Sie verantworten die CO₂-Erfassung für den Bau von AWS-Rechenzentren in Ihrer Region. Dabei arbeiten Sie direkt mit Bauteams, Geräteherstellern und Planungsfachleuten zusammen, um Einsparmöglichkeiten bei den grauen Emissionen zu identifizieren und entsprechende Änderungen bis zur Umsetzung voranzutreiben. Im Arbeitsalltag bedeutet das, Verfahren zu entwickeln und zu optimieren, mit denen sich der CO₂-Fußabdruck über den gesamten Projektverlauf verfolgen lässt. Außerdem erstellen Sie Spezifikationen, Fachbeiträge und Berichte, damit Entscheidungen auf einer fundierten Grundlage getroffen werden.
Diese Rolle ist vor allem wegen ihres großen Wirkungsbereichs besonders: Da AWS einen Großteil seiner Infrastruktur selbst plant, können Einsparungen, die Sie bei einem einzelnen Bauprojekt erreichen, zum Standard im gesamten Rechenzentrumsbestand werden. So tragen Sie zu Amazons Climate Pledge bei, bis 2040 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, und unterstützen das Ziel, bis 2030 mehr Wasser zurückzuführen, als verbraucht wird. Sie gestalten damit maßgeblich, woraus die nächste Generation von Rechenzentren bestehen wird.
Die Position passt zu Menschen, die sich mühelos zwischen technischen Details und bereichsübergreifender Überzeugungsarbeit bewegen. Sie fühlen sich auf einer Baustelle ebenso wohl wie in Verhandlungen mit Lieferanten oder im Gespräch mit Aufsichtsbehörden – und sind motiviert, lokale Erfolge bei der CO₂-Reduktion in globale Standards zu überführen.
Job-FAQs
Was sind die Hauptaufgaben und Verantwortlichkeiten in dieser Position?
In dieser Position treffen Nachhaltigkeitsziele auf die Realität des Bauens. Die zentrale Aufgabe besteht darin, die CO₂-Intensität der AWS-Rechenzentren in der EMEA-Region zu senken – sowohl den in Materialien und Bauwerken gebundenen CO₂-Ausstoß als auch den betrieblichen Fußabdruck der darin eingesetzten Anlagen. Konkret bedeutet das, Methoden zu entwickeln und zu verbessern, mit denen sich der CO₂-Ausstoß über den gesamten Lebenszyklus eines Projekts hinweg erfassen lässt: vom Entwurf und der Beschaffung über den Bau bis zur Inbetriebnahme und Übergabe.
Neben der Erfassung sollen Sie Potenziale zur CO₂-Reduktion identifizieren, die auf ein bestimmtes Bauprojekt oder eine bestimmte Region zugeschnitten sind, und daraus belastbare Vorschläge entwickeln, die sich im gesamten AWS-Rechenzentrumsnetz umsetzen lassen. Da AWS seine Standardentwürfe an lokale Materialien, Vorschriften und Baupraktiken anpasst, besteht ein wesentlicher Teil der Arbeit darin, regionale Besonderheiten zu erkennen, die klimafreundlichere Lösungen ermöglichen. Außerdem verantworten Sie Nachhaltigkeitszertifizierungen, die für Baugenehmigungen oder aufgrund interner Richtlinien erforderlich sind, und unterstützen die Public-Policy-Teams bei ihrer Zusammenarbeit mit lokalen Behörden.
Eine zweite, weniger sichtbare Aufgabe ist der Aufbau von Wissen. Klare Entwurfsspezifikationen, Whitepaper und Berichte zu erstellen, gehört ausdrücklich zum Aufgabenbereich. Das deutet darauf hin, dass die Erkenntnisse so systematisch dokumentiert werden sollen, dass andere Regionen sie nutzen können. Im Kern geht es also weniger um die Verwaltung eines Programms als darum, Veränderungen in der Lieferkette technisch voranzutreiben.
