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Sustainability Manager – Sustainable Fuels (Marine Fuels)

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Bei ISCC gestalten Sie die Standards, anhand derer emissionsärmere Abläufe in der Schifffahrt überprüft werden. Sie verantworten die Entwicklung, Umsetzung und kontinuierliche Aktualisierung von Zertifizierungsprogrammen für alternative Schiffskraftstoffe und übertragen komplexe internationale Vorgaben in praxistaugliche Auditverfahren. Im Arbeitsalltag legen Sie technische Anforderungen an Rückverfolgbarkeitsmodelle fest, erstellen Programmdokumentationen und beraten Akteure der internationalen Schifffahrt zu Wegen der regelkonformen Umsetzung.

Für die internationale Schifffahrt gelten ehrgeizige Dekarbonisierungsziele, die unter anderem durch FuelEU Maritime, das EU-Emissionshandelssystem und die Vorschriften der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) vorgegeben werden. In dieser Position bestimmen Sie unmittelbar mit, wie die Echtheit erneuerbarer Kraftstoffe, aus Abfällen gewonnener Energie und von Book-and-Claim-Ansätzen nachgewiesen wird. So tragen Sie dazu bei, Greenwashing zu verhindern und entlang globaler Seehandelsrouten tatsächlich Treibhausgasemissionen zu senken.

Die Position eignet sich für Personen, die fundierte Kenntnisse im Bereich Schiffsbunkerung oder Kraftstofflieferketten mit analytischem Verständnis für Nachhaltigkeitszertifizierung und internationales Umweltrecht verbinden.

Job-FAQs

Was sind die wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten in dieser Position?

Im Mittelpunkt stehen die technische Konzeption, Pflege und regelmäßige Überarbeitung der ISCC-Systeme für alternative Schiffskraftstoffe (Alternative Marine Fuels, AMF). Dazu gehört, komplexe internationale Klimavorschriften – etwa die EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie, FuelEU Maritime und die Klimaschutzvorgaben der IMO – in präzise Zertifizierungskriterien zu überführen. Sie verantworten die Regeln zur Nachverfolgbarkeit entlang der Lieferkette und stellen sicher, dass Methoden wie Massenbilanz und Book-and-Claim über internationale Logistikketten hinweg prüfbar, transparent und betrugssicher sind. Im Arbeitsalltag beraten Sie Marktteilnehmende, Auditorinnen und Auditoren sowie Nutzerinnen und Nutzer der Systeme als Fachperson. Zu Ihren Kernaufgaben zählen die Entwicklung von Systemdokumenten, die Erstellung von Auditverfahren und die Konzeption technischer Schulungen für Zertifizierungsstellen. Außerdem vertreten Sie ISCC aktiv bei internationalen Konferenzen zur Schifffahrt, in technischen Arbeitsgruppen und bei Konsultationen zu Regulierungsvorhaben. So tragen Sie dazu bei, freiwillige Zertifizierungsstandards mit der sich wandelnden Politik in Einklang zu bringen.

Welche wichtigen Lernmöglichkeiten bietet diese Position?

Die Position bietet umfassende Einblicke in die sich rasant entwickelnde Dekarbonisierung des Seeverkehrs. Sie können Ihre Fachkenntnisse zu Methoden der Lieferkettennachverfolgung, neuen E-Fuels, fortschrittlichen Biokraftstoffen und Massenbilanzierung vertiefen. Die Arbeit an der Schnittstelle verschiedener Rechtsordnungen vermittelt ein fundiertes Verständnis dafür, wie Institutionen wie die Europäische Kommission und die IMO Klimaziele in konkrete technische Anforderungen übersetzen. Die Tätigkeit bei einer internationalen Standardisierungsorganisation bietet außerdem vielfältige Möglichkeiten, Kompetenzen in Stakeholder-Management, öffentlichem Auftreten und der Entwicklung von Standards auszubauen. ISCC unterstützt dies mit internen Lernangeboten, Fachseminaren und Sprachkursen. Zudem erhalten Teammitglieder Einblicke in verwandte Initiativen zu Fernerkundung, CO₂-Bilanzierung und der Zertifizierung landwirtschaftlicher Tätigkeiten.

