Die Stelle ist im Environmental Strategy Team des Stadtrats von Norwich angesiedelt und konzentriert sich auf zwei miteinander verbundene Bereiche: Energiearmut und Energieeffizienz sowie die Wiederherstellung der Natur. Im Arbeitsalltag geht es darum, Fördermöglichkeiten zu finden, Anträge zu verfassen, Sanierungs- und Wärmeprojekte in Sozialwohnungen und privaten Wohnhäusern umzusetzen und den Fördermittelgebern sowie Ausschüssen des Stadtrats über die Ergebnisse zu berichten.
Die Arbeit wirkt sich unmittelbar auf den Alltag von Haushalten aus. Norwich hat sich mit seinem gemeinschaftlich entwickelten Plan zu einer klimabewussten, gerechteren und zukunftsfähigen Zukunft verpflichtet. Diese Stelle trägt dazu bei, dass daraus gedämmte Wohnungen, niedrigere Rechnungen und bessere Grünflächen werden. Da sich die Fördermöglichkeiten für Energieprogramme ständig ändern, sorgt die zuständige Person dafür, dass die Stadt den Überblick über tatsächlich verfügbare Angebote behält.
Die Stelle passt zu jemandem, der gern zwischen Tabellen, Förderanträgen und Partnertreffen wechselt und mit seiner Projektarbeit sowohl die CO₂-Bilanz als auch die Lebenshaltungskosten in einer Stadt messbar verbessern möchte.
Job-FAQs
Was sind die wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten dieser Stelle?
Im Mittelpunkt der Stelle steht die Umsetzung von Projekten in zwei eng miteinander verbundenen Bereichen: energieeffizientes Wohnen und die Förderung der Natur. Im Bereich Wohnen entwickelt und betreut die zuständige Person Initiativen, die durch Warm Homes und das Great British Insulation Scheme gefördert werden. Dazu gehören die Ermittlung anspruchsberechtigter Haushalte, die Abstimmung mit Partnern, die Fördermittel vergeben, und die Überprüfung, ob die Unterstützung tatsächlich bei Menschen ankommt, die von Energiearmut betroffen sind. Im Bereich Natur unterstützt die Stelle Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt auf Flächen des Council und im gesamten Stadtgebiet.
Ein großer Teil der Arbeit dreht sich um Fördermittel. Die Stelleninhaberin oder der Stelleninhaber sucht nach externen Fördermöglichkeiten, verfasst Anträge und betreut anschließend die bewilligten Projekte. Dazu gehört die Pflege der Kontakte zu Geldgebern, Auftragnehmenden, lokalen NGOs, wichtigen Institutionen und anderen Kommunalverwaltungen. Außerdem werden die Ergebnisse dem Climate and Environmental Emergency Executive Panel des Council und weiteren Ausschüssen vorgestellt.
Hinzu kommen analytische und verwaltungsbezogene Aufgaben. Dazu zählen das Erheben und Auswerten von Daten, um geeignete Häuser für energetische Sanierungen zu ermitteln, die Bearbeitung von Informationsfreiheitsanfragen (FOI) und Anfragen von Ratsmitgliedern sowie eine sorgfältige Dokumentation. Der Arbeitsalltag wechselt daher zwischen Beziehungspflege, Recherche und formeller Berichterstattung.
Welche wichtigen Lernmöglichkeiten bietet diese Stelle?
Für eine Projektstelle bietet diese Position ein ungewöhnlich breites Aufgabenspektrum. Kenntnisse in der Antragstellung und Fördermittelakquise sind auch außerhalb der Kommunalverwaltung gefragt. Wer wiederholt Anträge für verschiedene Programme erstellt, entwickelt ein praxisnahes Verständnis dafür, wie öffentliche Fördermittel für Energieeffizienz gestaltet und eingeworben werden. Zudem sammelt die zuständige Person voraussichtlich fundierte praktische Erfahrungen mit energetischen Sanierungen – von der datengestützten Auswahl geeigneter Haushalte bis zur Koordination von Auftragnehmenden.