Wichtige Lernmöglichkeiten in dieser Position
Die Einblicke, die diese Position bietet, sind für eine Stelle im Nachhaltigkeitsengineering ungewöhnlich breit gefächert. Sie erwerben fundierte praktische Kenntnisse in der Bewertung der grauen Emissionen und der Dekarbonisierung von Materialien – einschließlich der Methoden, Datenquellen und Abwägungen, die einer verlässlichen CO₂-Bilanzierung im Bauwesen zugrunde liegen. Durch die Zusammenarbeit mit Architektur-, Tragwerks-, TGA- und Gebäudeautomationsteams gewinnen Sie ein ganzheitliches Verständnis dafür, wie Rechenzentren tatsächlich geplant werden – und nicht nur dafür, wie über sie berichtet wird.
Da in der Ausschreibung Technologien wie Direct Air Capture und die Dekarbonisierung von Materialien genannt werden, ist klar, dass sich das Team mit neuen CO₂-Technologien beschäftigt. Sie erhalten so Einblicke aus erster Hand in deren Bewertung und mögliche Skalierung. Die Zusammenarbeit mit Ausrüstungslieferanten und Generalunternehmern stärkt Ihre kaufmännischen Fähigkeiten und Ihr Verhandlungsgeschick – Kompetenzen, die in Nachhaltigkeitspositionen nur selten in dieser Tiefe gefragt sind.
Das Team versteht sich als Stimme der Nachhaltigkeit gegenüber der oberen Führungsebene im Unternehmen und betont, dass kontinuierliches Lernen und die berufliche Entwicklung der Mitarbeitenden stark gefördert werden. Wer sich als anerkannte Fachperson etablieren möchte, findet in der Kombination aus einer Reisetätigkeit von 25 %, länderübergreifenden Projekten und dem Auftrag, veröffentlichte Spezifikationen zu erstellen, einen überzeugenden Weg dorthin.
Wie sieht die ideale Kandidatin oder der ideale Kandidat aus (Erfahrung, Fähigkeiten)?
Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Ingenieurstudium – etwa in Maschinenbau, Elektrotechnik oder Bauingenieurwesen – sowie fundierte Kenntnisse der für Rechenzentren essenziellen mechanischen und elektrischen Anlagen. AWS erwartet ausdrücklich Erfahrung in der Planung, im Bau oder Betrieb von Rechenzentren oder in der Instandhaltung von Gebäuden. Auch Erfahrung in Bereichen mit hohen Anforderungen an die Betriebssicherheit, etwa in der Energieerzeugung oder der Öl- und Gasindustrie, ist ein passender Einstieg. Diese Stelle ist nicht für Nachhaltigkeitsgeneralistinnen oder -generalisten gedacht, die noch nie auf einer aktiven Baustelle waren.
Besonders relevant sind eine Berufszulassung als Ingenieurin bzw. Ingenieur oder Architektin bzw. Architekt, Kenntnisse regionaler Bauvorschriften und Regelwerke sowie praktische Erfahrung damit, ein Planungskonzept von der ersten Prüfung bis zur Umsetzung oder Serienfertigung zu begleiten. Kenntnisse im Bereich CO₂ – insbesondere zur Dekarbonisierung von Materialien und zu neuen Technologien – sind als wünschenswert, nicht als zwingend erforderlich aufgeführt. Das legt nahe, dass AWS die CO₂-Expertise bei einer Person aufbauen möchte, die bereits weiß, wie kritische Infrastrukturanlagen entstehen.
Auch auf der persönlichen Ebene verlangt die Position ein hohes Maß an Vielseitigkeit. Sie arbeiten mit Bauunternehmen, Behörden, Herstellern und internen Planungsteams zusammen. Deshalb ist es ebenso wichtig, technische Details für nicht fachkundige Zielgruppen verständlich aufzubereiten und Initiativen auch über Bereiche hinweg erfolgreich abzuschließen, die nicht Ihrer Weisung unterstehen, wie analytisch präzise zu arbeiten. Die Betonung kreativer, unkonventioneller Lösungen deutet darauf hin, dass Personen, die bestehende Ansätze nur anwenden, ohne sie zu hinterfragen, in dieser Position vermutlich weniger erfolgreich sein werden.
Tipps, um sich von anderen Bewerbungen abzuheben und erfolgreich zu bewerben
Stellen Sie Ihre Erfahrung mit Infrastruktur in den Vordergrund, nicht Ihr Nachhaltigkeitsvokabular. AWS berücksichtigt auch Bewerberinnen und Bewerber, die nicht alle wünschenswerten Qualifikationen erfüllen. Die grundlegenden Anforderungen an Erfahrung im Rechenzentrumsbau oder in der Planung kritischer Infrastrukturen sind jedoch entscheidend. Aus Ihrem Lebenslauf sollte klar hervorgehen, in welchem Umfang und an welchen komplexen Anlagen Sie gearbeitet haben – etwa anhand von Kapazität, Anlagentypen, Projektvolumen und Ihrer konkreten Rolle in Planung oder Umsetzung.