Wie sieht das ideale Profil aus (Erfahrung und Kompetenzen)?

Die ideale Person verbindet fundierte Kenntnisse im Betrieb mit Schiffskraftstoffen mit einem Verständnis für die Einhaltung von Umweltvorschriften. Erwartet werden mindestens drei Jahre Berufserfahrung nach dem Studienabschluss, davon mindestens zwei Jahre in einem Nachhaltigkeitssystem, bei einer Zertifizierungsstelle, einem Kraftstofflieferanten, einem Handelsteam oder einem Schifffahrtsunternehmen. Praktische Kenntnisse der Bunkerungsinfrastruktur, der Betankungslogistik von Schiffen oder der Kraftstoffprüfung sind von Vorteil. Vorausgesetzt wird ein Hochschulabschluss in Umweltwissenschaften, Ingenieurwesen, Schifffahrt, Rechtswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften oder Public Policy. Gute Kenntnisse von FuelEU Maritime, dem EU-Emissionshandelssystem (EU ETS) und den Regelwerken der IMO sind erforderlich. Wichtig sind außerdem ausgeprägte analytische Fähigkeiten, eine selbstständige Arbeitsweise und fließendes Englisch auf C1-Niveau, um sicher mit internationalen Behörden und Unternehmen zusammenzuarbeiten.

Wie können Sie sich mit Ihrer Bewerbung hervorheben und Ihre Erfolgschancen steigern?

Heben Sie in Ihrer Bewerbung konkrete Erfahrungen mit Kraftstofflieferketten, Bunkerungslogistik oder technischen Prüfstandards hervor. Statt allgemeine Nachhaltigkeitskenntnisse anzuführen, sollten Sie Ihre Vertrautheit mit konkreten Vorschriften wie FuelEU Maritime, EU RED und MARPOL sowie mit Bilanzierungsmethoden zur Lieferkettennachverfolgung, etwa Massenbilanz oder Book-and-Claim, erläutern. Beschreiben Sie in Ihrem Anschreiben, wie Sie die praktischen Herausforderungen einschätzen, vor denen Käufer und Lieferanten von Schiffskraftstoffen bei der nachweisbaren Emissionsminderung stehen. Wenn Sie zeigen, wie Sie komplexe Vorschriften in praktikable Abläufe oder Audit-Leitfäden übersetzen, machen Sie Ihren unmittelbaren Mehrwert für das Team der technischen Systeme deutlich.

Auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit des Unternehmens wird sich diese Position voraussichtlich konzentrieren?

Die Position widmet sich vor allem der Dekarbonisierung der Hochseeschifffahrt und der Binnenschifffahrt durch den Einsatz nachweislich nachhaltiger alternativer Kraftstoffe. Damit geht es um den Kern der Scope-1-Emissionen im Seeverkehr und den Scope-3-Transportfußabdruck globaler Frachtverantwortlicher. Mit überprüfbaren Regeln für Biokraftstoffe, Wasserstoffderivate, E-Ammoniak und E-Methanol trägt die Position dazu bei, fossile Schiffskraftstoffe zu ersetzen. Rückverfolgbarkeit und Integrität stehen im Mittelpunkt dieser Arbeit. Die Position stellt sicher, dass die Rohstoffe strenge Anforderungen an Entwaldungsfreiheit, Biodiversitätsschutz und soziale Standards erfüllen und so indirekte Landnutzungsänderungen sowie Abrechnungsbetrug verhindert werden. Die Überprüfung präziser Treibhausgasintensitätsberechnungen von der Förderung bis zur Nutzung an Bord gewährleistet, dass Schiffsbetreiber im Rahmen internationaler Berichtsstandards tatsächlich erzielte Emissionsminderungen geltend machen.

Vor welchen zentralen Herausforderungen könnte man in dieser Position stehen?

