Sie verantworten die Einhaltung der Umweltauflagen während des Baus eines großen Solarparks mit Batteriespeicher nahe Mount Isa. Im Arbeitsalltag führen Sie Standortinspektionen und Umweltmonitorings sowie Audits durch und halten Managementpläne und Verfahren für die Bauphase auf dem neuesten Stand. Zudem unterstützen Sie Untersuchungen von Vorfällen, Korrekturmaßnahmen und das Compliance-Reporting.
Das Projekt befindet sich direkt neben einem in Betrieb befindlichen Solarpark – die Umweltthemen sind also ganz konkret. Ihre Arbeit im Bau erneuerbarer Energieanlagen trägt unmittelbar zur Energiewende Australiens bei. UGL baut sein Portfolio in diesem Bereich systematisch aus; es handelt sich nicht um ein einmaliges Projekt. Die Compliance-Arbeit ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass das Vorhaben überhaupt umgesetzt werden kann.
Die Position passt zu jemandem mit Erfahrung in einer standortbasierten Umweltfunktion bei Bau- oder Großprojekten, fundierten Kenntnissen des Umweltrechts und der Bereitschaft, im FIFO-Modell mit einem Rhythmus von 10 Tagen vor Ort und 4 freien Tagen zu arbeiten.
Job-FAQs
Was sind die Hauptaufgaben und Verantwortlichkeiten in dieser Position?
Die zentrale Aufgabe besteht darin, sicherzustellen, dass der Bau des Solarparks und des Batteriespeicherprojekts mit den Umweltgenehmigungen, den Managementplänen und den geltenden Gesetzen im Einklang steht. Im Arbeitsalltag bedeutet das, die laufenden Bauarbeiten umweltfachlich zu begleiten: Arbeitsbereiche zu inspizieren, Staub, Erosion, Sedimente und Verschmutzungen zu überwachen und zu prüfen, ob Subunternehmen die vereinbarten Schutzmaßnahmen einhalten. Sie pflegen außerdem die Umweltmanagementpläne und -verfahren. Das ist eine kontinuierliche Aufgabe, denn auf einer schnelllebigen Baustelle sind Pläne selten lange aktuell.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Untersuchungen und Berichten. Kommt es zu einem Umweltvorfall, helfen Sie zu klären, was passiert ist, welche Korrekturmaßnahmen erforderlich sind und wie der Vorfall zu Compliance-Zwecken dokumentiert werden muss. Zudem führen Sie Audits und Inspektionen durch, um Risiken zu erkennen, bevor daraus Vorfälle entstehen.
Langfristig geht es darum, eine Unternehmenskultur auf der Baustelle zu fördern, in der Umweltschutz selbstverständlich ist. Dazu tragen Toolbox Talks, der Austausch mit Bauleitern und Subunternehmen sowie die kontinuierliche Verbesserung der Schutzmaßnahmen bei. Sie berichten an den HSE-Manager der Baustelle und sind damit direkt in die Projektleitung für Arbeitssicherheit und Umweltschutz eingebunden.
Wichtige Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten in dieser Position
Sie sammeln Umwelterfahrung in der Bauphase gleich bei zwei Technologien: Solarenergie im Versorgungsmaßstab und Batteriespeicherung. Diese Kombination ist auf dem australischen Markt noch vergleichsweise selten und erweitert Ihr Profil über einen einzelnen Anlagentyp hinaus. Da das Projekt neben einem bereits betriebenen Solarpark umgesetzt wird, erleben Sie außerdem, wie sich das Umweltmanagement auf einer laufenden Anlage von dem bei einem Neubau auf der grünen Wiese unterscheidet.
Bei einem großen Projekt mit FIFO-Einsatz entwickeln sich die Fähigkeiten im Umgang mit Stakeholdern oft schnell weiter. Sie verhandeln mit Subunternehmen, die Liefertermine einhalten müssen und Umweltschutzmaßnahmen möglicherweise als Hindernis betrachten. Dabei lernen Sie, Compliance-Anforderungen nicht nur festzuschreiben, sondern praktikabel umzusetzen. Ein weiterer Vorteil ist der Einblick in den gesamten Projektlebenszyklus – von den ersten Arbeiten bis zum Abschluss. Viele Umweltberater/innen erleben nur eine einzelne Projektphase.
