In dieser Position verbinden sich zwei eng miteinander verknüpfte Aufgaben: Sie steuern das Nachhaltigkeitsprogramm von Evergreen Garden Care für Australasien und sorgen dafür, dass die Verpackungen des Unternehmens tatsächlich recycelbar werden. Im Arbeitsalltag koordinieren Sie bereichsübergreifende Arbeitsgruppen, verfolgen die Fortschritte bei den Jahreszielen und treiben Verpackungstests gemeinsam mit Lieferanten und internen Teams voran.
Die Wirkung dieser Position ist ungewöhnlich greifbar. Bei einem Gartenpflegehersteller liegt der ökologische Fußabdruck vor allem in der Verpackung, und Evergreen hat sein Verbraucherversprechen auf grünere Lebensräume ausgerichtet. Eine bessere Recyclingfähigkeit, ein höherer Rezyklatanteil und die Einhaltung der APCO- und ARL-Anforderungen machen aus abstrakten Konzepten der Kreislaufwirtschaft konkrete Veränderungen, die Verbraucherinnen und Verbraucher direkt im Regal sehen können.
Die Position passt zu jemandem, der gleichzeitig Tabellen auswerten, Gespräche mit Lieferanten führen und eine Nachhaltigkeitsstrategie im Blick behalten kann – und gerne von der Strategie zu Verpackungstests übergeht, ohne dabei den roten Faden zu verlieren.
Job-FAQs
Was sind die wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten in dieser Position?
Die Position vereint zwei Aufgabenbereiche: die unternehmensweite Nachhaltigkeitsarbeit und die praktische Weiterentwicklung von Verpackungen. Im Bereich Nachhaltigkeit entwickelt und verwirklicht die Fachkraft die Strategie und den Jahresplan der Organisation und berichtet über deren Fortschritte. Außerdem koordiniert sie fachübergreifende Arbeitsgruppen und informiert die Unternehmensleitung regelmäßig über die Ergebnisse. Dazu gehört, übergeordnete Umweltziele in konkrete Maßnahmen zu übersetzen, die andere Teams umsetzen können.
Bei Verpackungen ist die Arbeit technischer und stärker projektbezogen. Zu den Aufgaben zählen die Pflege einer Roadmap für nachhaltige Verpackungen, die Leitung von Tests zur besseren Recyclingfähigkeit oder zur Erhöhung des Rezyklatanteils, die Abstimmung mit Lieferanten sowie die Verwaltung der APCO-Berichterstattung auf Grundlage korrekter Daten. Auch die Prüfung von Verpackungsgestaltungen, die Verwaltung von Verpackungsdaten und Compliance-Kontrollen gehören dazu.
Das übergeordnete Ziel ist, die erklärten Umweltziele von Evergreen Australasia durch messbare Fortschritte bei Verpackungen zu untermauern – nicht nur mit Plänen, sondern mit nachweisbaren Verbesserungen bei Recyclingfähigkeit, Kreislaufwirtschaft und der Einhaltung von Vorschriften.
Wichtige Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten in dieser Position
Die größte Lernkurve dürfte im Bereich nachhaltiger Verpackungen im australischen Regulierungsumfeld liegen. Fundierte Kenntnisse zu APCO, dem PREP-Bewertungstool, dem Australasian Recycling Label und den nationalen Verpackungszielen sind eine spezialisierte Qualifikation. In dieser Position arbeitet man direkt im Zentrum dieses Themenfelds. Dieses Wissen ist auch bei anderen Arbeitgebern aus der Konsumgüterbranche gefragt.
Neben der Compliance dürfte man Erfahrungen im Projektmanagement mit einer Vielzahl von Beteiligten sammeln – von Forschung und Entwicklung über Marketing, Einkauf, Betrieb und Qualität bis hin zu externen Lieferanten. Verpackungstests zu koordinieren, bei denen Qualität, Kosten und Recyclingfähigkeit gleichermaßen berücksichtigt werden müssen, ist anspruchsvoll. Wer solche Projekte erfolgreich steuert, verbessert seine Fähigkeit, auch ohne Weisungsbefugnis Einfluss zu nehmen.
