen, die in Entscheidungen eingeflossen sind. Freenow by Lyft baut die regionale Infrastruktur erst auf. Heben Sie daher hervor, wo Sie Prozesse neu geschaffen und nicht nur bestehende verwaltet haben.
Stellen Sie im Anschreiben den Bezug zum europäischen Verantwortungsbereich mit Sitz in Barcelona her. Gehen Sie auf die Komplexität des Geschäftsbetriebs in 9 europäischen Märkten und über 200 Städten ein und erläutern Sie, wie Sie EU-Vorgaben in umsetzbare, wiederholbare Maßnahmen für die Rechts-, Finanz- und Operations-Teams übertragen würden. Wer auf Lyfts globale Nachhaltigkeitsorganisation seit der Übernahme und Freenows multimodales Geschäftsmodell eingeht, zeigt, dass sie oder er den Kontext verstanden hat.
Bereiten Sie sich für Gespräche darauf vor, über CO₂-Datenflüsse, die Einbindung von Stakeholdern und den Umgang mit neuen Vorschriften zu sprechen, deren operative Auswirkungen noch unklar sind. Machen Sie sich auch Gedanken zu Vorgaben für Elektrofahrzeuge, zur doppelten Wesentlichkeit nach CSRD und zu Anforderungen von Unternehmenskunden. Wer bei Berichtsfristen und regulatorischer Unsicherheit souverän priorisiert, kann damit ebenso überzeugen wie mit fachlichem Wissen.
Welche Aspekte der Nachhaltigkeitsarbeit des Unternehmens stehen in dieser Rolle voraussichtlich im Mittelpunkt?
Voraussichtlich liegt der Schwerpunkt auf der ökologischen und Governance-Dimension der ESG-Agenda von Lyft in Europa, insbesondere auf dem Zusammenspiel von Mobilitätsgeschäft und EU-Regulierung. Dazu gehören die CO₂-Bilanzierung für Büros, Fuhrparks und Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette, die Fortschrittskontrolle bei Dekarbonisierungszielen sowie die Identifizierung von Einsparpotenzialen durch die Elektrifizierung von Fahrzeugen und die Verlagerung auf andere Verkehrsmittel.
Berichterstattung und Compliance sind zentrale Aufgaben. Vermutlich arbeiten Sie an der Ausrichtung an CSRD, CSDDD, EU-Taxonomie und TCFD sowie an Offenlegungen für CDP, EcoVadis und Unternehmenskunden. Da Freenow eine multimodale Mobilitäts-App mit Taxi, Carsharing, Fahrrädern und öffentlichem Nahverkehr betreibt, kann sich der Nachhaltigkeitsfokus auch auf Scope-3-Emissionen, den Wandel von Fuhrparks und die Auswirkungen auf die urbane Mobilität erstrecken – und damit über den eigenen ökologischen Fußabdruck hinausgehen.
Hinzu kommen Governance und die Zusammenarbeit mit Stakeholdern: Nachhaltigkeit soll in Beschaffung, Immobilien, B2B-Verträge und Geschäftsentscheidungen einfließen. Die Rolle verantwortet möglicherweise keine sozialen Programme direkt, kann aber beeinflussen, wie Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen der Geschäftsleitung und dem Vorstand in den europäischen Märkten berichtet werden.
Vor welchen Herausforderungen könnte jemand in dieser Rolle stehen?
Eine große Herausforderung könnte das Tempo und die Unsicherheit der EU-Regulierung sein. CSRD, CSDDD, EU-Taxonomie und Vorgaben zur Elektromobilität entwickeln sich laufend weiter. Sie auf eine Mobilitätsplattform in mehreren Märkten anzuwenden, erfordert eine enge Abstimmung mit der Rechtsabteilung und zugleich klare, umsetzbare Empfehlungen für die Fachbereiche. Mitunter müssen Entscheidungen getroffen werden, bevor alle Einzelheiten geklärt sind.
Auch die Daten dürften eine Hürde darstellen. Eine prüfungssichere, skalierbare CO₂-Bilanzierung für neun europäische Märkte aufzubauen, bedeutet, mit uneinheitlichen Datenquellen, unterschiedlichen lokalen Abläufen und über Jahre gewachsenen Ad-hoc-Prozessen umzugehen. Finanz-, Operations- und Beschaffungsteams davon zu überzeugen, der Datenqualität Priorität einzuräumen, kann genauso anspruchsvoll sein wie die Berechnung selbst.
Schließlich verbindet die Rolle globale Strategie mit regionaler Umsetzung. Lyfts globale Nachhaltigkeitsverpflichtungen mit den regulatorischen Gegebenheiten in Europa und den verschiedenen Berichtsfristen für CDP, EcoVadis und Unternehmenskunden in Einklang zu bringen, erfordert eine klare Priorisierung. Erfolg hängt möglicherweise davon ab, auch ohne Weisungsbefugnis Einfluss zu nehmen und regulatorischen Druck in konkrete Veränderungen im Geschäftsalltag zu verwandeln.
Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?
Ein typischer Arbeitstag könnte damit beginnen, aktuelle EU-Vorschriften zu prüfen und Entwicklungen hervorzuheben, die sich auf Lyfts Aktivitäten oder Berichterstattung in Europa auswirken könnten. Anschließend könnte die Managerin oder der Manager mit der Rechtsabteilung neue Entwicklungen rund um CSRD oder CSDDD einordnen und sich danach mit Finance oder Operations zusammensetzen, um CO₂-Daten zu validieren und Lücken im regionalen Datensatz zu schließen.
Mittags könnten Projektmanagementaufgaben anstehen: die Nachhaltigkeits-Roadmap aktualisieren, einen neuen Datenprozess dokumentieren oder Unterlagen für die Global Sustainability Managerin bzw. den Global Sustainability Manager vorbereiten. Am Nachmittag könnte ein Gespräch mit einer Beratung oder einer Ratingagentur zu CDP oder EcoVadis folgen. Danach steht vielleicht ein bereichsübergreifendes Meeting mit Procurement, Real Estate oder den B2B-Teams an, um Nachhaltigkeitskriterien in eine Geschäftsentscheidung einzubeziehen.
Nicht jeder Tag sieht gleich aus. Vor Berichtsterminen könnten die Erstellung von Offenlegungen und die Vorbereitung auf Prüfungen im Mittelpunkt stehen. In ruhigeren Phasen geht es womöglich darum, skalierbare Systeme aufzubauen oder Kolleginnen und Kollegen für ihre Verantwortung bei der Datenerfassung zu sensibilisieren. Der Arbeitsalltag dürfte eine Mischung aus Regulierungsanalyse, Datenarbeit und Abstimmung mit verschiedenen Stakeholdern sein.
Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Position?
Da es sich um eine neu geschaffene regionale Schlüsselposition handelt, sind die Entwicklungsmöglichkeiten erheblich. Wer die Nachhaltigkeitsstrukturen von Lyft Europe erfolgreich aufbaut, kann sich mit dem Wachstum des europäischen Teams für eine Position als Senior Sustainability Manager oder Head of Sustainability empfehlen. Fundierte Kenntnisse zu CSRD und CSDDD sind branchenübergreifend gefragt und werden in den Bereichen Mobilität, Technologie und anderen regulierten Branchen immer wertvoller.
Zudem bietet die Position über die Global Sustainability Managerin bzw. den Global Sustainability Manager und die länderübergreifende Berichterstattung Einblicke in die globale Nachhaltigkeitsstrategie. Das kann innerhalb von Lyft den Weg in Bereiche wie ESG-Berichterstattung, Compliance, Strategie oder finanznahe Funktionen eröffnen – insbesondere, wenn die Integration nach der Übernahme weiter voranschreitet. Auch die Sichtbarkeit bei Vorstand und Unternehmensleitung kann das Profil der Position stärken.
Die Rolle vereint außerdem seltene Kompetenzen in Regulierungsfragen, CO₂-Bilanzierung und Projektmanagement. Diese Kombination kann den Wechsel in die Beratung, die Implementierung von ESG-Plattformen oder eine umfassendere Führungsposition im Nachhaltigkeitsbereich ermöglichen. Entscheidend ist, messbare Fortschritte bei Datenqualität, Compliance-Bereitschaft und bereichsübergreifender Zusammenarbeit nachzuweisen.
Mit welchen Stakeholdern arbeiten Sie hauptsächlich zusammen?
Die wichtigste Ansprechperson ist vermutlich die Global Sustainability Managerin bzw. der Global Sustainability Manager, die bzw. der die globale Strategie vorgibt und für europäische Regulierungsthemen und deren Umsetzung auf diese Position angewiesen ist. Enge Zusammenarbeit ist außerdem mit der Rechtsabteilung gefragt, um CSRD, CSDDD und verwandte Vorschriften auszulegen, sowie mit Finance, damit die Nachhaltigkeitsdaten den Anforderungen an Berichterstattung und Prüfung genügen.
Intern gibt es regelmäßigen Austausch mit Operations, Procurement, Real Estate, B2B und den Global-Growth-Teams. Diese Bereiche verantworten möglicherweise operative Daten, Verträge oder Geschäftsentscheidungen, auf denen die Nachhaltigkeitsberichterstattung beruht. Daher kommt es darauf an, Einfluss zu nehmen, statt Weisungen zu erteilen. Die Unternehmensleitung und der Vorstand erhalten möglicherweise regelmäßig Einblicke in Auswirkungen, Risiken und Chancen.
Extern könnte die Managerin oder der Manager die Beziehungen zu Beratungen, CDP, EcoVadis und Unternehmenskunden pflegen, die Nachhaltigkeitsinformationen anfordern. Die Gespräche reichen vom technischen Datenaustausch bis zur strategischen Abstimmung. Unterschiedliche Perspektiven und Anforderungen verständlich zusammenzuführen, ist daher ein zentraler Teil der Aufgabe.
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