In dieser Position leiten Sie das Team für die Zusammenarbeit mit Herstellern beim nationalen Pfandrücknahmesystem Irlands und fungieren als technische Schnittstelle zwischen Getränkeherstellern und den landesweiten Zielen der Kreislaufwirtschaft. Sie verantworten die Teamleistung und arbeiten direkt mit Herstellern daran, Prinzipien des recyclinggerechten Designs (Design for Recycling) zu verankern, Verpackungsformate freizugeben und die Qualität zurückgewonnener Materialien entlang der Sammelströme zu sichern.
Als Teil der zentralen Infrastruktur für geschlossene Stoffkreisläufe in Irland stellen Sie sicher, dass Milliarden zurückgegebener Behälter strenge Anforderungen an Sortierung und lebensmitteltaugliche Wiederaufbereitung erfüllen. Die Position verbindet regulatorische Vorgaben – etwa die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) – mit kommerzieller Verpackungsinnovation und macht Herstellerverantwortung zu messbarer Ressourcenkreislaufführung.
Die Position passt zu jemandem mit fundierten Kenntnissen verschiedener Verpackungsmaterialien, der oder die gern die eigene fachliche Expertise einsetzt, um FMCG-Marken zu echtem Ökodesign zu bewegen.
Job-FAQs
Was sind die wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten in dieser Position?
Als Producer Sustainability and Quality Manager verantworten Sie die Zusammenarbeit mit Getränkeherstellern, um die Recyclingfähigkeit von Verpackungen, die Materialqualität und die Einhaltung des nationalen Pfandsystems (Deposit Return Scheme, DRS) zu verbessern. Sie leiten das Producer-Team und sorgen für die strategische Ausrichtung, die Kapazitätsplanung und das Leistungsmanagement, um sowohl betriebliche Anforderungen als auch nationale Ziele der Kreislaufwirtschaft zu unterstützen.
Im Tagesgeschäft steuern Sie die technische Bewertung von Verpackungsformaten, die in das System aufgenommen werden, prüfen Materialien wie PET und Aluminium und stellen die Einhaltung der Kriterien für recyclinggerechtes Design (Design for Recycling, DfR) sicher. Sie etablieren robuste Qualitätssicherungsprozesse für Sammlung und Sortierung, um Verunreinigungen zu minimieren und sicherzustellen, dass die zurückgewonnenen Materialien hochwertig und lebensmitteltauglich recycelt werden können.
Langfristig beobachten und interpretieren Sie nationale und europäische Gesetzesänderungen, insbesondere zur erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, EPR) und zur EU-Verpackungsverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR). So positionieren Sie die Organisation als zentralen Beratungspartner für die irische Getränkeindustrie.
Welche wichtigen Lernmöglichkeiten bietet diese Position?
Diese Position bietet seltene Einblicke in Kreislaufwirtschaftssysteme und Rückführungslogistik auf nationaler Ebene. Sie erwerben fundierte technische Kenntnisse zu Leergutrücknahmeautomaten (Reverse Vending Machines, RVMs), modernen Sortieranlagen und geschlossenen Recyclingkreisläufen, in denen Flaschen zu neuen Flaschen verarbeitet werden.
Darüber hinaus vertiefen Sie Ihre Kenntnisse der sich wandelnden europäischen Umweltpolitik und wenden neue Vorgaben wie die PPWR und die Einwegkunststoffrichtlinie direkt auf kommerzielle Verpackungslieferketten an. Die Arbeit an der Schnittstelle von staatlicher Politik und FMCG-Geschäft stärkt zudem Ihre Kompetenzen in der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Stakeholdern und bei der Einhaltung kommerzieller Vorschriften.
Außerdem bietet die Position reichlich Gelegenheit, Ihre Fähigkeiten in der Führung von Mitarbeitenden und in strategischen Verhandlungen auszubauen: Sie leiten ein spezialisiertes operatives Team und bewegen sich zugleich in komplexen Abstimmungen mit multinationalen Markeninhabern und Branchenverbänden.
Was zeichnet die ideale Kandidatin oder den idealen Kandidaten aus (Erfahrung, Kompetenzen)?
