Von Budapest aus koordiniert diese Position die Treibhausgasbilanzierung und die Einhaltung von Umweltvorschriften im internationalen Geschäft. Sie verantwortet die Überwachung der Scope-1- und Scope-2-Emissionen, die Mechanismen des Emissionshandels und die konzernweiten Berichtsmethoden, damit die operativen Standorte die regionalen Umweltvorgaben erfüllen.
Die Dekarbonisierung energieintensiver Industrieanlagen setzt eine verlässliche Datenbasis und eine konsequente Compliance-Steuerung voraus. Durch die Koordination der Verpflichtungen aus dem EU-Emissionshandelssystem und die Vereinheitlichung der CO₂-Bilanzierung trägt diese Fachkraft dazu bei, regulatorische Vorgaben in konkrete Programme zur Emissionsminderung an komplexen Energieanlagen umzusetzen.
Die Stelle eignet sich für jemanden mit technischem oder ingenieurwissenschaftlichem Hintergrund im Umweltbereich und praktischer Erfahrung mit Emissionsbilanzen und Compliance-Systemen in der Schwerindustrie.
Job-FAQs
Was sind die wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten in dieser Position?
Im Mittelpunkt der Aufgabe steht die Koordination der konzernweiten Treibhausgasbilanzierung und der Einhaltung von Umweltvorschriften. Sie verantworten die Erhebung, Validierung und Analyse der CO₂-Kennzahlen für Scope 1 und Scope 2, erkennen operative Entwicklungen und schließen Lücken bei der Datenqualität in den internationalen Geschäftsbereichen.
Ein zentraler operativer Schwerpunkt ist die Einhaltung der Vorgaben des EU-Emissionshandelssystems (ETS 1) sowie die Vorbereitung der Systeme auf künftige regulatorische Entwicklungen wie ETS 2. Dazu entwickeln Sie einheitliche Konzernmethoden, Mindeststandards und technische Leitlinien für das Emissionsmanagement an den einzelnen Standorten.
Neben der technischen Compliance unterstützt die Position die jährliche Erhebung von Umweltdaten für die nichtfinanzielle Berichterstattung, wirkt an externen Audits mit und erstellt Analysen, die der Konzernleitung fundierte Entscheidungen zur Dekarbonisierung ermöglichen.
Wichtige Lernmöglichkeiten in dieser Position
Die Arbeit in einem großen internationalen Energiekonzern ermöglicht umfassende Einblicke in technische Compliance-Regelungen der Industrie, insbesondere in die praktische Umsetzung des EU-Emissionshandelssystems. Sie erfahren, wie energieintensive Industrieanlagen komplexe Prozessemissionen nach strengen europäischen Vorschriften berechnen und verifizieren.
Die Position bietet außerdem praktische Erfahrung mit der Einführung digitaler Berichtsplattformen, der Standardisierung von Datensystemen in multinationalen Betrieben und der Abstimmung der technischen CO₂-Bilanzierung auf die umfassendere Nachhaltigkeitsberichterstattung des Unternehmens. Darüber hinaus können Sie Ihre Kenntnisse internationaler Auditverfahren und Verifizierungsstandards wie ISO 14064 vertiefen.
Was zeichnet die ideale Person für diese Position aus (Erfahrung und Kompetenzen)?
Die ideale Person verfügt über einen Hochschulabschluss in Umwelttechnik, Chemieingenieurwesen, Energietechnik oder einem verwandten Fachgebiet sowie mindestens fünf Jahre Berufserfahrung im Emissionsmanagement, in der Umwelt-Compliance oder in der technischen ESG-Berichterstattung.
Fundierte Kenntnisse der Treibhausgas-Protokolle und der europäischen Emissionshandelsvorschriften sind ebenso wichtig wie sehr gute Analysefähigkeiten mit Microsoft Excel. Erfahrung mit Berichtssoftware, ISO-Normen oder Business-Intelligence-Tools wie Power BI ist ein klarer Vorteil.
Da die Position die Zusammenarbeit zwischen Geschäftsbereichen in verschiedenen Ländern koordiniert, sind ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten, strukturiertes analytisches Denken und die Fähigkeit gefragt, technische Teams an Standorten auch ohne disziplinarische Weisungsbefugnis zu überzeugen.
Tipps, um sich von anderen Bewerbungen abzuheben und erfolgreich zu bewerben
Heben Sie konkrete technische Erfolge in den Bereichen Emissionsbilanzierung, CO₂-Bepreisung oder industrielle Compliance hervor. Stellen Sie in Ihrem Lebenslauf messbare Ergebnisse in den Vordergrund: etwa Verbesserungen der Datenqualität an komplexen Standorten, die Leitung externer Verifizierungen oder die strukturierte Abwicklung der EU-ETS-Berichtszyklen.