UGL gehört zur CIMIC Group und nennt kontinuierliches Lernen und berufliche Weiterentwicklung als Teil seines Angebots. Wer eine Laufbahn im Umweltmanagement erneuerbarer Energien aufbauen möchte, kann die hier erworbenen Fähigkeiten laut der im Stellenangebot erwähnten Projektpipeline möglicherweise auch bei weiteren Projekten innerhalb des Unternehmens einsetzen.
Wie sieht das ideale Profil aus (Erfahrung und Kompetenzen)?
Gesucht wird laut Stellenanzeige eine Person mit einschlägiger Erfahrung direkt auf Baustellen, etwa als Environmental Advisor oder Environmental Officer – idealerweise im Bauwesen, in der Infrastruktur, bei Versorgungsunternehmen, im Energiesektor, in der Rohstoffindustrie oder in einem anderen Umfeld großer Projekte. Erwartet wird ein Abschluss in Umweltwissenschaften oder einem verwandten Fach sowie praktische Kenntnisse der Umweltgesetzgebung und der Compliance-Anforderungen.
Erfahrung mit der Pflege von Umweltmanagementplänen, der Durchführung von Inspektionen und der Unterstützung bei der Berichterstattung ist nahezu unverzichtbar. Die Position ist praxisorientiert. Bewerber/innen mit Erfahrung im Außeneinsatz passen daher wahrscheinlich besser als Personen, die ausschließlich im Büro gearbeitet haben. Gute Kommunikations- und Stakeholder-Kompetenzen sind wichtig, da ein großer Teil der Arbeit über Projektteams, Bauleiter und Subunternehmen läuft und nicht über direkte Weisungsbefugnis.
Die Anzeige betont außerdem eine praxisnahe, proaktive und lösungsorientierte Arbeitsweise sowie die Bereitschaft zu einem FIFO-Rhythmus mit 10 Tagen Arbeit und 4 Tagen frei. Dieser Turnus ist ein entscheidendes Auswahlkriterium. Bewerber/innen sollten ehrlich prüfen, ob dieser Lebensstil zu ihnen passt, bevor sie sich bewerben: Das Projekt liegt in der Nähe von Mount Isa und der Arbeitsrhythmus ist festgelegt.
Tipps, um aus der Masse herauszustechen und sich erfolgreich zu bewerben
Ihr Lebenslauf sollte Ihre Baustellenerfahrung leicht erkennbar machen. Nennen Sie die Projekte, Anlagentypen und Projektphasen, an denen Sie gearbeitet haben, und beschreiben Sie konkret Ihre Aufgaben: Welche Managementpläne haben Sie gepflegt? Was haben Sie inspiziert? Welche Überwachungsmaßnahmen haben Sie durchgeführt? Wie sind Sie mit einem Vorfall oder einer Korrekturmaßnahme umgegangen? Allgemeine Aussagen zum Thema Nachhaltigkeit heben Sie hier nicht von anderen ab. Gesucht werden konkrete Belege dafür, dass Sie auf einer Baustelle vor Ort waren und Compliance-Anforderungen unter realen Bedingungen umgesetzt haben.
Gehen Sie in Ihrem Anschreiben direkt auf den FIFO-Rhythmus und den Standort Mount Isa ein. Eine kurze, klare Aussage, dass Ihnen der Turnus von 10 Tagen Arbeit und 4 Tagen frei bewusst ist und Sie bereits an abgelegenen Standorten gearbeitet haben, nimmt mögliche Zweifel aus dem Weg. Stellen Sie dann einen konkreten Bezug zwischen Ihrer Erfahrung und dem Bau von Anlagen für erneuerbare Energien her – auch wenn Sie bisher im Rohstoff- oder Infrastruktursektor tätig waren. Erläutern Sie, wie sich Ihre bisherigen Schutzmaßnahmen übertragen lassen.