Da Evergreen eine europäische Muttergesellschaft hat, könnte man zudem Einblicke in internationale Anforderungen an Nachhaltigkeitsberichte gewinnen. Dieser grenzüberschreitende Aspekt bietet die Möglichkeit, Unterschiede zwischen der Nachhaltigkeitssteuerung und Berichterstattung in der EU und in Australasien kennenzulernen.
Wie sieht die ideale Kandidatin oder der ideale Kandidat aus (Erfahrung, Kompetenzen)?
Die Stellenausschreibung nennt recht konkrete Anforderungen: ein Hochschulabschluss in Verpackungstechnologie, Nachhaltigkeit, Umweltwissenschaften, Ingenieurwesen, Materialwissenschaften oder einem verwandten Fach sowie nachweisliche Erfahrung mit Verpackungsinitiativen in der Konsumgüter-, Landwirtschafts- oder Chemiebranche. Wer ausschließlich im ESG-Reporting gearbeitet und keine Erfahrung mit Verpackungen hat, dürfte die technische Seite als anspruchsvoll erleben.
Wichtig ist außerdem, technische Unterlagen und Spezifikationen sicher beurteilen zu können – bei Verpackungstests entstehen Daten, die korrekt interpretiert werden müssen. Ebenso unerlässlich sind ausgeprägte Projektmanagementfähigkeiten, um konkurrierende Prioritäten zu steuern, sowie die Fähigkeit, tragfähige Beziehungen zu Lieferanten und internen Teams aufzubauen, für die Nachhaltigkeit nicht zwangsläufig an erster Stelle steht. Erfahrung mit SAP oder vergleichbaren ERP-Systemen ist ein praktischer Vorteil.
Auch die persönlichen Kompetenzen zählen. In dieser Position muss man Einkauf, Forschung und Entwicklung sowie Marketing gleichermaßen überzeugen. Wer Nachhaltigkeit mit wirtschaftlichen Argumenten wie Kosteneffizienz, resilienten Lieferketten und Markenwert verknüpfen kann, dürfte erfolgreicher sein als jemand, der ausschließlich mit Umweltgründen argumentiert.
Tipps, um sich hervorzuheben und erfolgreich zu bewerben
In der Stellenausschreibung wird ausdrücklich um ein Anschreiben an die Leitung Forschung und Entwicklung gebeten. Das gibt einen klaren Hinweis darauf, wo die Position organisatorisch angesiedelt ist und wer die Bewerbungen sichtet. Richten Sie Ihr Anschreiben entsprechend aus und zeigen Sie, dass Sie die Position sowohl als technische Verpackungs- als auch als Nachhaltigkeitsrolle verstehen – und nicht als allgemeine Stelle im Bereich Unternehmensverantwortung.
Stellen Sie im Lebenslauf konkrete Ergebnisse im Verpackungsbereich in den Vordergrund, nicht allgemeine Richtlinien- oder Strategiearbeit. Beispiele für bessere Recyclingfähigkeit, Projekte mit Rezyklatanteil, Lieferantentests oder APCO-Einreichungen sind überzeugender als allgemein gehaltene Beschreibungen von Nachhaltigkeitsprogrammen. Wenn Sie mit dem PREP-Tool oder dem ARL gearbeitet haben, erwähnen Sie das gleich zu Beginn.
Rechnen Sie im Vorstellungsgespräch mit Fragen dazu, wie Sie Nachhaltigkeitsziele mit wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie Qualität, Kosten und Haltbarkeit in Einklang bringen. Zu Evergreens Werten gehören „Own It“ und „Always Better“. Bereiten Sie daher Beispiele vor, in denen Sie eine Verbesserung nicht nur vorgeschlagen, sondern bis zu einem messbaren Ergebnis umgesetzt haben. Auch Ihre Kenntnisse der australischen Verpackungsvorschriften dürften geprüft werden.
Auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit im Unternehmen wird sich diese Position voraussichtlich konzentrieren?
Im Mittelpunkt steht die Kreislauffähigkeit von Verpackungen. Produkte für die Gartenpflege – etwa Dünger, Pflanzenschutzmittel, Blumenerde und Rasenpflegeprodukte – verursachen einen erheblichen Verpackungsaufwand. Diese Position soll dazu beitragen, ihn zu verringern. Dazu gehören eine bessere Recyclingfähigkeit, höhere Ziele für den Rezyklatanteil sowie die Ausrichtung an den australischen Nachhaltigkeitszielen für Verpackungen und den APCO-Verpflichtungen.
Ein zweiter Schwerpunkt ist die übergeordnete Nachhaltigkeitsstrategie der Organisation für Australasien. Die Fachkraft koordiniert den Jahresplan, verfolgt die Fortschritte im Hinblick auf die Ziele und verantwortet die lokale und internationale Berichterstattung. Aufgrund der europäischen Muttergesellschaft von Evergreen könnte die Berichterstattung auch an konzernweite ESG-Rahmenwerke angebunden sein.
Ein dritter, weniger ausdrücklich genannter Aspekt ist die Glaubwürdigkeit gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern. Das Markenversprechen von Evergreen dreht sich um grüne Lebensräume – Verpackungen, die diesem Anspruch widersprechen, bergen daher ein Reputationsrisiko. Die Position dürfte an der Schnittstelle von Compliance, Markenglaubwürdigkeit und tatsächlicher Umweltverbesserung angesiedelt sein – mit den wirtschaftlichen Zielkonflikten, die alle drei Bereiche mit sich bringen.
Vor welchen Herausforderungen könnte jemand in dieser Position stehen?
Eine grundlegende Herausforderung besteht darin, dass Verbesserungen bei Nachhaltigkeit und Verpackungen oft mit Kosten- und Betriebszielen konkurrieren. Gartenpflegeprodukte sind eine hart umkämpfte Einzelhandelskategorie, und Änderungen an Verpackungen wirken sich auf Lieferketten, Gestaltung und Präsentation im Regal aus. Die Fachkraft muss die geschäftlichen Vorteile von Änderungen daher wahrscheinlich überzeugend darlegen, statt nur ihre Umweltvorteile anzuführen.
Auch die regulatorischen Rahmenbedingungen entwickeln sich weiter. Die australischen Verpackungsziele und APCO-Anforderungen ändern sich; um diesen Entwicklungen zuvorzukommen und nicht nur auf sie zu reagieren, muss man sie kontinuierlich im Blick behalten. Hinzu kommen Berichtsanforderungen aus Europa – der Umfang der Compliance-Aufgaben ist also beträchtlich.
Eine weitere Herausforderung ist, ohne Weisungsbefugnis Einfluss zu nehmen. Viele Aufgaben laufen über Forschung und Entwicklung, Einkauf, Betrieb und Lieferanten, die jeweils eigene Ziele verfolgen. Bei Projekten mit vielen Beteiligten über längere Zeiträume hinweg den Schwung aufrechtzuerhalten, ohne die direkte Kontrolle über die Ausführenden zu haben, verlangt viel Beziehungsarbeit und konsequentes Nachfassen.
Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?
Der Arbeitsalltag dürfte Analyse und Koordination verbinden. Am Morgen könnten Verpackungsdaten geprüft, APCO-Unterlagen aktualisiert oder technische Unterlagen eines Lieferanten bewertet werden. Ein erheblicher Teil der Arbeit findet am Schreibtisch statt – mit Tabellen, Spezifikationen und Berichtsvorlagen.