Betonen Sie Ihre Kenntnisse der europäischen Energievorschriften und energieintensiver Industriebetriebe, etwa in den Bereichen Raffinerie, Petrochemie oder Fertigung. Erläutern Sie im Gespräch, wie Sie technische und betriebliche Rahmenbedingungen mit den konzernweiten Berichtsstandards in einer internationalen Matrixorganisation in Einklang bringen.
Auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit im Unternehmen dürfte sich diese Position konzentrieren?
Die Position trägt unmittelbar zum Klimaschutz bei, indem sie eine präzise konzernweite CO₂-Bilanzierung und die Verringerung von Emissionen sicherstellt. Im Mittelpunkt steht die Erfassung der Scope-1- und Scope-2-Emissionen in Raffinerien, Chemieanlagen und vorgelagerten Betriebsbereichen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Einhaltung regulatorischer Vorgaben. Die Position stellt sicher, dass europäische Klimaschutzmaßnahmen, nationale Emissionsgrenzwerte und verbindliche Prüfverfahren eingehalten werden und die Umweltberichterstattung des Unternehmens sowohl gesetzlichen Anforderungen als auch Standards für die nichtfinanzielle Berichterstattung entspricht.
Mit welchen Herausforderungen könnte man in dieser Position konfrontiert sein?
Eine wiederkehrende Herausforderung besteht darin, die Erhebung von Umweltdaten an geografisch weit verstreuten Standorten zu vereinheitlichen. Die Standorte arbeiten oft mit unterschiedlichen Altsystemen und unterliegen lokalen betrieblichen Rahmenbedingungen. Um die Daten über verschiedene Anlagen hinweg einheitlich und korrekt zu erfassen, sind konsequentes Nachfassen und diplomatisches Durchsetzungsvermögen gefragt.
Eine weitere Herausforderung ist der rasche Wandel der europäischen Klimapolitik und der CO₂-Bepreisung. Neue technische Anforderungen in praktikable Konzernverfahren zu übersetzen und gleichzeitig die Verantwortlichen im operativen Bereich einzubinden, erfordert eine ausgewogene Kommunikation und umfassende Kenntnisse der regulatorischen Vorgaben.
Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?
Ein typischer Arbeitstag könnte mit der Prüfung der Scope-1- und Scope-2-Emissionsdaten einzelner Standorte, der Kontrolle von Energiebilanzprotokollen und der Klärung von Unstimmigkeiten mit Anlageningenieuren in verschiedenen Ländern beginnen.
Am Nachmittag könnten Sie technische Compliance-Meldungen für das EU-Emissionshandelssystem vorbereiten, interne Leitlinien für die bevorstehende nichtfinanzielle Berichterstattung verfassen oder gemeinsam mit dem konzernweiten IT-Team automatisierte Berichtsabläufe testen.
Regelmäßig stimmen Sie sich in bereichsübergreifenden Gesprächen mit Nachhaltigkeitsexperten, Verantwortlichen für Umweltaudits und Standortleitungen ab, um die Fortschritte bei den konzernweiten CO₂-Zielen zu verfolgen.
Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Position?
Innerhalb dieser integrierten Organisation gibt es verschiedene fachliche und führungsbezogene Entwicklungspfade. Fachkräfte können in leitende Positionen auf Konzernebene aufsteigen und dort die ESG-Strategie, das Umweltmanagement oder die betriebliche Sicherheit und Nachhaltigkeit verantworten.
Angesichts der Unternehmensgröße und der Präsenz in mehreren Energiemärkten bieten sich auch Wechsel in operative Funktionen einzelner Geschäftsbereiche an, etwa in der Raffinerie, der Petrochemie oder im Bereich Corporate Regulatory Affairs.
Mit welchen zentralen Stakeholdern werden Sie voraussichtlich zusammenarbeiten?
Die interne Zusammenarbeit erfordert einen regelmäßigen Austausch mit Umweltmanagerinnen und -managern, Betriebsleitungen, Verfahrenstechnikerinnen und -technikern sowie technischen Fachkräften an internationalen Standorten.
In der Konzernzentrale arbeiten Sie mit Nachhaltigkeitsverantwortlichen, Fachleuten für Regulatory Affairs, Rechtsberaterinnen und -beratern, Finanzteams und der Unternehmenskommunikation zusammen.
Zu den externen Kontakten zählen unabhängige, akkreditierte Auditorinnen und Auditoren, externe Prüfstellen, Behördenvertreterinnen und -vertreter sowie Branchengremien, die sich mit Standards für industrielle Treibhausgasemissionen befassen.
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