Als Umwelttechniker:in bei Verdalia Bioenergy arbeiten Sie bei neuen Biomethanprojekten in Spanien sowohl vor Ort als auch mit den dazugehörigen Daten – vom ersten Standortbesuch über Umweltgenehmigungen bis zur Baureife. Im Alltag erheben Sie Daten zu Boden, Wasser, Luft, Lärm, Gerüchen und Biodiversität, führen Untersuchungen vor Ort durch, erstellen Berichte für Behörden und behalten die Genehmigungsauflagen gemeinsam mit den Kolleg:innen aus den Bereichen Genehmigungen, Engineering und HSQE im Blick.
Der Schwerpunkt der Stelle liegt in der frühen Projektphase: Die Wahl des Standorts sowie die Überwachung und Genehmigung einer Anlage bestimmen, welche konkreten Auswirkungen sie auf das umliegende Land, die Gewässer und die Gemeinden hat. Bei der Erzeugung von Biomethan aus landwirtschaftlichen und agroindustriellen Abfällen helfen Sie dabei, Abfallströme in erneuerbares Gas und Biodünger umzuwandeln und zugleich Umweltrisiken sichtbar zu machen und zu kontrollieren.
Die Stelle passt zu einer Person, die gern einen Teil der Woche an Standorten in ganz Spanien im Außendienst und den anderen mit Analysen am Schreibtisch verbringt, sich mit den spanischen Umweltvorschriften auskennt und gemeinsam mit einer wachsenden Projektpipeline statt nur an einer einzelnen Anlage arbeiten möchte.
Job-FAQs
Was sind die wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten in dieser Position?
Die Hauptaufgabe besteht darin, die Umweltverträglichkeit und die Einhaltung der Vorschriften für Verdalias spanische Biomethan-Projektpipeline sicherzustellen – von der Standortauswahl über das Genehmigungsverfahren bis zur Baureife (Ready-to-Build). Dazu werden Umweltdaten zu Boden, Wasser, Luftqualität, Gerüchen, Lärm und Biodiversität erhoben und analysiert, um mögliche Auswirkungen frühzeitig zu erkennen und ihnen vorzubeugen.
Zu den zentralen Aufgaben gehören Umweltprüfungen bei der Standortauswahl und Projektentwicklung, um Risiken und Einschränkungen frühzeitig zu erkennen, sowie die Unterstützung bei Umweltgenehmigungsanträgen und der anschließenden Überwachung ihrer Auflagen. Dazu zählen auch integrierte Umweltgenehmigungen und Umweltverträglichkeitsprüfungen. Außerdem erstellt die Fachkraft Umweltberichte und Unterlagen für Behörden und interne Projektentscheidungen und wirkt an Nachhaltigkeitsinitiativen und Best Practices im gesamten Projektportfolio mit.
Die Position ist ausdrücklich auf Zusammenarbeit ausgelegt: Sie arbeitet mit den Teams für Genehmigungen, Engineering und HSQE sowie mit externen Beratungsunternehmen und Laboren zusammen. Langfristig soll die Projektpipeline schneller vorankommen, weil Umweltrisiken in jeder Phase verstanden und dokumentiert werden – statt erst spät ans Licht zu kommen.
Wichtige Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten in dieser Position
Die Position bietet umfassende Einblicke in den gesamten Ablauf von Umweltgenehmigungen für Projekte im Bereich erneuerbare Energien in Spanien – von Bestandsaufnahmen und Umweltverträglichkeitsprüfungen bis hin zu integrierten Umweltgenehmigungen und der Überwachung von Genehmigungsauflagen. Dieses regulatorische Wissen ist auch in anderen Bereichen der erneuerbaren Energien, der Industrie und der Beratung gefragt.
Das fachliche Lernspektrum ist breit: Es umfasst Methoden zur Überwachung von Boden, Wasser, Luft, Lärm, Gerüchen und Biodiversität sowie Datenanalyse und die Berichterstattung an Behörden. Außerdem besteht die Möglichkeit, Kenntnisse in den im Stellenangebot als wünschenswert genannten Bereichen auszubauen, etwa zu Umweltmanagementsystemen nach ISO 14001, GIS-Tools wie ArcGIS oder QGIS und Software für das Umweltmonitoring.