Die ideale Person verbindet eine technische Ausbildung in Verpackungstechnik, Materialwissenschaften oder Umweltingenieurwesen mit nachweislicher Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Stakeholdern und in der Teamführung. Erfahrung in der FMCG-Produktion, Abfallwirtschaft oder in Systemen der Herstellerverantwortung ist ein klarer Vorteil.
Technisch sind Kenntnisse zu Materialeigenschaften – insbesondere von Hartkunststoffen, Aluminiumlegierungen und Klebstoffen für Etiketten – sowie zu Konzepten für recyclinggerechtes Design unerlässlich. Gefragt ist außerdem analytisches Denkvermögen, um Materialqualitätskennzahlen, Sortierdaten und Compliance-Prüfungen auszuwerten.
Ebenso wichtig sind ausgeprägte Kommunikations-, Vermittlungs- und Führungskompetenzen. Sie sollten Teammitglieder gern fördern, komplexe technische Sachverhalte verständlich an Führungskräfte ohne technischen Hintergrund vermitteln und ökologische Ansprüche mit betrieblichen und wirtschaftlichen Erfordernissen in Einklang bringen.
Wie können Sie sich mit Ihrer Bewerbung von anderen abheben?
Heben Sie Ihre praktische Erfahrung an der Schnittstelle von Verpackungsdesign und Verwertung am Ende des Lebenszyklus hervor. Betonen Sie konkrete Tätigkeiten mit Verpackungsspezifikationen, Bewertungen der Recyclingfähigkeit oder Konzepten der Kreislaufwirtschaft, statt sich auf allgemeine Nachhaltigkeitsinitiativen auf Unternehmensebene zu beschränken.
Richten Sie Ihre Bewerbung gezielt auf die Abfallwirtschaft in Irland und einschlägige europäische Vorgaben wie PPWR und SUP aus. Wenn Sie zeigen, dass Sie die wirtschaftlichen Herausforderungen verstehen, denen Hersteller bei der Umstellung von Verpackungsdesigns begegnen, heben Sie sich besonders hervor.
Bereiten Sie konkrete Beispiele für Ihren bereichsübergreifenden Einfluss vor: etwa Situationen, in denen Sie Lieferanten oder externe Partner erfolgreich davon überzeugt haben, Produktspezifikationen oder Verpackungslinien an gesetzliche oder ökologische Standards anzupassen.
Auf welche Aspekte der Nachhaltigkeit im Unternehmen wird sich diese Position voraussichtlich konzentrieren?
Der Nachhaltigkeitsschwerpunkt dieser Position liegt klar auf Prinzipien der Kreislaufwirtschaft mit geschlossenen Stoffkreisläufen, der Rückgewinnung von Ressourcen und dem verantwortungsvollen Umgang mit Materialien. Anders als bei allgemeinen ESG-Berichten für Unternehmen konzentrieren Sie sich darauf, Einwegverpackungsabfälle zu vermeiden und die Reinheit recycelbarer Materialströme zu erhalten.
Ein zentraler Schwerpunkt sind recyclinggerechtes Design (Design for Recycling, DfR) und eine ökologische Modulation. Damit richten Sie Verpackungsentscheidungen so aus, dass Verpackungen reibungslos optische Sortieranlagen und Aufbereitungsbetriebe durchlaufen. Indem Sie Verunreinigungen im Rücklaufstrom reduzieren, tragen Sie direkt zur Versorgung mit hochwertigem rPET und recyceltem Aluminium bei.
Darüber hinaus befasst sich die Position mit der Vorbereitung auf regulatorische Anforderungen: Sie begleiten Hersteller bei Vorgaben zum Rezyklatanteil und bei Ökodesign-Standards, die darauf abzielen, die nationalen CO₂-Emissionen aus der Gewinnung von Primärrohstoffen zu senken.
Vor welchen zentralen Herausforderungen könnte man in dieser Position stehen?
Eine wesentliche Herausforderung besteht darin, die unterschiedlichen Prioritäten unter einen Hut zu bringen: Einerseits gelten strenge Anforderungen an die Recyclingfähigkeit von Verpackungen, andererseits müssen die wirtschaftlichen, markenbezogenen und betrieblichen Rahmenbedingungen der Hersteller berücksichtigt werden. Hersteller, die mit kostspieligen Verpackungsumstellungen konfrontiert sind, von notwendigen Änderungen zu überzeugen, erfordert Fingerspitzengefühl, fachliche Glaubwürdigkeit und ausdauerndes Verhandlungsgeschick.