Stellen Sie anschließend den Bezug zwischen Ihrer Ingenieurserfahrung und dem Thema CO₂ ausdrücklich her. Führen Sie „Nachhaltigkeit“ nicht einfach als Fähigkeit auf, sondern schildern Sie ein konkretes Beispiel, bei dem Sie eine Entscheidung zu Materialien, Anlagen oder Planung beeinflusst haben, und erläutern Sie die Auswirkungen auf den CO₂-Ausstoß – notfalls auch in Form einer fundierten Schätzung. Da die Position den Aufbau von Erfassungsmethoden und die Erstellung von Spezifikationen umfasst, ist es besonders relevant und aussagekräftig, wenn Sie bereits einmal ein Werkzeug, einen Prozess oder einen Standard entwickelt haben, den andere übernommen haben.
Bereiten Sie sich im Vorstellungsgespräch darauf vor, zu erläutern, wie Sie über Bereichsgrenzen hinweg zusammenarbeiten. Die Stellenbeschreibung nennt zahlreiche interne und externe Gruppen. Auch die erwartete Reisetätigkeit von 25 % macht deutlich, dass Beziehungsmanagement hier zum Arbeitsalltag gehört und kein Nebenaspekt ist. Seien Sie darauf vorbereitet, ein Beispiel dafür zu nennen, wie Sie ein Bauunternehmen oder einen Lieferanten ohne formale Weisungsbefugnis zu einer Änderung seiner Vorgehensweise bewegt haben. Kenntnisse des Climate Pledge von Amazon, des Ziels, bis 2040 netto null CO₂ auszustoßen, und des Ziels, bis 2030 mehr Wasser zurückzugeben als zu verbrauchen, zeigen, dass Sie den strategischen Kontext Ihrer Arbeit verstehen. Machen Sie sich schließlich darauf gefasst
Auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit des Unternehmens dürfte sich diese Position konzentrieren?
Im Mittelpunkt steht vor allem der in der Bauweise von Rechenzentren gebundene CO₂-Ausstoß – also die Emissionen, die in Beton, Stahl, Anlagen und anderen Materialien stecken, noch bevor ein Rechenzentrum in Betrieb geht. Da AWS Standardentwürfe an lokale Märkte anpasst, liegt der Schwerpunkt der Position auf regionalen Gegebenheiten: Sie müssen verstehen, welche Materialien und Bauweisen in den jeweiligen EMEA-Märkten verfügbar sind und wo sich CO₂-ärmere Alternativen einsetzen lassen, ohne die Ausfallsicherheit zu beeinträchtigen.
Ein zweiter Schwerpunkt ist die Dekarbonisierung der Anlagen. Laut Ausschreibung kann AWS aufgrund seiner Größe die Entwicklung eigener Anlagen vorantreiben. Dadurch könnte diese Position Einfluss auf die Spezifikationen mechanischer und elektrischer Systeme im gesamten Rechenzentrumsnetz nehmen. Das steht in direktem Zusammenhang mit Amazons Climate-Pledge-Ziel, bis 2040 netto null CO₂ auszustoßen, und dem parallelen Ziel des DCE-Sustainability-Teams, bis 2030 mehr Wasser zurückzugeben als zu verbrauchen. Daher dürften auch Fragen zum Wasserverbrauch und zur allgemeinen Ressourceneffizienz eine Rolle spielen.
Der dritte Bereich umfasst Governance und externe Zusammenarbeit. Die Verantwortung für Nachhaltigkeitszertifizierungen bei Bauprojekten, die Unterstützung der Public-Policy-Teams im Austausch mit lokalen Behörden und die Mitarbeit in Branchenverbänden zeigen, dass die Position an der Schnittstelle zwischen freiwilligen Ambitionen und regulatorischen Anforderungen angesiedelt ist. In der Praxis enthalten Baugenehmigungen zunehmend Auflagen zur Nachhaltigkeit. Diese Position dürfte dort ansetzen, wo es darum geht, diese Auflagen zu erfüllen – oder sie mitzugestalten.