Eine zentrale Herausforderung besteht darin, mit dem raschen Wandel der Vorschriften für die Schifffahrt Schritt zu halten und zugleich den gründlichen, konsensorientierten Charakter von Zertifizierungssystemen zu wahren. Unterschiedliche Vorschriften in den einzelnen Rechtsräumen – etwa regionale europäische Vorgaben im Vergleich zu den globalen Basisstandards der IMO – erschweren die Entwicklung universell anwendbarer Standards. Eine weitere Hürde sind technische und marktbedingte Einschränkungen, etwa die Überprüfung physischer Massenbilanzen in einer fragmentierten Bunker-Infrastruktur oder die Einrichtung akzeptabler Book-and-Claim-Register. Traditionelle Akteure der Schifffahrt, für die häufig Kraftstoffkosten und unkomplizierte Abläufe im Vordergrund stehen, von einer sorgfältigen Nachhaltigkeitsbilanzierung zu überzeugen, erfordert anhaltendes diplomatisches Geschick und technische Präzision.

Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?

Ein typischer Arbeitstag könnte mit der Prüfung geplanter Änderungen an den EU-Vorschriften für die Schifffahrt beginnen und mit einer Einschätzung ihrer Auswirkungen auf die aktuellen ISCC-Systemvorgaben weitergehen. Am Vormittag könnte eine Arbeitssitzung mit internen technischen Fachleuten anstehen, um einen Leitfaden für Audits zertifizierter E-Methanol-Lieferketten zu überarbeiten. Am Nachmittag könnte die zuständige Person einen Abstimmungsworkshop mit internationalen Reedern, Kraftstoffhändlern und Zertifizierungsstellen leiten, um Rückmeldungen zu Book-and-Claim-Protokollen einzuholen. Häufig endet der Tag mit der Vorbereitung von Präsentationsfolien für eine anstehende Auditorenschulung oder mit der Beantwortung komplexer Anfragen unabhängiger Auditoren zur Überprüfung von Rohstoffen.

Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Position?

In einer schnell wachsenden Organisation mit nahezu 200 Fachleuten bietet die Position direkten Einblick in die Arbeit der Geschäftsleitung und externer Branchenorganisationen. Fundierte Kenntnisse der Standards für alternative Schiffskraftstoffe machen die Stelleninhaberin oder den Stelleninhaber zu einer anerkannten Fachautorität in einem Nischenbereich, der von hohen Investitionen und wachsendem Regulierungsdruck geprägt ist. Mögliche Karrierewege führen in leitende Positionen mit Verantwortung für ganze Verkehrsbereiche, etwa für kombinierte Luftfahrt- und Schifffahrtsprogramme, oder in die Leitung regulatorischer Angelegenheiten. Die erworbenen Erfahrungen vermitteln zudem übertragbare Kompetenzen, die bei Herstellern sauberer Kraftstoffe, großen Schifffahrtsunternehmen, Aufsichtsbehörden und internationalen Beratungsfirmen gefragt sind.

Die wichtigsten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Die interne Zusammenarbeit umfasst den täglichen Austausch mit Fachautorinnen und -autoren, Expertinnen und Experten für regulatorische Entwicklungen, Programmverantwortlichen und Verantwortlichen von Zertifizierungsstellen am ISCC-Hauptsitz. Hinzu kommt die enge Abstimmung mit technischen Teams verbundener Organisationen, die auf Fernerkundung, Risikoanalysen und die Rückverfolgung landwirtschaftlicher Lieferketten spezialisiert sind. Extern steht die enge Zusammenarbeit mit Herstellern von Schiffskraftstoffen, Bunkeranbietern, Reedern und Hafenbetreibern im Mittelpunkt. Regelmäßiger Austausch ist außerdem mit unabhängigen Auditstellen, Akkreditierungsbehörden, maritimen Branchenverbänden und staatlichen Stellen erforderlich, die die Dekarbonisierungspolitik für die Schifffahrt gestalten.

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