Viel Zeit der Arbeitswoche entfällt auf fachübergreifende Besprechungen: etwa zur Abstimmung eines Verpackungstests mit Forschung und Entwicklung, zur Zusammenarbeit mit dem Einkauf bei der Einbindung von Lieferanten, zur Prüfung von Gestaltungsänderungen mit dem Marketing oder zur Information des Betriebs über Umsetzungszeitpläne. Bei der Vielzahl an Beteiligten ist gutes Kalendermanagement ebenfalls wichtig.
Daneben gibt es einen strategischen Arbeitsrhythmus: monatliche oder vierteljährliche Fortschrittskontrollen zum Nachhaltigkeitsjahresplan, Berichte für die Unternehmensleitung und die Beobachtung regulatorischer oder marktbezogener Entwicklungen. Je nach Projektphase können manche Wochen stark technisch geprägt sein, andere eher durch Programmmanagement.
Welche Möglichkeiten für berufliches Wachstum und Weiterentwicklung bietet diese Position?
Der naheliegendste Entwicklungspfad führt in eine weiterführende Führungsrolle im Bereich nachhaltiger Verpackungen – mit der Verantwortung für die Roadmap statt einer unterstützenden Funktion und möglicherweise dem Aufbau eines Teams, wenn der Bereich wächst. Da die Verpackungsregulierung in Australasien zunehmend strenger wird, gewinnt diese Expertise weiter an Bedeutung.
Auch eine Entwicklung in andere Bereiche ist denkbar. Evergreen ist mit mehreren marktführenden Marken in Europa und Australasien tätig. Wer in der Position überzeugt, könnte in eine konzernweite Nachhaltigkeitsrolle oder eine breiter angelegte ESG-Funktion wechseln, wenn das Unternehmen seine Berichterstattung weiter ausbaut. Die internationale Ausrichtung eröffnet Möglichkeiten, die ein rein national tätiger Arbeitgeber nicht bieten kann.
Kurzfristig bietet die Position Sichtbarkeit bei hochrangigen Stakeholdern, darunter die Leitung Forschung und Entwicklung sowie Ansprechpartner im Einkauf und Marketing. Wer eine Verpackungsinitiative erfolgreich umsetzt und dabei sowohl Nachhaltigkeits- als auch Geschäftsziele erreicht, schafft eine überzeugende Grundlage für den nächsten Karriereschritt.
Mit welchen wichtigen Stakeholdern könnten Sie zusammenarbeiten?
Die engsten Arbeitsbeziehungen bestehen intern zur Forschung und Entwicklung (F&E) – insbesondere aufgrund der Berichtslinie an die F&E-Leitung – sowie zu Marketing, Einkauf, Betrieb und Qualitätssicherung. Jeder Bereich bringt eine andere Perspektive ein: F&E beurteilt die technische Umsetzbarkeit, Marketing die Verbraucherwahrnehmung und das Verpackungsdesign, der Einkauf die Verhandlungsposition gegenüber Lieferanten und die Kosten, der Betrieb die praktische Umsetzung.
Extern spielen Lieferanten eine zentrale Rolle. Verbesserungen bei Verpackungen hängen davon ab, was Lieferanten tatsächlich in Bezug auf Materialien, Recyclinganteil und Produktionskapazitäten leisten können. Die Fachkraft wird daher voraussichtlich viel Zeit in technischen Gesprächen mit Verpackungsherstellern und Materialanbietern verbringen. Branchenverbände im Umfeld von APCO sind weitere wichtige externe Ansprechpartner.
Möglicherweise wird es auch Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus der Muttergesellschaft oder aus internationalen Teams geben, etwa zur Abstimmung der Berichterstattung, da Evergreen Nachhaltigkeitsprogramme in mehreren Regionen betreibt. Das Spektrum der Stakeholder ist breit – eine Herausforderung und zugleich ein interessanter Aspekt der Position.
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