Da die Position in der Projektentwicklung angesiedelt ist und die Zusammenarbeit mit den Teams für Genehmigungen, Engineering und HSQE sowie externen Laboren umfasst, erhält die Person ein praxisnahes Verständnis dafür, wie Biomethananlagen tatsächlich entwickelt und gebaut werden – einschließlich der Abwägungen zwischen Umweltschutz und Projektzeitplan. Mentoring dürfte eher durch erfahrene Kolleg:innen aus den Bereichen Projektentwicklung und Genehmigungen als über ein formelles Programm erfolgen.
Wie sieht die ideale Person für diese Position aus (Erfahrung, Kompetenzen)?
Laut Stellenanzeige wird ein Abschluss in Umweltwissenschaften, Ingenieurwesen oder einem verwandten Fach sowie mindestens drei bis fünf Jahre Erfahrung in den Bereichen Umwelt-Compliance oder Felduntersuchungen vorausgesetzt. Erwartet werden außerdem Kenntnisse in der Umweltgenehmigung für Projekte im Bereich erneuerbare Energien oder Industrie sowie fundierte Fähigkeiten in der Analyse von Umweltdaten und der regulatorischen Berichterstattung.
Kenntnisse der spanischen Umweltvorschriften sind ausdrücklich erforderlich. Vorausgesetzt werden außerdem fließende Spanischkenntnisse und gute Englischkenntnisse, da das Unternehmen in Spanien und Italien tätig ist. Ein Führerschein und die Bereitschaft, zu Standorten in ganz Spanien zu reisen, sind angesichts des Außendienstanteils unerlässlich.
Über die formalen Anforderungen hinaus eignet sich die Position für jemanden, der sich sowohl draußen im Gelände als auch mit Tabellen wohlfühlt, klare technische Dokumentationen verfasst und die Zusammenarbeit mit Beratungsunternehmen und Behörden gut koordiniert. Erfahrung mit Biogas, Biomethan oder Abfallbehandlung, ISO 14001 sowie GIS- oder Monitoring-Software stärkt die Bewerbung. Laut Stellenanzeige sind aber auch Kandidat:innen willkommen, die nicht alle Anforderungen erfüllen.
Tipps, um sich von anderen Bewerbungen abzuheben und erfolgreich zu sein
Richten Sie Ihre Bewerbung gezielt auf die zentralen Aufgaben in den Bereichen Genehmigungen und Umweltprüfungen vor Ort aus. Nennen Sie konkrete Projekte, bei denen Sie Umweltgenehmigungsanträge, integrierte Umweltgenehmigungen oder Umweltverträglichkeitsprüfungen erstellt oder unterstützt haben, und führen Sie die beteiligten spanischen Vorschriften und Behörden auf. Wo möglich, sollten Sie Ihre Ergebnisse beziffern: etwa die Zahl der geprüften Standorte, die untersuchten Hektar, die bearbeiteten Proben oder eingehaltene Fristen.
Stellen Sie im Anschreiben einen Bezug Ihrer Erfahrung zu Biomethan her – oder, falls das Ihrer bisherigen Laufbahn näherkommt, zu Biogas, Abfallbehandlung oder Industrieprojekten. Zeigen Sie, dass Sie verstehen, warum frühe Umweltdaten für die Standortauswahl wichtig sind. Falls vorhanden, erwähnen Sie außerdem Ihre Kenntnisse in ISO 14001, GIS-Tools oder Monitoring-Software. Ein kurzer Hinweis auf Ihre Bereitschaft, innerhalb Spaniens zu reisen und auf Spanisch und Englisch zu arbeiten, belegt direkt, dass Sie zwei praktische Anforderungen erfüllen.