Eine weitere Herausforderung ist die Sicherung der Materialqualität im landesweiten Maßstab. Bei der Verarbeitung von Milliarden Behältern erfordern Verunreinigungsrisiken, nicht konforme Barcodeformate und sich wandelnde Materialmischungen eine kontinuierliche Kontrolle und flexible Problemlösung in Zusammenarbeit mit den Sortierpartnern.
Schließlich bedeutet die Arbeit in einem schnell reifenden und stark öffentlich wahrgenommenen nationalen System, sich der Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit, Medien und Branche zu stellen. Dafür braucht es Anpassungsfähigkeit und souveräne Führung in einem dynamischen Umfeld.
Wie könnte ein typischer Arbeitstag in dieser Position aussehen?
Ein typischer Arbeitstag könnte mit der Prüfung von Verpackungseinreichungen und Prüfdaten von Getränkeherstellern beginnen, die eine Registrierung im DRS-Katalog anstreben. Gemeinsam mit Ihrem Team könnten Sie Fragen zur technischen Konformität, zu Klebstoffspezifikationen oder zur Lesbarkeit von Barcodes in Leergutrücknahmeautomaten besprechen.
Mittags stehen möglicherweise Gespräche mit externen Stakeholdern an, etwa die Beratung eines globalen Getränkeherstellers zu Roadmaps für die Einhaltung der PPWR. Daran könnten sich Gespräche mit den Verantwortlichen von Sortieranlagen anschließen, um aktuelle Kennzahlen zu Materialverunreinigungen und Reinheitsgraden zu bewerten.
Am Nachmittag könnten Sie sich der internen Teamführung widmen: operative Abstimmungen leiten, den Fortschritt bei den OKRs des Systems verfolgen und bereichsübergreifende Projekte mit Kolleginnen und Kollegen aus Vertrieb und Compliance koordinieren.
Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet diese Position?
Mit dieser zentralen Fach- und Führungsrolle im nationalen DRS Irlands werden Sie zu einer maßgeblichen Autorität für Kreislauffähigkeit von Verpackungen und Herstellerverantwortung. Die hohe Sichtbarkeit eröffnet Ihnen direkte Wege in leitende Nachhaltigkeitsfunktionen in der FMCG-Branche, im Einzelhandel und bei Umweltdienstleistern.
Da die europäischen Verpackungsvorschriften immer strenger werden, ist Ihre Praxiserfahrung in der Umsetzung der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) international stark gefragt. Dadurch ergeben sich Karrieremöglichkeiten bei europäischen Branchenverbänden oder im Bereich Corporate Affairs multinationaler Unternehmen.
Auch innerhalb der Organisation dürften sich mit dem weiteren Ausbau und der Optimierung des Systems Chancen für den Wechsel in umfassendere operative Führungs- oder Richtlinienfunktionen auf Direktoratsebene ergeben.
Die wichtigsten Stakeholder, mit denen Sie zusammenarbeiten
Zu Ihren wichtigsten externen Stakeholdern zählen Getränkehersteller und Markeninhaber, Verpackungshersteller, Anlagen zur Materialrückgewinnung (MRFs), Recyclingunternehmen sowie Handelspartner, die Rückgabestellen betreiben. Außerdem stehen Sie mit Branchenverbänden und Aufsichtsbehörden in Kontakt.
Intern arbeiten Sie eng mit Ihren direkt unterstellten Mitarbeitenden im Herstellerteam zusammen und beraten und coachen sie im Tagesgeschäft. Darüber hinaus stimmen Sie sich mit Datenanalysten, Compliance-Teams und der Geschäftsleitung ab, damit Verpackungskriterien und betriebliche Möglichkeiten zusammenpassen.
Diese Zusammenarbeit erfordert gemeinsames und strukturiertes Problemlösen, fundierte technische Beratung und klare Kommunikation, um wirtschaftliche Anforderungen, Compliance und die Effizienz des Systems in Einklang zu bringen.
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