Bereiten Sie sich für Vorstellungsgespräche darauf vor, ein Compliance-Problem zu schildern, das Sie gemeinsam mit einem Subunternehmen oder Projektteam gelöst haben. In dieser Position zählt Überzeugungskraft mehr als Weisungsbefugnis; Beispiele dafür, wie Sie andere zu einer Verhaltensänderung bewegt haben, sind daher besonders wertvoll. UGL erklärt, ein Arbeitgeber der Chancengleichheit zu sein, und ermutigt Aboriginal- und Torres-Strait-Islander-Bewerber/innen, Menschen mit Behinderung, ältere Beschäftigte sowie Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zur Bewerbung. Zum Auswahlverfahren gehören Überprüfungen wie eine landesweite Strafregisterauskunft und eine medizinische Untersuchung vor der Einstellung. Planen Sie dafür ausreichend Zeit ein.
Auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit im Unternehmen dürfte sich diese Position konzentrieren?
Im Mittelpunkt steht die Einhaltung von Umweltauflagen auf einer Baustelle für erneuerbare Energien. Die Position ist damit direkt an der Umsetzung der Energiewende beteiligt und nicht auf Strategie oder Berichterstattung ausgerichtet. Das Projekt umfasst einen Solarpark mit Batteriespeicher in der Nähe von Mount Isa und liegt neben einem bereits betriebenen Solarpark. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Umweltauswirkungen während der Bauphase: Erosions- und Sedimentkontrolle, Staub, Abfall, Wasser, Verschmutzungen, den Schutz von Flora und Fauna sowie die Auflagen der Projektgenehmigungen.
Ein großer Teil der Arbeit entfällt auf Governance. Umweltmanagementpläne, Audits, Untersuchungen von Vorfällen und Compliance-Berichte belegen, dass das Projekt seine Verpflichtungen erfüllt. Auf solche Tätigkeiten im Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsbereich sind Kreditgeber, Aufsichtsbehörden und die Öffentlichkeit angewiesen.
Soziale Aspekte und der Umgang mit Stakeholdern zeigen sich in der Zusammenarbeit mit Subunternehmen und in der Förderung des Umweltbewusstseins auf der Baustelle. Der größere Zusammenhang ist das Portfolio erneuerbarer Energieprojekte von UGL und dessen Beitrag zur australischen Energiewende. Die Umweltleistung während der Bauphase trägt dazu bei, die Glaubwürdigkeit der entstehenden Anlage für erneuerbare Energien zu sichern.
Vor welchen Herausforderungen könnte man in dieser Position stehen?
Bauzeitpläne erzeugen Zeitdruck. Teams und Subunternehmen, die Fristen einhalten müssen, betrachten Umweltschutzmaßnahmen möglicherweise als Hindernis. Oft ist es Aufgabe der Umweltberatung, auf deren Einhaltung zu bestehen. Dafür braucht es Überzeugungskraft, gute Vorbereitung und einen praxisnahen Ansatz statt bloßer Durchsetzung. Mit diesem Spannungsfeld ist regelmäßig zu rechnen, besonders während intensiver Bauphasen.
Eine zweite Herausforderung ist der FIFO-Rhythmus. Dabei geht es weniger um die Arbeit selbst als darum, während zehn Tagen vor Ort konzentriert und gesund zu bleiben, bevor vier freie Tage folgen. Mount Isa liegt abgelegen und ist heiß; der Turnus prägt das Privatleben ebenso wie den Berufsalltag.
Die dritte Herausforderung ergibt sich aus der besonderen Situation vor Ort: Neben dem Neubau befindet sich ein Solarpark in Betrieb. Schutzmaßnahmen und Zugangsregelungen müssen daher auch den laufenden Anlagenbetrieb berücksichtigen, was die Abstimmung komplexer macht. Schließlich müssen Umweltmanagementpläne, Audits, Überwachung und Berichterstattung trotz wöchentlicher Veränderungen auf der Baustelle stets aktuell bleiben. Gute Priorisierung und sorgfältige Dokumentation sind deshalb entscheidend.
Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?
Ein typischer Arbeitstag beginnt früh auf der Baustelle, oft mit einer Besprechung vor Arbeitsbeginn. Dabei verschaffen Sie sich einen Überblick über die geplanten Tätigkeiten und weisen auf mögliche Umweltrisiken hin, bevor die Arbeiten starten. Anschließend inspizieren Sie die laufenden Arbeitsbereiche und überprüfen Erosions- und Sedimentschutzmaßnahmen, Staubunterdrückung, Abfalllagerung und Spill-Kits. Dabei halten Sie fest, wo Handlungsbedarf besteht. Je nach Projektanforderungen können auch Wasser- oder Luftproben genommen werden.