Bereiten Sie sich auf Gespräche darüber vor, wie Sie mit einer schwer erfüllbaren Genehmigungsauflage oder einer Umweltbeschränkung umgegangen sind, die eine Projektplanung verändert hat. Informieren Sie sich über Verdalias Anlagen und die Entwicklung von Biomethanprojekten in Spanien. Seien Sie außerdem darauf vorbereitet zu erläutern, wie Sie bei einer hohen Projektlast die Umweltunterlagen jederzeit prüfbereit halten würden.
Auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit im Unternehmen wird sich diese Position voraussichtlich konzentrieren?
Die Stelle ist dem ökologischen Schwerpunkt von Verdalias Nachhaltigkeitsarbeit zugeordnet. Im Mittelpunkt stehen die Umweltverträglichkeitsprüfung und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben für neue Biomethananlagen. Dazu zählen Boden, Wasser, Luftqualität, Gerüche, Lärm und Biodiversität im Umfeld der Projektstandorte. Außerdem gilt es, Umweltauflagen zu erkennen, bevor Bauentscheidungen endgültig getroffen werden.
Da Verdalia landwirtschaftliche und agroindustrielle Abfälle in erneuerbares Gas und Biodünger umwandelt, stehen auch Kreislaufwirtschaft und Emissionsminderung im Fokus: Fossiles Gas wird ersetzt und Nährstoffe werden dem Boden zurückgeführt. Als Umwelttechniker:in trägt man dazu bei, Genehmigungen, integrierte Umweltgenehmigungen und Umweltverträglichkeitsprüfungen mit den spanischen Vorschriften in Einklang zu bringen und Felddaten in die Projektplanung einfließen zu lassen.
Auch Governance und die Einbindung der Gemeinden spielen eine Rolle: Für Genehmigungsauflagen und Umweltberichte an Behörden ist eine lückenlose Dokumentation erforderlich. Zudem gibt das Unternehmen an, mit lokalen Gemeinden zusammenzuarbeiten, damit die Wertschöpfung in der Region bleibt. Im Arbeitsalltag geht es vor allem um belastbare Daten, fundierte Bewertungen und Genehmigungen, die einer Prüfung standhalten.
Vor welchen Herausforderungen könnte man in dieser Position stehen?
Eine wahrscheinliche Herausforderung ist der Zeitplan. Umweltdaten und Genehmigungsauflagen liegen auf dem kritischen Pfad der Projektentwicklung. Verzögerte Probenahmen, unvollständige Ausgangsdaten oder geänderte regulatorische Anforderungen können den Weg eines Standorts bis zur Baureife verzögern. Dabei den Zeitdruck zu bewältigen und zugleich sorgfältige Bewertungen sicherzustellen, ist ein ständiger Balanceakt.
Hinzu kommt die thematische Bandbreite: Für Boden, Wasser, Luft, Gerüche, Lärm und Biodiversität gelten jeweils eigene Methoden, Grenzwerte und Berichtspflichten. Außerdem unterscheiden sich die Anforderungen je nach Region innerhalb Spaniens. Die Umwelttechnikerin bzw. der Umwelttechniker muss in all diesen Bereichen fachlich überzeugen und wissen, wann spezialisierte Berater:innen hinzugezogen werden sollten.
Feldeinsätze in ganz Spanien bringen logistische Anforderungen mit sich: regelmäßige Reisen, wechselnde Bedingungen vor Ort und die Notwendigkeit, unterwegs die Dokumentation sorgfältig zu führen. Da Verdalia als wachsendes Scale-up eine zunehmend umfangreiche Projektpipeline hat, können sich Prioritäten schnell ändern. Die Stelle passt daher zu einer gut organisierten, anpassungsfähigen Person, die auch mit zunächst unvollständigen Informationen umgehen kann.
Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?
Ein typischer Arbeitstag könnte am Schreibtisch in Madrid beginnen: Monitoringdaten eines Standorts prüfen, Laborergebnisse von Wasser- oder Bodenproben auswerten und die Umweltkapitel eines Genehmigungsantrags oder einer Umweltverträglichkeitsprüfung aktualisieren. Anschließend könnten Gespräche mit externen Berater:innen, Laboren oder den Teams für Genehmigungen und Engineering anstehen, um offene Punkte im Projektzeitplan zu klären.
