Diese Fachkraft wird dazu beitragen, den Umgang mit Regenwasser im Gebiet von Guebwiller mitzugestalten und zugleich Maßnahmen zur Verringerung von Mikroschadstoffen koordinieren, die in die Abwassersysteme gelangen. Die Tätigkeit verbindet lokale Planung mit konkreten Projekten – von wasserdurchlässigen Straßen und Regengärten bis hin zu Maßnahmen gegen betriebliche Schadstoffeinträge – und erstreckt sich über 19 Gemeinden.
Die Position verbindet Klimaanpassung mit dem alltäglichen Wassermanagement. Wenn Regenwasser im Boden versickern kann, trägt das zum Hochwasserschutz, zur Begrünung von Städten und zum Schutz der Wasserressourcen bei. Die Zusammenarbeit mit Unternehmen kann Schadstoffe an ihrer Quelle reduzieren und die Abwasserbehandlung verbessern. So fließen umweltpolitische Ziele in Entscheidungen von Kommunen, Anwohnern und Wirtschaftsakteuren ein.
Die Position eignet sich für Personen mit einer Ausbildung oder einem Studium in den Bereichen Wasser, Abwasserentsorgung oder Umwelt, die gerne Projekte koordinieren und technische Sachverhalte unterschiedlichen Zielgruppen verständlich erklären. Bewerbungen von Berufseinsteigern sind willkommen – insbesondere von Personen, die gerne mit öffentlichen Diensten, Gemeinden, Unternehmen und Partnern aus dem Wassersektor zusammenarbeiten.
Job-FAQs
Was sind die wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten in dieser Position?
Die Stelle koordiniert die integrierte Regenwasserstrategie des Gebiets. Dazu gehören die Begleitung von Studien und die Umsetzung der Regenwasserzonierung. In den Bereichen Stadtplanung, Gebäude, Straßen und Grünflächen werden Maßnahmen wie Versickerung, Regenwassernutzung, Entsiegelung und naturbasierte Lösungen integriert.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Organisation eines gemeinsamen Programms zur Reduzierung von Mikroschadstoffen an der Quelle bei lokalen Unternehmen. Dazu zählen die Ermittlung vorrangiger Branchen, die Bewertung bestehender Praktiken, die Unterstützung bei der Einhaltung von Vorschriften, die Erstellung von Einleitungsgenehmigungen und Vereinbarungen sowie die Berichterstattung über Fortschritte. Zu den Aufgaben gehören außerdem Förderanträge und die Koordination mit der Wasseragentur Rhein-Maas.
Wichtige Lernmöglichkeiten in dieser Position
Die Position bietet die Möglichkeit, praktische Kenntnisse in der integrierten Regenwasserbewirtschaftung, der urbanen Wasserplanung, bei Abwassernetzen und bei der Kontrolle nicht häuslicher Abwassereinleitungen aufzubauen. Sie vermittelt Einblicke darin, wie Klimaanpassung und Schadstoffprävention in einem Gebiet mit mehreren Gemeinden umgesetzt werden.
Die Zusammenarbeit mit gewählten Amtsträgern, kommunalen Diensten, Unternehmen, Beratungsbüros und Partnern aus dem Wassersektor kann die Kompetenzen in Projektkoordination, Verwaltungsverfahren, Moderation und Umweltkommunikation stärken. Zudem sammeln Sie Erfahrung in der öffentlichen Auftragsvergabe, bei Förderanträgen und der Wirkungskontrolle. Eine bestimmte Zertifizierung oder ein formelles Schulungsprogramm wird nicht genannt.
Wie sieht das ideale Bewerberprofil aus (Erfahrung, Kompetenzen)?
Gesucht wird eine Person mit einem Abschluss auf dem Niveau Bac+2 bis Bac+5 in den Bereichen Wasser, Abwasser oder Umwelt; auch Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger können sich bewerben. Kenntnisse in Regenwasserbewirtschaftung, Abwassersystemen, Umweltrecht, Klimaanpassung, naturbasierten Lösungen und den Folgen von Schadstoffeinträgen sind von Vorteil. Erfahrung bei einer Kommunalverwaltung, einem Beratungsbüro oder einer Wasserorganisation ist ein Plus.
Die Tätigkeit erfordert außerdem Erfahrung in der Planung und Nachverfolgung von Projekten, eine klare Ausdrucksweise und Sicherheit im Umgang mit Office-Software. Gut geeignet ist eine methodische und selbstständige Person, die technische Themen verständlich vermitteln, verschiedene Beteiligte zusammenbringen und Kolleginnen, Kollegen sowie Entscheidungsträgern prägnant über Fortschritte berichten kann.
Tipps, um sich von anderen Bewerbungen abzuheben und erfolgreich zu bewerben
Gestalten Sie Ihre Bewerbung konkret: Beschreiben Sie ein Wasser-, Abwasser-, Schadstoffpräventions- oder Umweltprojekt, an dem Sie mitgearbeitet oder das Sie umgesetzt haben. Erläutern Sie Ihren eigenen Beitrag, die beteiligten Partner und die Ergebnisse. Wenn Sie akademische Erfahrung oder Praktika anführen, stellen Sie den direkten Bezug zu Regenwasserzonierung, Versickerung, Entsiegelung oder der Verringerung von Mikroschadstoffen an der Quelle her.