Der Schwerpunkt auf Energiearmut ermöglicht es, Kenntnisse in den Bereichen Gleichstellung und Sozialpolitik zu erwerben, denn Förderkriterien und die Unterstützung von Einwohnerinnen und Einwohnern berühren häufig Sozialleistungen, Wohnverhältnisse und besondere Schutzbedürftigkeit. In einem kleinen Team für Umweltstrategie kann man außerdem Einblicke in die Entwicklung kommunaler Strategien, die Berichterstattung an Ausschüsse und die Bewertung politischer Handlungsoptionen gewinnen.
Aufgrund der Teamgröße dürfte Mentoring eher informell stattfinden. Die vielfältigen Kontakte zu NGOs, Geldgebern und regionalen Organisationen bieten jedoch fortlaufende Lernmöglichkeiten durch die Zusammenarbeit mit Partnern.
Wie sieht die ideale Kandidatin oder der ideale Kandidat aus (Erfahrung und Kompetenzen)?
Der Council erwartet einen Hochschulabschluss in einem umweltbezogenen, sozialwissenschaftlichen oder betriebswirtschaftlichen Fach oder eine gleichwertige Berufserfahrung. In der Praxis zählt vor allem nachweisbare Erfahrung mit Gleichstellung, sozialem Wandel und Umweltthemen – idealerweise in Kombination. Da Anträge auf Fördermittel und Ausschussberichte zu den Kernaufgaben gehören, sind Erfahrungen mit formellen Texten wichtig. Bewerberinnen und Bewerber sollten daher Arbeitsproben vorlegen können.
Ausgeprägte Fähigkeiten im Stakeholder-Management werden ausdrücklich vorausgesetzt. Da die Stelle die Zusammenarbeit mit Auftragnehmenden, NGOs, Geldgebern und Kolleginnen und Kollegen im gesamten Council umfasst, ist es wichtig, über Organisationsgrenzen hinweg Vertrauen aufbauen zu können. Auch Datenkompetenz ist gefragt: Tabellen und Datenbanken einrichten, Informationen aufbereiten und Berichte analysieren, um politische Handlungsoptionen zu bewerten.
Darüber hinaus betont die Ausschreibung Begeisterung für soziale oder ökologische Verbesserungen, die Fähigkeit, unter Zeitdruck und bei knappen Fristen zu arbeiten, sowie Sorgfalt und Genauigkeit. Kenntnisse der DSGVO und eine präzise Dokumentation werden ebenfalls genannt. Die ideale Person ist daher gut organisiert und geht verantwortungsvoll mit sensiblen Daten der Einwohnerinnen und Einwohner um.
Tipps, um sich von anderen Bewerbungen abzuheben und erfolgreich zu bewerben
Laut Ausschreibung erfolgt die Vorauswahl anhand der konkreten Angaben im Bewerbungsformular. Dabei sollen auch Erfahrungen außerhalb des Berufs berücksichtigt werden. Das ist ein deutlicher Hinweis darauf, die Antworten gezielt an den einzelnen Aufgaben und geforderten Kompetenzen auszurichten, statt allgemein über den eigenen Werdegang zu schreiben. Wenn Sie bereits Förderanträge verfasst haben, nennen Sie das jeweilige Programm, die beantragte Summe und ob der Antrag bewilligt wurde.
Da die Stelle sowohl Energiearmut als auch die Förderung der Natur in den Blick nimmt, sind Erfahrungen in beiden Bereichen ein Vorteil. Wenn Ihr Hintergrund eher in einem der beiden Felder liegt, nennen Sie konkrete Beispiele aus ehrenamtlichem Engagement, Gemeinschaftsprojekten oder früheren Tätigkeiten, die den anderen Bereich abdecken. Wer Programme wie Warm Homes oder das Great British Insulation Scheme konkret benennt und zeigt, ihre Funktionsweise zu verstehen, kann sich von anderen Bewerberinnen und Bewerbern abheben.