Während der Standortsuche oder Projektentwicklung verlagert sich die Arbeit ins Gelände: Man besucht einen möglichen Standort, begeht dessen Grenzen, dokumentiert Lärm- oder Geruchsbeobachtungen, erfasst empfindliche Bereiche wie nahegelegene Wohnhäuser oder Gewässer und spricht mit Grundstückseigentümer:innen oder lokalen Ansprechpartner:innen. Zurück am Schreibtisch fließen diese Notizen in Risikoregister und Projektentscheidungen ein.
Da die Projekte über ganz Spanien verteilt sind, gehören Reisen regelmäßig dazu und die Arbeitsabläufe variieren. Manche Wochen sind stark von Außeneinsätzen geprägt, andere von Berichtsterminen und der Abstimmung mit Behörden. Der Wechsel zwischen Büro, Projektstandorten und Gesprächen mit Beteiligten prägt die Stelle.
Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Position?
Die Entwicklungsmöglichkeiten in dieser Position hängen mit der Projektpipeline von Verdalia zusammen. Während Projekte von der Standortsuche über das Genehmigungsverfahren bis zur Baureife voranschreiten, baut die Umwelttechnikerin bzw. der Umwelttechniker umfassende Genehmigungserfahrung auf – eine wertvolle Grundlage für spätere leitende Positionen im Umweltbereich oder Genehmigungswesen der erneuerbaren Energien.
Mögliche Entwicklungspfade sind die Spezialisierung auf ein Fachgebiet wie Umweltverträglichkeitsprüfungen, Umweltmanagementsysteme oder GIS und Monitoring. Ebenso ist ein Wechsel in die Bereiche Genehmigungen, HSQE oder Projektentwicklungsmanagement denkbar. Da das Team wächst und das Unternehmen in Spanien und Italien tätig ist, sind langfristig auch interne Wechsel und grenzüberschreitende Erfahrungen möglich.
Ein weiterer Faktor ist die Sichtbarkeit der Arbeit: Die Umwelttechnikerin bzw. der Umwelttechniker wirkt an Entscheidungen in einer frühen Projektphase mit, die jede Anlage prägen. Gute Leistungen werden daher von den Verantwortlichen für Genehmigungen, Engineering und HSQE wahrgenommen. Daraus kann sich die Möglichkeit ergeben, die Umweltstrategie für eine Gruppe von Projekten statt nur für einzelne Standorte zu verantworten.
Mit welchen wichtigen Ansprechpartner:innen könnten Sie zusammenarbeiten?
Intern sind die engsten Ansprechpartner:innen das Genehmigungsteam, das die Beziehungen zu den Behörden verantwortet, und das Engineering-Team, das Umweltauflagen in konkrete Planungsentscheidungen übersetzen muss. Auch der Bereich HSQE ist im Arbeitsalltag ein wichtiger Partner, da sich Umweltmanagementsysteme, Monitoring und die Nachverfolgung von Vorfällen mit den Prozessen für Gesundheit, Sicherheit und Qualität überschneiden.
Extern arbeitet die Umwelttechnikerin bzw. der Umwelttechniker voraussichtlich mit Umweltberatungen, Laboren für Probenanalysen und Behörden zusammen, die Genehmigungen und Umweltverträglichkeitsprüfungen bearbeiten. Bei Standortbesuchen und Konsultationen können außerdem Grundstückseigentümer:innen, lokale Gemeinden und weitere Personen aus dem Umfeld der Projektstandorte hinzukommen.
Im Projektentwicklungsteam richten sich Berichtswege und Prioritäten nach den jeweiligen Projektmeilensteinen. Deshalb gilt es, Anforderungen aus mehreren Richtungen gleichzeitig auszubalancieren. Entscheidend ist, Daten und Dokumentation konsistent zu halten, damit Genehmigungs-, Engineering- und Gemeindegespräche auf demselben Umweltbild beruhen.
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