Vor welchen zentralen Herausforderungen könnte jemand in dieser Position stehen?
Der offensichtlichste Zielkonflikt besteht zwischen den CO₂-Zielen und den betrieblichen Anforderungen. Rechenzentren werden auf Verfügbarkeit, Sicherheit und Ausfallsicherheit ausgelegt. Jede Änderung an Materialien oder Anlagen muss deshalb strenge Anforderungen erfüllen. Ein Vorschlag für eine CO₂-ärmere Alternative stößt häufig auf Widerstand, wenn ein Bauunternehmen mit ihr nicht vertraut ist oder sie Risiken in der Lieferkette mit sich bringt. In dieser Position müssen Sie überzeugend für solche Lösungen eintreten, ohne selbst die Planungsverantwortung zu haben, mit der sich eine Änderung einfach anordnen ließe.
Auch der Umfang und die geografische Vielfalt bringen Herausforderungen mit sich. Das EMEA-Portfolio erstreckt sich über zahlreiche Länder und Regionen mit unterschiedlichen Bauvorschriften, Materialmärkten und Baukompetenzen. Eine Lösung, die überall funktioniert, gibt es daher nicht. Den CO₂-Ausstoß über diese Vielfalt hinweg einheitlich zu erfassen, erfordert Methoden, die zuverlässig genug für Vergleiche und zugleich flexibel genug sind, um lokale Gegebenheiten abzubilden. Das ist eine anspruchsvolle Entwicklungsaufgabe. Die erwartete Reisetätigkeit von 25 % bietet zwar Chancen, bedeutet aber auch, dass Sie viel Zeit außerhalb Ihres üblichen Arbeitsortes verbringen.
Schließlich gilt die typische Herausforderung, Nachhaltigkeit ohne direkte Weisungsbefugnis voranzubringen: Der Auftrag besteht darin, Maßnahmen zu identifizieren und vorzuschlagen. Für ihre Umsetzung sind jedoch die Planungs-, Bau- und Beschaffungsteams zuständig, deren wichtigste Anreize oft woanders liegen. Entscheidend ist vermutlich, bei Ingenieurinnen und Ingenieuren Glaubwürdigkeit aufzubauen, statt sich allein auf Richtlinien zu berufen, und überzeugende Belege vorzulegen. So wird eine CO₂-reduzierende Maßnahme zur naheliegenden technischen Lösung – statt zu einem Zugeständnis an das Nachhaltigkeitsteam.
Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?
Ein Großteil der Woche dürfte am Schreibtisch stattfinden: bei der Arbeit mit Projektdaten – etwa zu CO₂-Bilanzen, Gerätespezifikationen und Einreichungsunterlagen – sowie bei der Weiterentwicklung der Erfassungsmethoden, die den Überblick über das regionale Portfolio ermöglichen. Regelmäßige Besprechungen mit den planenden Ingenieurinnen und Ingenieuren dienen dazu, zu verstehen, was aus welchem Grund spezifiziert wird. Mit den Bauteams geht es darum, nachzuvollziehen, was tatsächlich gebaut wird und wo Abweichungen vom Plan Risiken oder Chancen mit sich bringen.
Ein weiterer wesentlicher Aufgabenbereich ist der Austausch mit Lieferanten und Auftragnehmern. Da AWS die Auslegung von Geräten in großem Maßstab beeinflussen kann, gehören Gespräche mit Herstellern über Materialzusammensetzungen und CO₂-ärmere Alternativen zum Alltag. Dabei handelt es sich meist um technische, faktenbasierte Gespräche und weniger um klassische kaufmännische Verhandlungen. Gelegentliche Kontakte zu Aufsichtsbehörden oder Branchenverbänden, vermittelt über die Public-Policy-Teams, ergänzen diesen Arbeitsrhythmus.
Reisen sorgen für Abwechslung. Da für die Region EMEA mit bis zu 25 % Reisetätigkeit zu rechnen ist, stehen in manchen Wochen vor allem Baustellenbesuche, Werksprüfungen oder regionale Workshops auf dem Programm, während andere fast ausschließlich der Analyse gewidmet sind. Auch die Erstellung von Dokumentationen – Whitepapers, Konstruktionsspezifikationen und Berichten – gehört ausdrücklich zur Rolle. Dafür sollten feste Zeitblöcke zum konzentrierten Schreiben eingeplant werden, statt diese Arbeit zwischen Besprechungen unterzubringen.
Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Position?
Der naheliegendste Entwicklungspfad führt zu anerkannter fachlicher Expertise. Die Rolle konzentriert sich auf die grauen Emissionen, die Dekarbonisierung von Materialien und die Einhaltung von Nachhaltigkeitsvorgaben. Das Team versteht sich als erste Anlaufstelle für Partnerteams und als Stimme der Nachhaltigkeit gegenüber der Führungsebene von DCE. Wer in dieser Position erfolgreich ist, kann sich einen Ruf erarbeiten, der weit über die eigene Region hinausreicht – und in einem Unternehmen von Amazons Größe neue Möglichkeiten eröffnen.
Der nächste Karriereschritt könnte in eine leitendere Position im Ingenieurwesen oder im Bereich Nachhaltigkeit führen, möglicherweise mit globaler statt EMEA-Verantwortung. Denkbar ist auch ein Wechsel in ein angrenzendes Fachgebiet wie das Management der Konstruktionsplanung, die Nachhaltigkeit im Bauwesen oder Public Policy. Da AWS zugesagt hat, erfolgreiche Initiativen im gesamten Rechenzentrumsbestand umzusetzen, können von Ihnen angestoßene Initiativen zum Flottenstandard werden – ein sichtbarer und übertragbarer Erfolgsnachweis, der sich sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens auszahlt.
Auch die weniger formellen Möglichkeiten können sehr wertvoll sein. Der Einblick in neue CO₂-Technologien, der direkte Austausch mit Geräteherstellern und die Mitarbeit in Branchenverbänden fördern Netzwerke und Wissen, die sich in einer rein unternehmensinternen Nachhaltigkeitsfunktion nur schwer erwerben lassen. Die ausdrückliche Betonung von kontinuierlichem Lernen und der Entwicklung der Mitarbeitenden in der Stellenausschreibung zeigt, dass das Unternehmen bereit ist, diesen Weg zu fördern.
Mit welchen wichtigen Stakeholdern arbeiten Sie zusammen?
Intern wären die engsten Partner das AWS Sustainability Team und das Global Design Engineering Team. Gemeinsam arbeiten sie daran, die CO₂-Intensität bestehender und künftiger Rechenzentren zu senken. Zum Bereich Design Engineering gehören Architektinnen und Architekten sowie Fachleute aus den Bereichen Tragwerksplanung, Maschinenbau, Elektrotechnik, Tiefbau, Brandschutz und Steuerungstechnik. Die Position soll die Entscheidungen dieser multidisziplinären Gruppe beeinflussen; umgekehrt benötigen deren Mitglieder CO₂-Daten als Grundlage für ihre Spezifikationen.
Weitere zentrale interne Ansprechpartner sind die Teams für Bau und Beschaffung. Laut Stellenausschreibung umfasst die Erfassung des CO₂-Fußabdrucks die direkte Zusammenarbeit mit dem Bauteam sowie mit den Teams für Gerätebeschaffung und die Beschaffung von Bauleistungen. Das bedeutet regelmäßigen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, deren Erfolgsmaßstäbe eher Kosten, Termine und Sicherheit als CO₂-Emissionen sind. Diese unterschiedlichen Prioritäten zusammenzubringen, dürfte eine der größten Herausforderungen im Stakeholder-Management sein.
Das externe Netzwerk ist breit gefächert: Auf der Seite der Umsetzung gehören dazu Materialhersteller, Geräteproduzenten, Generalunternehmen und Beratungsfirmen; auf der politischen Seite Aufsichtsbehörden, Kommunalverwaltungen und Branchenverbände, häufig in Zusammenarbeit mit den Public-Policy-Teams von AWS. Das DCE Sustainability Team ist als erste Anlaufstelle für Nachhaltigkeitsfragen das Zentrum dieses Netzwerks. Ein wichtiger Teil der Arbeit dürfte daher darin bestehen, Anfragen zu bewerten und an die zuständigen Stellen weiterzuleiten – neben der Arbeit an eigenen Projekten.
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