Bereiten Sie sich im Hinblick auf das Vorstellungsgespräch auf Fragen zum Stakeholder-Management und zum Umgang mit konkurrierenden Fristen vor. Wenn Sie den Plan „We are Norwich“ des Council lesen und sich mit dessen Klimazielen vertraut machen, können Sie überzeugend erläutern, wie die Stelle dazu beiträgt. Der Council garantiert geeigneten qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern mit Behinderung ein Vorstellungsgespräch. Falls es für Ihre Situation relevant ist, können Sie auch auf die Chancengleichheitsrichtlinie des Council eingehen.
Auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit des Council wird sich diese Stelle voraussichtlich konzentrieren?
Der Nachhaltigkeitsaspekt ist hier für einen Umweltbeitrag ungewöhnlich stark sozial geprägt. Energiearmut liegt an der Schnittstelle von Klimaschutz und Ungleichheit – und in dieser Position werden beide Themen gemeinsam angegangen: Die energetische Sanierung von Sozialwohnungen und privaten Wohnhäusern senkt die Emissionen und entlastet zugleich Haushalte, die Unterstützung besonders dringend benötigen. Dieser Ansatz passt zum erklärten Ziel des Stadtrats, Norwich klimabewusst, gerechter und zukunftsfähig zu gestalten.
Die zweite Säule ist der Schutz und die Förderung der Natur und Artenvielfalt auf den Liegenschaften des Stadtrats und im gesamten Stadtgebiet. Die Fachkraft unterstützt Programme zum Schutz und Ausbau von Grünflächen – ein Beitrag, der sowohl der Anpassung an den Klimawandel als auch dessen Eindämmung dient. Finanzierung und Berichtspflichten ziehen sich durch alle Aufgaben, denn externe Förderprogramme wie Warm Homes und das Great British Insulation Scheme bringen eigene Monitoring-Anforderungen mit sich.
Auch die Governance gehört zum Aufgabenbereich. Da die Stelle an das Climate and Environmental Emergency Executive Panel berichtet, trägt sie dazu bei, wie der Stadtrat die Umsetzung seiner eigenen Umweltverpflichtungen überwacht. Die begleitende Kommunikationsarbeit zur Sensibilisierung für den Klimawandel beeinflusst außerdem, wie die Bevölkerung diese Themen versteht.
Vor welchen Herausforderungen könnte man in dieser Position stehen?
Förderzyklen dürften die größte Herausforderung sein. Externe Programme werden aufgelegt und beendet, Förderkriterien ändern sich und Anträge können scheitern. Die Fachkraft muss damit umgehen können, Initiativen zu entwickeln, deren Finanzierung von Faktoren außerhalb der Kontrolle des Stadtrats abhängt, und zugleich die Partner auch in ruhigeren Phasen bei der Stange halten. In der Ausschreibung werden enge Fristen und hoher Zeitdruck ausdrücklich genannt – das spiegelt diese Realität wider.
Eine weitere Herausforderung ist die gezielte Datenauswertung. Um Haushalte in Energiearmut zu identifizieren, müssen interne und externe Datenquellen zusammengeführt werden, die oft lückenhaft oder nicht einheitlich sind. Die gezielte Auswahl möglichst genau zu gestalten und gleichzeitig die DSGVO und den Datenschutz der Anwohnerinnen und Anwohner einzuhalten, erfordert besondere Sorgfalt.
Die Arbeit in einem kleinen Team und die Koordination zahlreicher externer Organisationen verlangen ebenfalls viel Organisationstalent. Ratsmitglieder, Abgeordnete, Fördermittelgeber und Auftragnehmer haben jeweils eigene Erwartungen und Zeitpläne. Hinzu kommen Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz (FOI) und Anfragen aus demokratischen Gremien – zusätzlich zur Projektarbeit, nicht an ihrer Stelle.
Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?
Ein typischer Arbeitstag besteht vermutlich aus einer Mischung von Schreibtischarbeit und Besprechungen. Am Vormittag könnte die Fachkraft Wohnungs- oder Energiedaten auswerten, um die nächsten Zielhaushalte festzulegen, oder einen Abschnitt für einen Förderantrag verfassen. Dafür sind Konzentration und Genauigkeit gefragt, denn die Zahlen beeinflussen direkt, wer Unterstützung erhält.