Einen großen Teil des Tages verbringen Sie im Austausch mit anderen. Sie sprechen mit Bauleitern und Subunternehmen über Schutzmaßnahmen, verfolgen offene Punkte aus früheren Inspektionen und beantworten Fragen zu Genehmigungen oder den Anforderungen der Managementpläne. Danach folgt die Dokumentation: Sie aktualisieren den Umweltmanagementplan, protokollieren Inspektionsergebnisse und erstellen Compliance-Berichte oder wirken daran mit.
Nicht jeder Tag verläuft nach Routine. Vorfälle, Audits sowie Gespräche mit Aufsichtsbehörden oder Kunden bringen Abwechslung, und Untersuchungen können geplante Aufgaben unterbrechen. Als direkte/r Ansprechpartner/in des HSE-Managers der Baustelle nehmen Sie außerdem an Projektbesprechungen teil, in denen Umweltthemen mit Arbeitssicherheit und Bauplanung zusammenlaufen. Der Arbeitsrhythmus richtet sich nach dem Turnus von 10 Tagen Arbeit und 4 Tagen frei.
Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Position?
Die Stellenausschreibung beschreibt eine unbefristete Position mit kontinuierlichen Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten. UGL ordnet sie in ein wachsendes Portfolio erneuerbarer Energieprojekte ein. Der wahrscheinlichste Karriereweg führt daher über verschiedene Projekte hinweg: Wenn Sie bei diesem Bauvorhaben mit überzeugender Umweltleistung punkten, können Sie sich für spätere Solar-, BESS- oder Übertragungsleitungsprojekte für verantwortungsvollere Beratungs- oder leitende Umweltfunktionen empfehlen.
Die Aufgabe bietet zugleich Raum, die eigenen Kompetenzen auszubauen. Erfahrung im Bau von Solar- und BESS-Anlagen im Versorgungsmaßstab ist gefragt; Kenntnisse über den gesamten Projektlebenszyklus – von den ersten Bauarbeiten bis zum Abschluss – sind ein Plus. Außerdem bauen Sie Ihre Fähigkeiten im Stakeholder-Management und in der Compliance aus. Beides ist auch in Funktionen rund um Umweltmanagementsysteme sowie auf Auftraggeber- oder Bauherrenseite gefragt.
Da UGL zur CIMIC Group gehört und in den Bereichen Infrastruktur, Energie, Rohstoffe und Versorgungsunternehmen tätig ist, sind langfristig auch Wechsel in andere Geschäftsbereiche der Gruppe denkbar. Die Sichtbarkeit, die ein renommiertes Projekt mit sich bringt, kann dabei hilfreich sein – vorausgesetzt, Sie leisten gute Arbeit.
Die wichtigsten Ansprechpartner und Stakeholder
Die engste Zusammenarbeit besteht mit dem HSE-Manager am Standort, an den diese Position berichtet. Über diese Berichtslinie laufen voraussichtlich ein Großteil der fachlichen Abstimmungen, Eskalationen und Priorisierungen. Außerdem arbeiten Sie mit Projektmanagern und Bauleitern zusammen, denn Umweltmaßnahmen müssen in die Planung und Abfolge der Arbeiten integriert werden.
Eine wichtige Stakeholdergruppe sind die Subunternehmen. Sie führen einen großen Teil der Arbeiten vor Ort aus und sind daher die Zielgruppe für Umweltunterweisungen, Inspektionen und Korrekturmaßnahmen. Dabei geht es in der Regel darum, beratend und überzeugend auf die Einhaltung der Vorgaben hinzuwirken; diese bilden die verbindliche Grundlage.
Nach außen kann es – je nach Genehmigungsstruktur des Projekts – Kontakte zum Auftraggeber, zu Behörden und möglicherweise zu Vertretern der Gemeinde oder Grundstückseigentümern geben. Da Umweltschutz und Arbeitssicherheit am Standort eng zusammengehören, ist auch die Abstimmung mit dem gesamten HSE-Team alltäglich. Die Position erfordert also viel Kommunikation und wenig isoliertes Arbeiten.
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