Zeigen Sie, wie Sie mit gewählten Amtsträgern und Unternehmen kommunizieren würden, und nennen Sie gegebenenfalls Ihre Erfahrungen mit öffentlicher Auftragsvergabe, Verwaltungsabläufen oder Fördermitteln von Wasseragenturen. Da auch Berufseinsteiger willkommen sind, sollten Sie solide technische Grundlagen, eine strukturierte Arbeitsweise im Projektmanagement und Beispiele dafür vorweisen, wie Sie komplexe Umweltthemen verständlich vermitteln.
Auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit dürfte sich diese Stelle konzentrieren?
Voraussichtlich stehen Klimaanpassung und Gewässerschutz in zwei miteinander verbundenen Aufgabenbereichen im Mittelpunkt. Eine integrierte Regenwasserbewirtschaftung kann den Oberflächenabfluss und die Hochwassergefahr verringern, die Versickerung fördern und städtische Räume durchlässiger und grüner gestalten. Regenwassernutzung, Entsiegelung und Regengärten zählen zu den in der Ausschreibung genannten Ansätzen.
Das Programm zu Mikroschadstoffen setzt an, bevor diese in die Abwassersysteme gelangen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Praktiken der Unternehmen und die Einhaltung der Vorschriften. Zusammengenommen verbinden diese Maßnahmen lokale Planung, Wasserqualität und Leistungsfähigkeit der Abwasserentsorgung in den 19 Gemeinden des Gemeindeverbands.
Vor welchen großen Herausforderungen könnte eine Person in dieser Position stehen?
Eine zentrale Herausforderung könnte darin bestehen, eine gebietsweite Strategie für Regenwasser in einheitliche Entscheidungen für Planung, Gebäude, Straßen und Grünflächen zu übertragen, an denen jeweils unterschiedliche Teams und Projektverantwortliche beteiligt sind. Die zuständige Fachkraft muss außerdem die Unterstützung von gewählten Mandatsträgern und Anwohnern gewinnen und zugleich technische Empfehlungen in umsetzbare lokale Projekte überführen.
Beim Programm zur Verringerung betrieblicher Schadstoffeinträge gilt es möglicherweise, regulatorische Kontrollen mit praktischer Unterstützung für Unternehmen zu verbinden, die Veränderungen umsetzen. Auch die Koordination externer Studien, die Überwachung der Einhaltung von Vorgaben, die Vorbereitung von Förderanträgen und der Nachweis von Fortschritten in zwei komplexen Aufgabenbereichen erfordern eine sorgfältige Priorisierung.
Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?
Der Arbeitstag könnte die Prüfung von Regenwasserstudien oder Projektunterlagen mit Besprechungen mit Kolleginnen und Kollegen aus der Abwasserentsorgung, kommunalen Diensten, gewählten Mandatsträgern oder städtischen Projektverantwortlichen verbinden. Die Fachkraft könnte zu Versickerungsmaßnahmen oder zur Entsiegelung von Flächen beraten und Materialien erstellen, um den Ansatz den lokalen Partnern zu erläutern.
In anderen Phasen könnte das Programm zu Mikroschadstoffen im Mittelpunkt stehen: etwa die Abstimmung mit Wirtschaftsverbänden, die Prüfung von Bewertungen betrieblicher Praktiken, die Nachverfolgung der Einhaltung von Vorgaben oder die Ausarbeitung von Einleitungsvereinbarungen. Auch Verwaltungsaufgaben, Fortschrittsberichte und Förderanträge bei der Wasseragentur Rhein-Maas gehören zum Arbeitsalltag.
Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Position?
Die Position könnte eine breite Grundlage in der lokalen Wasserpolitik schaffen, indem sie Regenwasserplanung, städtische Anpassung, Abwasserentsorgung und die Vermeidung industrieller Verschmutzung verbindet. Mit der Zeit kann die Fachkraft ihre Kenntnisse in naturnaher Entwässerung, der Regulierung von nicht häuslichem Abwasser, Projektevaluierung und Umweltförderung vertiefen.
Erfahrung in der Koordination von gewählten Mandatsträgern, Gemeinden, Unternehmen und technischen Partnern kann den Weg zu künftigen Aufgaben im Wasser- oder Umweltprojektmanagement, in der Kommunalpolitik oder in der Beratung ebnen. Die Ausschreibung nennt weder einen konkreten Aufstiegspfad noch ein formelles Weiterbildungsprogramm.
Mit welchen wichtigen Ansprechpartnern werden Sie zusammenarbeiten?
Die Fachkraft arbeitet eng mit der Leitung des Umweltbereichs und dem Abwasserbereich zusammen, ebenso mit gewählten Mandatsträgern und den 19 Mitgliedsgemeinden. Teams aus Stadtplanung, Hochbau, Straßenbau und Grünflächenpflege sind wichtige Partner, um Regenwassermaßnahmen in die öffentliche Politik und konkrete Projekte einzubinden.
Auch Anwohner, soziale Wohnungsbaugesellschaften, Unternehmen, Projektverantwortliche und Wirtschaftsverbände wie die CCI und die CMA gehören zu den Ansprechpartnern. Die Wasseragentur Rhein-Maas ist für beide Aufgabenbereiche und die damit verbundene Förderung eine zentrale externe Kontaktstelle. Hinzu kommen Beratungsbüros und Dienstleister, die an Studien mitwirken.
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