Mittags steht häufig die Abstimmung an: etwa ein Telefonat mit einem Auftragnehmer, der Sanierungsarbeiten umsetzt, ein Austausch mit einer Partner-NGO zu einem Dämmprogramm oder ein Treffen mit Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen Wohnen oder Finanzen, um ein Projekt abzustimmen. Anfragen von Ratsmitgliedern oder Abgeordneten sowie FOI-Anfragen können jederzeit dazwischenkommen und müssen zeitnah bearbeitet werden.
An manchen Tagen stehen Berichterstattung und Governance im Mittelpunkt – beispielsweise die Vorbereitung von Updates für das Climate and Environmental Emergency Executive Panel oder für Fördermittelgeber. Die Arbeit an der Renaturierung sorgt für Abwechslung: Gespräche vor Ort oder die Planung von Biodiversitätsprojekten ergänzen die Aufgaben rund um Energiearmut und Wärme. Keine Woche dürfte daher genau wie die vorherige aussehen.
Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Position?
Projektstellen in der Kommunalverwaltung vermitteln oft rasch übertragbare Kompetenzen – und diese Position bildet keine Ausnahme. Erfolgreich abgeschlossene Förderprojekte verschaffen der Fachkraft eine aussagekräftige Bilanz messbarer Ergebnisse. Das ist wertvoll für den nächsten Schritt in Richtung leitendes Projektmanagement, Umweltstrategie oder Programmmanagement – beim Stadtrat oder anderswo im öffentlichen Sektor.
Besonders vielseitig einsetzbar ist die Erfahrung in der Fördermittelakquise. Fachkräfte, die überzeugende Anträge für Energie- und Sanierungsprogramme verfassen können, sind bei Kommunen, Wohnungsbaugesellschaften und im gesamten Net-Zero-Sektor gefragt. Die Zusammenarbeit mit dem Climate and Environmental Emergency Executive Panel erhöht zudem die interne Sichtbarkeit der Stelle und kann einen Wechsel in die Politik- oder Strategiearbeit erleichtern.
Da das Team klein ist, kann sich mit der Zeit die Möglichkeit ergeben, mehr Verantwortung zu übernehmen – etwa für einen Förderschwerpunkt oder als Vertretung des Stadtrats in regionalen Partnerschaften. Das breite Aufgabengebiet mit Energiearmut, Gebäudesanierung und Biodiversität ermöglicht es, Fachwissen in mehreren Bereichen statt nur in einem engen Spezialgebiet aufzubauen.
Wichtige Ansprechpartner und Interessengruppen
Innerhalb der Verwaltung arbeitet die Fachkraft im Environmental Strategy Team und stimmt sich mit verschiedenen Bereichen des Stadtrats ab, wahrscheinlich auch mit den Teams für Wohnen, Finanzen und Kommunikation. Ratsmitglieder und Abgeordnete kommen über Anfragen und demokratische Verfahren ins Spiel. Das Climate and Environmental Emergency Executive Panel ist ein wichtiges Gremium für die Berichterstattung; seine Erwartungen prägen, wie die Projekte dargestellt werden.
Auch das externe Netzwerk ist bewusst breit aufgestellt. Fördermittelgeber für Programme wie Warm Homes und das Great British Insulation Scheme legen die Bedingungen fest, die der Stadtrat erfüllen muss. Auftragnehmer setzen die Sanierungsarbeiten vor Ort um, weshalb die laufende Abstimmung wichtig ist. Lokale und regionale NGOs, zentrale Institutionen und andere Kommunalverwaltungen sind sowohl bei der Umsetzung als auch bei der Interessenvertretung Partner.
Die wichtigsten Interessengruppen sind letztlich die Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Mieterinnen und Mieter – sei es durch Förder- und Unterstützungsangebote des Stadtrats oder durch die Kommunikation zu Klimawandel und Gebäudesanierung. Die Zusammenarbeit reicht von formeller Berichterstattung bis hin zur praktischen Problemlösung. Daher muss die Fachkraft Ton und Vorgehen jeweils an die Gesprächspartner anpassen.
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